Friedrich Alexander von Roëll

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Friedrich Alexander von Roëll (* 1676 in Dolberg; † 13. Dezember 1745 bei Meißen) war ein preußischer Generalleutnant und Chef des Dragonerregiments Nr. 7.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie stammt vermutlich aus dem Elsass und kam von dort in die Grafschaft Mark. Seine Eltern waren der Erbherr auf Dolberg Johann Jakob von Roëll († 21. Februar 1682) und dessen Ehefrau Marie, geborene von dem Brink[1] aus dem Haus Nierhoven[2]. Der Generalmajor Christoph Moritz von Roëll (1713–1797) war nach Priesdorff sein Sohn, nach Steinen aber sein Neffe. Der niederländische Theologe Hermann Alexander Roëll (1653–1718) hingegen soll sein Onkel gewesen sein.

Militärkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1695 trat Roëll als einfacher Reiter in preußische Dienste, kam in das Dragonerregiment „von Ansbach“ und kämpfte gegen die Türken in Ungarn. 1700 wurde er Korporal. Während des Spanischen Erbfolgekrieges kämpfte Roëll in den Schlachten von Oudenaarde und Malplaquet. Er wurde 1703 Wachtmeister im Dragonerregiment „Sonsfeld“, am 24. Januar 1704 Kornett sowie am 19. Dezember 1707 Leutnant. Aber am 6. Juni 1714 wurde er Rittmeister im Kürassierregiment „Lottum“. Roëll stieg weiter auf, wurde am 24. November 1721 Major und am 25. Mai 1725 Oberstleutnant. Am 19. Juni 1736 erhielt er das Kommando über das Regiment. In der Folge wurde er am 4. Januar 1738 zum Oberst, am 23. April 1743 zum Generalmajor und am 15. Juli 1745 zum Generalleutnant befördert.

Während des ersten Schlesischen Krieges kämpfte Roëll in der Schlacht bei Chotusitz. Dort fiel der Generalmajor Ernst Ferdinand von Werdeck, und er erhielt daraufhin im Mai 1742 dessen Stelle als Regimentschef. Im Zweiten Schlesischen Krieg fiel Roëll bei den Kämpfen um Meißen am 13. Dezember 1745. In einem Hohlweg war die Kolonne ins Stocken gekommen, feindliche Ulanen griffen die Kolonne an, dabei fiel der General.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Roëll war zwei Mal verheiratet. Seine erste Frau war Sophie Margarethe von Holwede. Seine zweite Frau wurde Eleonore Sophie von Welchhausen aus dem Hause Saltze.[3] Aus den Ehen gingen folgende Kinder hervor:

Nach dem Tod des Generalleutnants erhielt die Witwe eine Pension von 200 Taler vom König Friedrich II..

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern, Band 2, Lemgo 1755, Teil 12, S. 891 Abstammung
  2. Johann Dietrich von Steinen: Westphälische Geschichte mit vielen Kupfern, Band 4, Lemgo 1760, S. 265 Gut Nierhoven
  3. Nach Steinen: Wellinghausen; wahrscheinlich falsch