Fuchswiese bei Stettbach

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Fuchswiese bei Stettbach

Fuchswiese bei Stettbach

Lage südlich Ober-Beerbach, Landkreis Darmstadt-Dieburg, Hessen, Deutschland
Fläche ca. 3 ha
Kennung 1432029
WDPA-ID 555514018
Geographische Lage 49° 45′ N, 8° 40′ OKoordinaten: 49° 45′ 3″ N, 8° 40′ 19″ O
Fuchswiese bei Stettbach (Hessen)
Einrichtungsdatum 9. September 2010
Besonderheiten erweitert 24. August 2013
f6

Die Fuchswiese bei Stettbach ist ein Naturschutzgebiet in der Gemeinde Seeheim-Jugenheim, Gemarkung Ober-Beerbach in Südhessen. Es wurde am 9. September 2010 als Klein-Naturschutzgebiet durch den Landkreis Darmstadt-Dieburg mit einer Fläche von 1,6 Hektar ausgewiesen.[1] Mit Verordnung vom 24. August 2013 wurde das Schutzgebiet auf etwa 3 Hektar erweitert.[2]

Das Naturschutzgebiet Fuchswiese liegt nordwestlich vom Ortsteil Stettbach. Schutzgrund ist der Erhalt der Feuchtwiesen, insbesondere als Lebensraum für die in ihrem Bestand gefährdeten Schmetterlingsarten Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling und Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling.

Diese Ameisen-Bläulinge nutzen zur Eiablage und auch als Raupenfutterpflanze zunächst den Großen Wiesenknopf. Im Herbst werden die jungen Raupen von Knotenameisen, deren Duft sie imitieren, in deren Ameisennester gebracht. Sie ernähren sich von der Ameisenbrut, bis sie sich im Frühjahr am Nestausgang verpuppen und im Juni als Falter schlüpfen. Um die Entwicklung der Bläulinge nicht zu gefährden, dürfen die Wiesen vom 1. Juni bis zum 31. August nicht gemäht werden. Ab Oktober ist eine Nachbeweidung der Flächen möglich.[3]

Die Fuchswiese ist eine artenreiche Feuchtwiese, unter anderem kommt die Wespenspinne vor.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Naturschutzgebiete. Landkreis Darmstadt-Dieburg, ladadi.de, abgerufen am 6. Juli 2020.
  2. Verordnung über das Naturschutzgebiet „Fuchswiese bei Stettbach“ vom 9. September 2010, und 1. Verordnung zur Änderung der Verordnung über das Naturschutzgebiet „Fuchswiese bei Stettbach“ vom 24. August 2013. (PDF) Landkreis Darmstadt-Dieburg, natureg.hessen.de, abgerufen am 6. Juli 2020.
  3. a b Horst Bathon, Georg Wittenberger: Die Naturdenkmale des Landkreises Darmstadt-Dieburg mit Biotop-Touren. 2. erweiterte und vollständig überarbeitete Auflage. In: Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg – Untere Naturschutzbehörde, Darmstadt (Hrsg.): Schriftenreihe Landkreis Darmstadt-Dieburg. 2016, ISBN 978-3-00-050136-4. S. 179–182.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]