Klaus Doldinger


Klaus Erich Dieter Doldinger[1] (* 12. Mai 1936 in Berlin; † 16. Oktober 2025 in Icking) war ein deutscher Musiker (Saxophon, zunächst auch Klarinette). Er war ein bedeutender Jazzmusiker und wurde mit der Band Passport, aber vor allem als Komponist von Filmmusik bekannt.
Seine bekanntesten Werke sind die Soundtracks zu Das Boot und Die unendliche Geschichte sowie die Erkennungsmelodien der Fernsehserien Tatort, Ein Fall für zwei und Liebling Kreuzberg. Aus seiner Feder stammt zudem die Filmfanfare der Constantin AG, die in einer Vielzahl von deutschen Spielfilmen zu hören ist.
Leben und Wirken
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Herkunft und Ausbildung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Klaus Doldinger wurde 1936 als Sohn des Diplom-Ingenieurs Erich Doldinger und dessen Ehefrau Ingeborg Mann in Berlin geboren und wuchs dort zunächst auch auf. Sein Großvater Bruno Mann war von 1919 bis 1933 Oberbürgermeister von Erfurt. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sein Vater als Oberpostdirektor in den besetzten Teilen der Sowjetunion; die Familie lebte von 1940 bis 1945 in Wien. Von dort flüchtete sie vor der Roten Armee nach Bayern und zog weiter nach Düsseldorf, wohin sein Vater versetzt worden war.[2]
In Schrobenhausen hörte Doldinger als Achtjähriger Anfang Mai 1945 zum ersten Mal Jazz, den drei schwarze GIs im Gasthof gegenüber der Apotheke seines Onkels spielten. Doldinger schrieb in seiner Autobiografie: „… irgendwie wusste ich instinktiv sofort, dass ich nie wieder etwas anderes hören, fühlen, machen wollte. … Schrobenhausen war die Initialzündung, ohne die alles, was danach kam, vielleicht nie passiert wäre.“[3]

Von 1947 bis zum Abitur 1957 besuchte Doldinger das Jacobi-Gymnasium[4] und ebenfalls ab 1947 mit einem Stipendium das Robert-Schumann-Konservatorium[5] in Düsseldorf. Dort studierte er zunächst Klavier und, inspiriert durch Aufnahmen Sidney Bechets, ab 1952 Klarinette und später Sopransaxophon.[6]
Anfänge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Stipendiat sammelte Doldinger erste Erfahrungen in der Musikbranche mit der 1952 von Freunden gegründeten Band The Feetwarmers, einer Dixieformation, mit der er im Mai 1953 – zunächst als Pianist – erstmals auftrat und 1955 auch seine erste Plattenaufnahme machte. Zeitweise spielten bei den Feetwarmers auch der Kabarettist Dieter Süverkrüp (Banjo) und der spätere deutsche Bundesminister Manfred Lahnstein (Posaune). 1955 gründete Doldinger zudem seine eigene Band Oscar’s Trio, deren Namen er in Anlehnung an sein großes Vorbild Oscar Peterson gewählt hatte. Mit dieser Gruppe gewann er den ersten Preis beim Jazzfestival Brüssel, den Coup Sidney Bechet.
Doldinger Quartett
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Abitur studierte er Musikwissenschaften und Tontechnik und wurde Tonmeister. Nach einem Erfolg mit seiner Version von Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus für eine US-Getränkefirma ging er 1960 auf seine erste Auslandstournee in die USA. Er spielte u. a. mit George Lewis und im Jazzclub Birdland und erhielt mit 24 Jahren während seiner ersten US-Tournee die Ehrenbürgerwürde von New Orleans.[7] 1961 spielte er Modern Jazz mit US-Expatriates wie Don Ellis, Johnny Griffin, Idrees Sulieman, Kenny Clarke, Donald Byrd und Benny Bailey. 1962 gründete er das Klaus Doldinger Quartett, mit dem er im folgenden Jahr für das Philips-Label seine erste Platte, Doldinger – Jazz Made in Germany veröffentlichte. Die LP wurde auch international ein großer Erfolg, da hier kein weißer Cool Jazz gespielt wurde, sondern Komponenten des Bebop verwendet wurden.
Mitglieder in diesem Quartett waren Doldinger (Tenorsaxophon), Ingfried Hoffmann (Hammondorgel), Helmut Kandlberger (Bass) und Klaus Weiss (Schlagzeug). Als weitere LP mit dieser Besetzung wurde 1963 Doldinger live at Blue Note Berlin aufgenommen und 1964 veröffentlicht. Im selben Jahr unternahmen sie im Auftrag des Goethe-Instituts eine erste große Auslandstournee u. a. nach Marokko, ein Aufenthalt, der sein Interesse für afrikanische Musik weckte. Es folgten internationale Auftritte beim Festival in Antibes und im Blue Note in Paris.
1965 stiegen Klaus Weiss und Helmut Kandlberger aus. An ihre Stellen traten der niederländische Schlagzeuger Cees See und der Bassist Peter Trunk. Verstärkt durch den Gitarristen Attila Zoller nahm das Quartett die LP Doldinger in Südamerika auf. Doldinger ist auf mehreren Stücken auch auf dem Sopransaxophon zu hören, und Hoffmann spielt auf zwei der zehn Tracks Hammond-Orgel. 1966 wirkte Doldinger an den Aufnahmen zur Filmmusik des Will-Tremper-Films Playgirl mit. Unter der Leitung von Peter Thomas sind auf dem auf einer Philips-LP veröffentlichten Soundtrack auch Ingfried Hoffmann (Hammond-Orgel), Peter Trunk (Bass) und Rafi Lüderitz (Schlagzeug) zu hören. 1967 nahm Doldinger die LP Doldinger Goes On auf. Das Quartett aus Doldinger, Hoffmann, Trunk und See wurde mit drei weiteren Musikern zum Septett erweitert: Helmut Kandlberger spielte zusätzlich E-Bass, Volker Kriegel Gitarre und der Belgier Fats Sadi bediente die Percussion.

1968 entstand die LP Blues Happening; die erste Seite ist dem Postbop gewidmet. Neben Doldinger, der Tenor- und Sopransaxophon spielte, wirkten Hoffmann (Piano), Kandlberger (Bass) und See (Schlagzeug) mit. Die zweite Seite ist als Suite in fünf Sätzen konzipiert, die Anleihen sowohl beim gemäßigten Free Jazz als auch bei der Rockmusik macht. Als Gastmusiker wirkten im ersten Satz eine nicht näher spezifizierte Bläsergruppe mit sowie Kurt Bong (Schlagzeug), im fünften Satz Joe Quick (Gitarre), Lothar Meid (E-Bass) und Wolfgang Paap (Schlagzeug); Hoffmann spielte die Hammond B3.
Die Doppel-LP Doldinger – The Ambassador von 1969 besteht zu einer Hälfte aus Studioaufnahmen, zur anderen Hälfte aus einem Live-Mitschnitt im Münchner domicile. Die Musik ist geprägt von spanischen und maurischen Einflüssen. Das Stück Sahara, ein „Amalgam“ aus afrikanischer Musik und gemäßigtem Free Jazz von der Live-Platte, das schon in dem Stück Blues Happening angeklungen war, hinterließ damals bei vielen Doldinger-Fans den größten Eindruck.
Paul Nero, Motherhood und Passport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Doldinger war musikalisch sehr vielfältig tätig, in den 1960er-Jahren veröffentlichte er unter dem Pseudonym Paul Nero auch Tanz- und Rockmusik. Anfang der 1970er Jahre komponierte Doldinger die Werbemusik für Pril.[8]

Ebenso wandte sich Doldinger dem Rock-Jazz respektive dem Fusion zu. Seine erste Band mit dieser Musik hieß Motherhood. 1969 und 1970 spielte diese Formation zwei LPs ein: I Feel so Free und Doldinger’s Motherhood, beide für das Label Liberty. 1971 gründete er die Band Passport mit Udo Lindenberg am Schlagzeug, mit der er im folgenden Jahr das erste von 28 Alben bei Atlantic Records (als erste deutsche Band bei diesem Label) veröffentlichte. Schon mit dem Album Cross-Collateral von 1975 hatte Passport auch in den USA großen Erfolg.
In den folgenden Jahrzehnten war Doldinger einerseits als Komponist sehr produktiv, verfolgte aber die Karriere mit Passport weiterhin intensiv. Im Jahr 2000 trat er mit seiner Formation erneut bei mehreren Festivals (u. a. im Rahmen der Kulturarena) auf. 2001 überraschte er die Jazz-Szene mit dem Projekt RMX. In den nächsten Jahren spielte Doldinger weltweit, etwa in Brasilien, den USA, in Asien etc. mit wechselnder Bandbesetzung live oder schrieb Film- und Werbemusik. 2005 absolvierten Doldinger und Passport eine Tour durch Marokko, nahmen dabei einheimische Musiker wie den Gnawa-Musiker Majid Bekkas mit auf die Bühne, und die dabei entstandene Fusion aus marokkanischer Gnawa-Musik und Doldingers Jazzvariationen konnte man auf der im Folgejahr veröffentlichten CD Passport to Morocco hören.
Im Mai 2006 feierte Doldinger seinen 70. Geburtstag; zu diesem Anlass wurde eine kostenlose Mini-CD Happy Birthday Klaus aufgelegt, die er bei seinen Auftritten an Fans und Autogrammjäger verteilte. Die CD The Best of Doldinger zeigt anlässlich seines 70. Geburtstages eine Retrospektive von 1963 bis 1978.
Filmmusik und Cameo-Auftritte
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Ab 1964 erhielt Klaus Doldinger immer wieder Kompositionsaufträge aus Industrie, Medien- und Werbebranche, Theater, Film und Fernsehen. 1967 erschien seine erste Musik für das Fernsehen – der Trailer zur Einführung des Farbfernsehens. Mit Negresco lieferte er 1968 seinen ersten Soundtrack ab. 1970 schrieb er die Titelmelodie zur Krimiserie Tatort, die seitdem als Intro zu hören ist, und vertonte in den Folgejahren auch eine Reihe von Tatort-Folgen. Seine Filmmusik zu Das Boot (1981) machte ihn weltweit bekannt. Aus demselben Jahr stammte seine Titelmelodie zu Ein Fall für zwei. 1984 komponierte er die Musik zum Fantasyfilm Die unendliche Geschichte. Für die Anwaltsserie Liebling Kreuzberg und die Familienserie Wir sind auch nur ein Volk mit Manfred Krug in der Hauptrolle schrieb er ebenfalls die Titelmelodie.
Doldinger hatte mehrere Cameo-Auftritte im Fernsehen, so 1990 in der Serie Abenteuer Airport in den Folgen 12 und 13.[9] In dem im Januar 2017 ausgestrahlten ARD-Tatort Wacht am Rhein spielte Doldinger einen Straßenmusiker, der die Tatort-Melodie spielt.[10]
2003 war Doldinger eines der Gründungsmitglieder der Deutschen Filmakademie. Er war Mitglied des künstlerischen Beirates der Union Deutscher Jazzmusiker und Aufsichtsratsmitglied der GEMA.
Privates und Tod
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Klaus Doldinger heiratete 1960 Inge Beck, die drei Kinder mit ihm bekam. Ab 1968 lebten sie in Icking bei München. In seinem Haus hatte er ab 1978 die Soundport Studios. 2022 erschien beim Piper Verlag Doldingers Autobiografie Made in Germany – Mein Leben für die Musik.[11][12] Klaus Doldinger starb im Oktober 2025 im Alter von 89 Jahren in Icking.[13]
Werke (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Chartplatzierungen Erklärung der Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||
| Alben[14][15] | ||||||||||||||||||||||||||||||
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| Singles | ||||||||||||||||||||||||||||||
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Diskografie: Klaus Doldinger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Doldinger – Jazz Made in Germany (1963)
- Doldinger live at Blue Note Berlin (1963)
- So Much Doldinger (1964)
- Doldinger in Südamerika (1965)
- Doldinger Goes On (1967)
- Blues Happening (1968)
- Doldinger – The Ambassador (1969)
- Doldinger Jubilee (Auswahl an Titeln 1953–1973) (1973)
- Das Boot (Soundtrack zum Spielfilm Das Boot) (1981, DE:
Gold)[16] - Klaus Doldinger – Constellation (1983)
- Film ab: Doldinger (1993)
- Doldinger in New York: Street of Dreams (1994, DE:
Gold (German Jazz Award)) - Doldinger Back in New York (1999)
- Works & Passion 1955–2000 (2001)
- Early Doldinger – The Complete Philips Sessions (2006)
- Shakin’ the Blues – Klaus Doldinger (1963–1967) (Kompilation 2008)
- Doldinger (2016, DE:
Platin (German Jazz Award))
Diskografie: Doldinger’s Motherhood
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- I Feel so Free (1969)
- Doldinger’s Motherhood (1970)
Diskografie: Passport
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Filmografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1963: Verpaßt den Anschluß nicht (Kurzfilm)
- 1964: Eine gute Idee (Kurzfilm)
- 1968: Wirb oder stirb (TV)
- 1968: Negresco****
- 1970: Baal (TV)
- 1970: Wie kommt ein so reizendes Mädchen zu diesem Gewerbe?
- 1970: Eine Rose für Jane (TV)
- 1971: Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach (TV)
- 1971: Tatort: Kressin und der tote Mann im Fleet (TV-Reihe)
- 1971: Tatort: Kressin stoppt den Nordexpress (TV-Reihe)
- 1971: Tatort: Der Fall Geisterbahn (TV-Reihe)
- 1972: Ein Toter stoppt den 8 Uhr 10 (TV)
- 1972: Tatort: Kressin und die Frau des Malers (TV-Reihe)
- 1972: Tatort: Kressin und der Mann mit dem gelben Koffer (TV-Reihe)
- 1972: Tatort: Kennwort Gute Reise (TV-Reihe)
- 1972–1974: Okay S.I.R. (TV-Serie, 32 Folgen)
- 1973: … aber Jonny!
- 1973: Tatort: Kressin und die zwei Damen aus Jade (TV-Reihe)
- 1974: Unter Ausschluß der Öffentlichkeit (TV-Reihe, 20 Folgen)
- 1974: Einer von uns beiden
- 1974: Deutschland (Kurz-Dokumentarfilm)
- 1974: Tatort: Der Mann aus Zimmer 22 (TV-Reihe)
- 1975: Bis zur bitteren Neige
- 1975: Die Rakete (TV)
- 1975: Das Netz
- 1975–1976: Halbzeit (TV-Serie, 10 Folgen)
- 1976: Alle Jahre wieder – Die Familie Semmeling (TV-Mehrteiler)
- 1976: Per Saldo Mord
- 1976: Tatort: Transit ins Jenseits (TV-Reihe)
- 1976: Vier gegen die Bank (TV)
- 1977: Planübung (TV)
- 1977: Der Alte – Konkurs (TV-Serie)
- 1977: Passport to Brazil (TV)
- 1977: Sanfter Schrecken (TV)
- 1977: Paradiso
- 1977: Das Rentenspiel (TV)
- 1977: Der Hauptdarsteller
- 1977–1978: Eichholz und Söhne (TV-Serie, 13 Folgen)
- 1978: Das zweite Erwachen der Christa Klages
- 1978: Die Ängste des Dr. Schenk (TV)
- 1978: Moritz, lieber Moritz
- 1978: Der Alte – Ein Koffer (TV-Serie)
- 1978: Derrick: Solo für Margarete (TV-Serie)
- 1978: Schwarz und weiß wie Tage und Nächte (TV)
- 1978: Tatort: Sterne für den Orient (TV-Reihe)
- 1978: … von Herzen, mit Schmerzen (TV)
- 1978: Apartment für drei (TV)
- 1978: Wer andern eine Grube gräbt (TV)
- 1978: Der Sturz
- 1978–1980: Jörg Preda berichtet (TV-Serie, 26 Folgen)
- 1979: Andreas Vöst (TV)
- 1979: … es ist die Liebe (TV)
- 1979: Zimmer frei – UNO-Nähe (TV-Serie, 12 Folgen)
- 1980: The Point (Kurz-Dokumentarfilm)
- 1980: Ein zauberhaftes Biest (TV-Serie, 5 Folgen)
- 1981: Mit Gewissenhaftigkeit und Würde (TV)
- 1981: Das Boot
- 1981: Ausflug zum Vater (TV-Serie, 12 Folgen)
- 1981: Kriegsgefangene im Westen (TV-Dokumentation)
- 1981–2010: Ein Fall für zwei (TV-Serie)
- 1981: Tatort: Im Fadenkreuz (TV-Reihe)
- 1981: Kriegsgefangene im Osten (TV-Dokumentation)
- 1982: Kriegsgefangene Frauen (TV-Dokumentation)
- 1982: Erwin Rommel. Ein deutsches Schicksal (TV)
- 1982: Wie hätten Sie’s denn gern?
- 1983: Operation Comeback (Love Is Forever) (TV)
- 1983: Die wilden Fünfziger
- 1983: Satan ist auf Gottes Seite (TV)
- 1984: Die unendliche Geschichte
- 1984: Jazz In (TV)
- 1985: Tatort: Das Haus im Wald (TV-Reihe)
- 1985: Flug in die Hölle (TV-Sechsteiler)
- 1985: Das Boot (TV-Drei- bzw. Sechsteiler)
- 1986: Die Stunde des Léon Bisquet (TV)
- 1986: Liebling Kreuzberg (TV-Serie)
- 1986: Der Alte: Killer gesucht (TV-Serie)
- 1987: Der Verführer Goebels[17]
- 1987: Waldhaus (TV)
- 1988: Das Rattennest (TV)
- 1988: Zum Beispiel Otto Spalt
- 1988: Ich und Er
- 1988: Nonni und Manni (TV-Serie)
- 1989: Torquemada
- 1989: Peter Strohm: Grüne Brigade (TV-Serie)
- 1990: Peterchens Mondfahrt (Zeichentrickfilm)
- 1990: Neuner
- 1990: Vorwärts
- 1990: Hurenglück
- 1992: Vera Wesskamp (TV-Serie)
- 1992: Salz auf unserer Haut (Salt on Our Skin)
- 1992: Wolffs Revier (TV-Serie)
- 1993: Die Umarmung des Wolfes (TV)
- 1993: Grüß Gott, Genosse (TV)
- 1993: Wer zweimal lügt
- 1993: Die Wildnis
- 1993: Dr. Vogt – Afrika vergessen (TV-Serie Ärzte)
- 1994: Die Kommissarin (TV-Serie)
- 1994: Tödliche Wahrheit (TV)
- 1994: Das Wunder von Bern: Deutschland und die Fußball-WM 1954 (TV)
- 1994: Alles außer Mord (TV)
- 1994–1995: Wir sind auch nur ein Volk (TV-Serie, 8 Folgen)
- 1995: Alles außer Mord – Tödlicher Irrtum
- 1995: Hitler – eine Bilanz (TV-Serie)
- 1996: Wer hat Angst vorm Weihnachtsmann?
- 1996: Das tödliche Auge (TV-Serie)
- 1996: Alles wegen Robert De Niro (TV)
- 1996: Polizeiruf 110: Der Pferdemörder (TV-Reihe)
- 1997: Schwurgericht (TV-Reihe)
- 1997: Null Risiko und reich (TV)
- 1997: Nur eine Hure (TV)
- 1997: Verdammtes Glück (TV)
- 1997: Agentenfieber (TV)
- 1998: Living Dead
- 1998: Wie stark muß eine Liebe sein (TV)
- 1998: Tatort: Tanz auf dem Hochseil
- 1998: Palmetto – Dumme sterben nicht aus
- 1999: Tatort: Habgier
- 1999: Tatort: Traumhaus
- 2000: Lieber Fidel – Maritas Geschichte
- 2001: Polizeiruf 110: Seestück mit Mädchen (TV-Reihe)
- 2003: Willy Brandt – Eine Jahrhundertgestalt (TV)
- 2003: Im Schatten der Macht (TV)
- 2003: Der Herr der Wüste (TV)
- 2004: Faszination Natur – Seven Seasons
- 2004: Wasilisa, die Schöne (Vasilisa)
- 2006: Drei Schwestern made in Germany (TV)
- 2006: Home
- 2007: Ein Leben wie im Flug (TV)
- 2007: Rosa Roth – Der Tag wird kommen (TV-Mehrteiler)
- 2009: Die Frau, die im Wald verschwand (TV)
- 2010: Der Bulle und das Landei (TV-Serie)
- 2012: Pfarrer Braun: Ausgegeigt!
- 2017: Das doppelte Lottchen
- 2018: Tatort: Bausünden
Publikationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Made in Germany – mein Leben für die Musik, mit Nicolas Doldinger und Torsten Groß (Autobiografie). Piper, München 2022, ISBN 978-3-492-07124-6.
Auszeichnungen
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Klaus Doldinger erhielt im Laufe seiner Karriere mehrere Schallplattenpreise und Ehrungen:
- 1964: Jazz-Musiker des Jahres[18]
- 1976: Deutscher Schallplattenpreis (Gruppe Pop National) für „Passport“
- 1978: Bundesverdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 1981: Deutscher Schallplattenpreis (Ensemble Pop National) für „Passport“
- 1982: Deutscher Schallplattenpreis für „Das Boot“
- 1992: Musikpreis der Landeshauptstadt München
- 1996: Echo für sein Lebenswerk
- 1997: Reliefplatte in der Street of Fame Burghausen
- 1997: Bayerischer Filmpreis
- 1998: Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises, Echo-Preis für die beste Jazzproduktion des Jahres
- 1999: Paul-Lincke-Ring der Stadt Goslar
- 2000: Frankfurter Musikpreis
- 2002: Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
- 2005: besondere Ehrung im Rahmen des Adolf-Grimme-Preises
- 2006: Blues Louis beim Lahnsteiner Bluesfestival
- 2007: Goldene Kamera (für das Filmjubiläum: „Das Boot“)
- 2007: Bayerischer Verdienstorden
- 2008: Kulturpreis Bayern (Sonderpreis)
- 2010: Echo Jazz in der Sparte Instrumentalist/in des Jahres national – Saxophon/Woodwinds
- 2010: Bayerischer Fernsehpreis
- 2010: Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten
- 2010: Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin
- 2012: Joachim-Ernst-Berendt-Ehrenpreis der Stadt Baden-Baden (Verleihung am 14. März 2012 in Baden-Baden im Rahmen des Mr. M’s Jazz Club Festivals)
- 2012: Hans Abich Preis
- 2016: Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München
- 2016: Ehrenpreis Deutscher Filmmusikpreis
- 2017: Echo Jazz – für sein Lebenswerk[19]
- 2018: Deutscher Musikautorenpreis[20]
- 2022: Ehrenauszeichnung für sein Lebenswerk der Deutschen Akademie für Fernsehen[21]
- 2023: Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst[22]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hans-Michael Bock: Klaus Doldinger – Musiker, Komponist. In: CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film, Lieferung 4, 1985.
- Rainer Landvogt: Der Liebenswürdige. Klaus Doldinger und seine Jazzrockgruppe Passport. Musik & Ästhetik 15. Jg., Heft 58 (2011). S. 116–120.
- Rainer Thieme: Klaus Doldinger. Kamprad, Altenburg 2011, ISBN 978-3-930550-81-4, mit Disko- und Filmographie, Inhaltsverzeichnis.
- Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 2: C – F. John Paddy Carstairs – Peter Fitz. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 413.
- Klaus Doldinger, Nicolas Doldinger und Torsten Groß: Made in Germany – Mein Leben für die Musik. Autobiografie, Piper, München 2022, ISBN 978-3-492-07124-6.
Filmporträt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- alpha-Forum. Klaus Doldinger im Gespräch mit Ursula Heller. Gespräch, Deutschland, 2002, 45 Min., Produktion: BR-alpha, Reihe: alpha-Forum, Jazz made in Germany, Erstsendung: 15. April 2002 bei BR-alpha, Gesprächstext vom BR.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- klaus-doldinger.com ( vom 19. Januar 2025 im Internet Archive) (Webarchiv 2025)
- Porträt (Deutsche Welle)
- Porträt bei laut.de
- Klaus Doldinger bei IMDb
- Klaus Doldinger bei Discogs
- WDR Rockpalast: Klaus Doldinger – Eine deutsche Musikerlegende auf YouTube, abgerufen am 28. Oktober 2025 (Dokumentation; Laufzeit: 1:29 h).
Gespräche
- Andreas Fasel: "Dem Nachwuchs fehlt die Power" In: Welt am Sonntag, 24. Juni 2001
- Franziska Buhre: „Jazz ist auch ein Teil unserer Kultur.“ In: Planet-Interview, 13. Dezember 2008
- Tim Caspar Boehme: „Für mich eröffnete sich eine neue Welt.“ In: Die Tageszeitung, 12. Mai 2011
- Hans-Jürgen Linke: Die Sinfonie vorm Tatort. In: Frankfurter Rundschau, 12. Mai 2011
- Wolfgang Sandner: Ist die „Tatort“-Melodie ein Fluch, Herr Doldinger? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16. Mai 2011
- Robert Eckert: Interview mit Klaus Doldinger, br-klassik 2016
- Michael Schleicher: „Hauptsache, wir können spielen, und die Band ist gut“ In: Frankfurter Rundschau, 9. Mai 2020
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Voller Name nach Hans-Michael Bock, Tim Bergfelder (Hrsg.): The Concise Cinegraph: Encyclopaedia of German Cinema. Berghahn Books, New York und Oxford 2009, S. 92–93 (Artikel: Klaus Doldinger), hier: S. 92 (books.google.de) sowie Klaus Doldinger Internationales Biographisches Archiv – Personen aktuell 40/2014 vom 30. September 2014 (re), ergänzt um Meldungen bis KW 42/2025, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).
- ↑ Klaus Doldinger: Made in Germany – Mein Leben für die Musik. Piper, München 2022, S. 23.
- ↑ Klaus Doldinger: Made in Germany, S. 13–15.
- ↑ Schulen. In: Vereinigung ehemaliger Schüler des Rethel- und Goethe-Gymnasiums e. V. Abgerufen am 12. Mai 2025.
- ↑ Andreas Fasel: "Dem Nachwuchs fehlt die Power". In: Die Welt. Abgerufen am 23. Oktober 2025.
- ↑ Klaus Doldinger: Made in Germany, S. 39.
- ↑ klaus-doldinger.de, aufgerufen am 23. Juli 2013, Angabe unter „Musiker – Klaus Doldinger“.
- ↑ Klebende Legenden: Die Pril-Blumen sind zurück. Archiviert vom am 27. Januar 2020; abgerufen am 17. Januar 2020., auf henkel.de.
- ↑ Abenteuer Airport. Archiviert vom am 27. September 2022; abgerufen am 5. Dezember 2020.
- ↑ André Maerz: Klaus Doldinger Tatort – live. 15. Januar 2017, abgerufen am 26. Oktober 2025.
- ↑ Klaus Doldingers Autobiografie – „Made in Germany“: „Ich habe es insgesamt schon ganz gut gemacht“. In: br-klassik.de. Bayerischer Rundfunk, 5. September 2022, abgerufen am 12. Mai 2025.
- ↑ Made in Germany von Klaus Doldinger, Nicolas Doldinger und Torsten Groß. In: piper.de. 18. Mai 2022, archiviert vom am 18. Mai 2022; abgerufen am 12. Mai 2025.
- ↑ Wolfgang Sandner, Zum Tod von Klaus Doldinger. Ein untrügliches Gespür für melodische Charakteristik, in: Frankfurt Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2025
- ↑ Hit-Bilanz, deutsche Chart-Singles auf CD-Rom, Taurus Press.
- ↑ Klaus Doldinger in den Schweizer Charts.
- ↑ Datenbank: BVMI. Abgerufen am 19. Oktober 2022.
- ↑ Der Verführer. Anmerkungen zu Goebbels. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 13. Januar 2021.
- ↑ Klaus Doldinger: Jazz-Musiker des Jahres im Hamburger Abendblatt Nr. 23, Seite 13 vom 28. Januar 1964.
- ↑ Klaus Doldinger bekommt Echo Jazz für Lebenswerk orf.at, 23. Mai 2017, abgerufen am 23. Mai 2017.
- ↑ Deutscher Musikautorenpreis für Klaus Doldinger, Deutschlandfunk Kultur vom 15. März 2018, abgerufen am 19. Juni 2018.
- ↑ Die Ehrenauszeichnung der Deutschen Akademie für Fernsehen geht 2022 an Klaus Doldinger. In: daff.tv. 10. November 2022, abgerufen am 4. Dezember 2022.
- ↑ Hinweis auf einen Termin von Ministerpräsident Dr. Markus Söder – Bayerisches Landesportal. Abgerufen am 31. Juli 2023.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Doldinger, Klaus |
| ALTERNATIVNAMEN | Doldinger, Klaus Erich Dieter (vollständiger Name); Nero, Paul (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Musiker, Komponist, Bandleader und Saxophonist |
| GEBURTSDATUM | 12. Mai 1936 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 16. Oktober 2025 |
| STERBEORT | Icking |
- Filmkomponist
- Jazz-Saxophonist
- Fusion-Musiker
- Komponist (Jazz)
- Komponist (Deutschland)
- Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse
- Träger des Bayerischen Verdienstordens
- Träger des Paul-Lincke-Ringes
- Echo-Pop-Preisträger
- Autobiografie
- Mitglied der Deutschen Filmakademie
- Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst
- Ehrenbürger in den Vereinigten Staaten
- Passport (Band)
- Person (Icking)
- Deutscher
- Geboren 1936
- Gestorben 2025
- Mann