Fußballtrainer

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Fußballtrainer vor der Betreuerbank

Ein Fußballtrainer ist die Person, die eine Fußballmannschaft aufstellt, führt, ausbildet und leitet, ohne ihr selbst anzugehören.

Der Fußballtrainer wird oft von einem Trainerassistenten sowie einem Torwarttrainer unterstützt.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Trainerausbildung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) gliedert sich in diese Stufen:[1]

  • Teamleiter (Vorstufe zu den Lizenzen, teilweise in einigen Landesverbänden noch vorhanden, absolvieren eines sportartübergreifenden Grundlehrgangs (32 LE[2]) beim KSB/SSB Zugangsvoraussetzung zur Teamleiterausbildung, ähnlich dem Basiswissenlehrgang (30LE), der vor der C-Trainer Lizenz absolviert werden muss bei manchen Kreis- o. Stadtfußballverbänden)
  • 1. Lizenzstufe C-Trainer Lizenz (120 LE, ehemals C-Lizenz Breitensport seit 2004 für Trainer, für alle Mannschaften auf Kreisebene, auch UEFA Level Grassroots genannt)
  • 1. Lizenzstufe B-Trainer Lizenz (Eignungsprüfung, 140 LE, ehemals C-Lizenz Leistungsfußball; für Trainingsaufgaben in der 5. Liga und darunter, für alle Frauen-Mannschaften unterhalb der zweiten Bundesliga sowie für alle Junioren-Mannschaften unterhalb der Regionalliga, auch UEFA B-Level Lizenz genannt, man benötigt 10 Punkte für nächste Lizenzstufe und muss vorher eine 20 Stunden Hospitation an einem DFB Stützpunkt durchführen)
  • 2. Lizenzstufe DFB-Elite-Jugend Lizenz (Nachweis der erreichten Punktezahl durch entsprechenden Landesverband, schriftliche Bewerbungsbestätigung durch DFB, 160 LE, ehemals B-Lizenz Leistungsfußball für Trainingsaufgaben in der 5. Liga und darunter im Junioren-Fußball außer der A- und B-Juniorenbundesliga, für alle Frauen-Mannschaften unterhalb der zweiten Bundesliga, für Trainertätigkeiten in NLZ auch UEFA B-Level Lizenz genannt, man benötigt 9 Punkte um am Lehrgang der nächsten Lizenzstufe teilnehmen zu dürfen)
  • 3. Lizenzstufe A-Trainer Lizenz (Eignungsprüfung, 120 LE, ehemals A-Lizenz Leistungsfußball für Traineraufgaben im höheren Amateurbereich, für A- und B-Juniorenbundesliga, der Regionalliga Herren sowie für alle Frauen- und Junioren-Mannschaften, auch UEFA A-Level Lizenz genannt, man benötigt 10 Punkte um am Lehrgang der nächsten Lizenzstufe teilnehmen zu dürfen)
  • 4. Lizenzstufe Fußballlehrer (ca. 1800 LE, für hauptamtliche Aufgaben als DFB- oder Verbandssportlehrer, Aufgaben als Trainer von Bundesligen oder die Leitung eines Nachwuchsleistungszentrums eines Lizenzvereins, auch UEFA Pro-Level Lizenz genannt)

Die Ausbildung zum Fußballlehrer erfolgt an der Hennes-Weisweiler-Akademie des DFBs in Hennef, in Kooperation mit der Deutschen Sporthochschule Köln. Voraussetzung für die Zulassung zu einem Lehrgang ist in der Regel der Nachweis der praktischen Erfahrung als Spieler und ein bereits vorhandener Trainerschein der jeweils vorhergehenden Ausbildungsstufe (A-Trainer Lizenz).

Des Weiteren müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:

  • mindestens ein Jahr als verantwortlicher Seniorentrainer in der 4. Spielklasse (teilweise Landesliga oder Verbandsliga in den Landesverbänden) oder
  • mindestens ein Jahr als verantwortlicher Trainer einer A- oder B-Juniorenmannschaft in den Bundesligen oder
  • mindestens ein Jahr als verantwortlicher Trainer einer Mannschaft der Frauen-Bundesliga oder der 2. Frauen- Bundesliga
  • mindestens ein Jahr als Co-Trainer einer Mannschaft der Bundesliga oder der 2. Bundesliga oder der 3. Liga oder
  • mindestens ein Jahr als leitender DFB-Stützpunktkoordinator (Vollzeitkraft) gearbeitet haben.
  • Wurde eine solche Trainertätigkeit schon vor Erwerb der DFB-A-Lizenz ausgeübt, kann sie auf Antrag mit der Hälfte der Zeit angerechnet werden.
  • Zeugnis über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache (nur für Bewerber, deren Muttersprache nicht Deutsch ist)

Um an einen Lizenzlehrgang teilnehmen zu dürfen, bedarf es I. einer Eignungsprüfung ab dem B-Trainer Lizenzlehrgang (mit praktischen und theoretischen Teil sowie einem Bewerbungsgespräch beim jeweiligen Landesverband oder DFB), II. einem Nachweis der medizinischen Unbedenklichkeit, III. der Abgabe eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses, IV. eines gültigen EH-Kurs, V. eines unterschriebenen Ehrenkodexes des jeweiligen Landessportbundes, VI. den Nachweis einer Vereinszugehörigkeit und Trainertätigkeit, VII. ein gültiger Spielerpass, VII. ein sportlicher Lebenslauf und für den Fußballlehrer das letzte Schulzeugnis, ausgefüllte Vordrucke für Lebenslauf als Trainer als auch als Spieler für die Zulassung zum Lehrgang (dazu kommen noch Passbilder).

Für das erfolgreiche Absolvieren des Lehrgangs ist das Ablegen einer Lehrprobe, die Teilnahme (als Trainer oder Spieler) an einem Lehrgangsspiel, einer Theorieprüfung sowie ein Abschlussgespräch zur Lehrprobe (Übungsform und Spielform mit Konspekt) mit der Prüfungskommission und das Abhalten eines freien Vortrags nötig und eine Gesamtpunktzahl von fünf Notenpunkten erforderlich um zu bestehen.

Zumal man sich der gültigen DFB-Ausbildungsordnung, der Satzung und den Ordnungen des DFBs sowie seines zuständigen Landesverbandes unterwirft. Um die nächste Lizenzstufe bzw. Lehrgang absolvieren zu dürfen, muss man eine vorgegebene Gesamtpunktzahl erreichen.

Die jeweilige Trainerlizenz ist drei Jahre gültig und wird verlängert, soweit der Trainer die erforderlichen Fortbildungsveranstaltungen (20 Lerneinheiten) nachweist.[3]

Teils ist die Trainerausbildung für eine Förderung der Trainerstelle durch öffentliche Fördermittel notwendig, teilweise ist die Ausbildung auch für die Leitung einer Mannschaft vorgeschrieben. Am bekanntesten ist hier die Fußballlehrerausbildung, die für einen Trainer der 1., 2., und 3. Fußball-Bundesliga zwingend vorgeschrieben ist.

Ausbildung in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Die Ausbildung beim Österreichischen Fußball-Bund gliedert sich in fünf Stufen:

Stufe Dauer Sonstiges
Stufe 1

KindertrainerIn-Diplom

- 1 Ausbildungswoche 60 UE im Landesverband
- 6 Monate Praxis als Nachwuchstrainer bis U12
- Nachweis über eine sportliche Tätigkeit bei einem Verein eines Landesverbandes,

- ärztliches Attest über die sportliche Tauglichkeit (darf nicht älter als 6 Monate sein),

- Nachweis über den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses (Kurs darf nicht länger als 5 Jahre zurückliegen). Als Auffrischungskurs wird jegliche Fortbildung, unabhängig von der Länge, akzeptiert. Hat jemand noch keinen Erste-Hilfe-Kurs absolviert (auch nicht im Zuge des PKW Führerscheines), dann ist standardmäßig eine Erste-Hilfe-Ausbildung von 16 Stunden zu absolvieren,

- Strafregisterbescheinigung und Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge (darf jeweils nicht älter als 3 Monate sein). Bei Eintragung einer Verurteilung im Strafregister entscheidet der Landesverband je nach Art und Schwere des Vergehens über eine Aufnahme in den Kurs,

- Nachweis über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift,

- Einverständniserklärung der Eltern bei Minderjährigkeit (ab 16 Jahre)

- als Praxis ist der Nachweis der TrainerIntätigkeit in Form einer schriftlichen Dokumentation, die mindestens 15 Trainingseinheiten ausweisen muss, und einer Videodokumentation über eine Trainingseinheit festzuhalten (Abgabefrist: spätestens 18 Monate nach Kursende)

- Eignung TrainerInnentätigkeit bis U12

Stufe 2

JugendtrainerIn-Diplom

- 1 Ausbildungswoche

60 UE im Landesverband/BSPA

- 6 Monate Praxis als Assistenz oder Cheftrainer im Nachwuchs- oder unteren Erwachsenenbereich

- Voraussetzungen: Kindertrainerlizenz oder Abschluss Nachwuchsbetreuerlehrgang mit gültiger Ausbildungserlaubnis

- ärztliches Attest über die sportliche Tauglichkeit (darf nicht älter als 6 Monate sein),

- Strafregisterbescheinigung und Strafregisterbescheinigung Kinder- und Jugendfürsorge

- als Praxis ist der Nachweis der TrainerIntätigkeit in Form als Trainer oder Assistenztrainer im Jugendtraining (U13 bis U19) oder im Erwachsenentraining (7. und 8. Leistungsstufe) und einer anschließenden Prüfung abgeschlossen. Die Praxis als Trainer ist in einer schriftlichen Dokumentation, die mindestens 20 Trainingseinheiten ausweisen muss, und zwei Videodokumentationen über Trainingseinheiten festzuhalten (Abgabefrist: spätestens 18 Monate nach Kursende)

- Eignung TrainerInnentätigkeit bis 7. und 8. Liga

Stufe 3
UEFA-B-Diplom Alt / Neu
- 1 Ausbildungswoche

80 UE im Landesverband/BSPA

- 6 Monate Praxisnachweis als Assistenz oder Cheftrainer im Nachwuchs- oder mittleren Erwachsenenbereich

- Voraussetzung: positive Ablegen einer Eignungsprüfung & bestandenes Kindertrainerdiplom und Jugendtrainerdiplom oder Grundkurs für Torwarttrainer und nationales Torwarttrainerdiplom

- ärztliches Attest über die sportliche Tauglichkeit (darf nicht älter als 6 Monate sein),

- Nachweis über den Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses (Kurs darf nicht länger als 5 Jahre zurückliegen). Als Auffrischungskurs wird jegliche Fortbildung, unabhängig von der Länge, akzeptiert. Hat jemand noch keinen Erste-Hilfe-Kurs absolviert (auch nicht im Zuge des PKWFührerscheines), dann ist standardmäßig eine Erste-Hilfe-Ausbildung von 16 Stunden zu absolvieren,

- Strafregisterbescheinigung (darf nicht älter als 3 Monate sein). Bei Eintragung einer Verurteilung im Strafregister entscheidet der Landesverband je nach Art und Schwere des Vergehens über eine Aufnahme in den Kurs.

- Die UEFA-B-Diplomkurse werden mit einer 6-monatigen Praxis als hauptverantwortlicher Trainer oder Assistenztrainer im Jugendtraining (U13 bis U19) oder im Erwachsenentraining (5. Leistungsstufe und darunter) und einer anschließenden Prüfung abgeschlossen. Die Praxis als Trainer ist in einer schriftlichen Dokumentation, die mindestens 25 Trainingseinheiten ausweisen muss, und drei Videodokumentationen über Trainingseinheiten festzuhalten (Abgabefrist: spätestens 18 Monate nach Kursende).

- Nachweis über ausreichende deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift

- Eignung TrainerInnentätigkeit "alt" bis 4. Liga, "neu" bis 5. & 6. Liga, Frauen bis 2. Liga

Stufe 4
UEFA-A-Diplom

Alt / Neu

- 250 UE in der BSPA

- mindestens ein Jahr Praxis als hauptverantwortlicher Trainer

- Voraussetzungen: UEFA-B-Diplom Neu oder UEFA-B-Diplom ALT mit gültiger Ausbildungserlaubnis

- Nachweis über mindestens ein Jahr Praxis als hauptverantwortlicher Trainer mit UEFA-B Diplom oder UEFA-B-Diplom ALT vom Verein

- ärztliches Attest über die sportliche Tauglichkeit (darf nicht älter als 6 Monate sein),

- Strafregisterbescheinigung (darf nicht älter als 3 Monate sein). Bei Eintragung einer Verurteilung im Strafregister entscheidet die Direktion Sport je nach Art und Schwere des Vergehens über eine Aufnahme in den Kurs

- Eignung TrainerInnentätigkeit "alt" bis 2. Liga, "neu" bis 3. Liga, Frauen bis 1. Liga

Stufe 5
UEFA Pro Diplom
- 400 UE in der BSPA

- mindestens ein Jahr Praxis als hauptverantwortlicher Trainer

- Voraussetzungen: UEFA-A-Lizenz oder UEFA-A-Lizenz ALT mit gültiger Ausbildungserlaubnis

- Nachweis über mindestens ein Jahr Praxis als hauptverantwortlicher Trainer mit UEFA-ALizenz oder UEFA-A-Lizenz ALT

- ärztliches Attest über die sportliche Tauglichkeit (darf nicht älter als 6 Monate sein),

- Strafregisterbescheinigung (darf nicht älter als 3 Monate sein). Bei Eintragung einer Verurteilung im Strafregister entscheidet die Direktion Sport je nach Art und Schwere des Vergehens über eine Aufnahme in den Kurs

- Eignung TrainerInnentätigkeit 1. und 2. Liga

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Fußballtrainer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Qualifizierung: Ausbildungssystem für Trainer. dfb.de. 7. Januar 2015. Abgerufen am 3. April 2015.
  2. Jochen Breideband: So läuft das mit den Trainer-Lizenzen. In: DFB. Deutscher Fußball-Bund, 27. Januar 2017, abgerufen am 21. Juli 2019. LE steht für eine Lerneinheit à 45 Minuten
  3. Lizenzverlängerung. dfb.de. Abgerufen am 1. März 2016.