Göhrenz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Göhrenz
Koordinaten: 51° 17′ 34″ N, 12° 14′ 44″ O
Höhe: 119 m ü. NN
Fläche: 58,27 km²
Einwohner: 822
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1994
Postleitzahl: 04420
Vorwahl: 034205
Kulkwitzer See bei Göhrenz
Holländermühle

Göhrenz ist eine Ortschaft der Stadt Markranstädt im Landkreis Leipzig in Sachsen. Die Ortschaft Göhrenz besteht aus den Ortsteilen Göhrenz und Albersdorf.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Göhrenz liegt am Südufer des Kulkwitzer Sees westlich von Leipzig und südöstlich von Markranstädt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Göhrenz-Albersdorf

Die erste Erwähnung des Ortes fand mit einer Urkunde von 1551 statt, in der erklärt wird, dass Göhrenz ab sofort zum hochstift-merseburgischen Amt Lützen gehören wird. Ab 1764 war es wie Albersdorf dem kursächsischen Kreisamt Leipzig zugehörig.[1] Sie lagen bis 1815 an dessen Westgrenze. Nachdem durch den Wiener Kongress der Westteil des Amts Lützen an Preußen abgetreten wurde, blieb der Ostteil bei Sachsen und wurde dem Kreisamt Leipzig angegliedert, sodass Göhrenz und Albersdorf nicht mehr am Rand des Amts lagen. 1856 kamen beide Orte zum Gerichtsamt Markranstädt und 1875 zur Amtshauptmannschaft Leipzig.

1897 wurde die Bahnstrecke Leipzig-Plagwitz–Pörsten mit dem Bahnhof Göhrenz-Albersdorf eröffnet. Der Betrieb wurde im Jahr 1999 eingestellt; jetzt verläuft der asphaltierte Elster-Saale-Radweg auf dem ehemaligen Bahndamm bis zum Ortsanfang von Lützen.

Am 1. Juli 1950 wurde Albersdorf nach Göhrenz eingemeindet.[2] 1952, mit der Aufteilung Sachsens in Bezirke, fiel seine Zugehörigkeit wieder zu Leipzig und seit 1994 gehörte Göhrenz zum Landkreis Leipziger Land. Am 1. März 1994 wurde Göhrenz in die Stadt Markranstädt eingemeindet.[3] Im Zuge der Zusammenschlüsse und Neubildung vieler Kreise wurde der gesamte Landkreis Leipziger Land 2008 in den neuen Landkreis Leipzig eingegliedert. In Göhrenz liegt eine Fabrik, die den Strom für den Leipziger Stadtteil Grünau und für die Kleinstadt Markranstädt erzeugt.

Ortsnamenformen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1428 1483 1518 1578 1590 1971
veränderter Name im
Laufe von Jahren
Gorenc Korentz Korencz Gerintz Gorentz Göhrenz

Die Grundherrschaft über Göhrenz hatte 1551 das Rittergut Großzschocher, 1764 das Rittergut Knauthain.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Anzahl
1834 101
1871 147
1925 280
1939 289
1946 373
1950 654
1964 467
1990 287
2010 890

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • In Göhrenz ist der Göhrenzer Heimatverein zu finden. Alljährlich veranstaltet dieser ein Osterfeuer und ein Dorffest.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Göhrenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas 1790, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0;S. 60 f.
  2. Albersdorf auf gov.genealogy.net
  3. Göhrenz auf gov.genealogy.net