Günther Rothe

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Günther Rothe (* 20. Januar 1947 in Lützen) ist ein deutscher Musiker, Maler, Designer und Ausstellungsmacher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Abschluss der Schule und einer musikalischen Ausbildung in Leipzig war Günther Rothe ab 1967 als Berufsmusiker unterwegs. Ende der achtziger Jahre wendete er sich verstärkt der bildenden Kunst zu. Er war privater Schüler von Professor Heinz Wagner (1925–2003), Leiter der Fachklasse Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Parallel dazu entdeckte er das Design als ein reiches Feld der Selbsterprobung. Er entwarf eine Möbelserie und andere Gebrauchsgüter von hoher Funktionalität. Die Zuschreibung, Erfinder zu sein, weist er von sich: „Ich schärfe lediglich den Blick für Dinge die zusammengehören und führe sie logisch zusammen.“

Zur Eröffnung des Einkaufszentrums Promenaden Hauptbahnhof Leipzig (1998) holte er die Großinstallation „Luminator“ von Jean Tinguely, Enfant Terrible der Schweizer Kunstszene, nach Leipzig. Internationale Aufmerksamkeit erfährt Rothe als Anreger und Kurator von Ausstellung-en, wie beim Projekt „Das Ich-Universum“ (Berlin 2007), für die er die verschiedensten Künstler gewinnen kann. Jeder von ihnen stellt sich der künstlerischen Vermessung dieser Zeitschiene auf unverwechselbare visuelle Art. Diese Ausstellung läuft mit den unterschiedlichsten Künstlern bis zum heutigen Tag an den verschiedensten internationalen Standorten.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Volkskunstschule Leipzig, Vorläufer der Musikschule „Johann Sebastian Bach“, eröffnet 1963 eine Spezialklasse für Jazz und Tanzmusik. In diesem Jahr begann Rothe hier seine musikalische Entwicklung. Seine Lehrer waren neben anderen, der Pianist Arthur Schmidt-Elsey, die Gitarren-Legende Thomas Bohé und der Musiker Wolfgang Günther. 1967–1969 spielte Rothe in unterschiedlichen Formationen als Gitarrist. 1969 wechselt er zum Tanz- und Schauorchester Rostock, das er ab 1973 leitet.1984 gründet er Willys Showband. Konzerte und Tourneen führten ihn quer durch Europa. Als Regisseur gestaltete er Veranstaltungen und Shows mit bekannten nationalen und internationalen Künstlern.

Malerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inspiriert sind sie durch den englischen Maler William Turner (1775–1851), mit dem Rothe den leidenschaftlichen Willen zu Präzision teilt. Turner wie Rothe verbindet die Intention, malend einen Zugang zur Bildlichkeit der Natur zu öffnen wie denselben zur Natur eines Bildes. Nicht reale Gefilde sind es, die Rothe komponiert. Seelandschaften formt er, aus Erfahrungen, Stimmungen und dem Unbewussten genährt, zu Seelen-landschaften. Kraftvoll verdichtet, sind sie in sich geschlossen, ohne hermetisch verschlossen zu sein.

Der Maler Werner Tübke (1929–2004), prägnanter Vertreter der Leipziger Schule, bescheinigte Rothe „eine eigene künstlerische Sprache gefunden“ zu haben. Während Tübke, mit dem er in den neunziger Jahren gemeinsam ausstellt, für Rothe vor allem Anreger war, betrachtete er Heinz Wagner als prägenden Lehrer, Freund und Mentor.

Rothe verweigert sich der Einordnung. Er grenzt sich bewusst ab von jener ausgangs der DDR apostrophierten Leipziger Schule. Rothe ist der konsequente Bildarbeiter im Stillen. Ein Perfektionist, der kaum mit dem Pinsel, häufiger mit der Spachteltechnik, vorzugsweise aber mit den Fingern Farben aufträgt. Durch das Einmassieren der Farben in den Bilduntergrund mit dem Daumen erreicht er das Besondere. Dank dieses Zusammenspiels erzeugt er Homogenität und Intensität, Tiefe und Transluzenz. Das erzeugt den Wiedererkennungseffekt seiner Werke.

Plastik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 1,8 Millionen Jahre alte Schädel eines Java Hominiden, den das Senckenberg-Naturmuseum Frankfurt am Main verwahrt, inspirierte Rothe zu einem international erfolgreichen Ausstellungsprojekt. Er entwickelte das Konzept einer Wanderausstellung, in die er wechselnden internationale Künstler einbezieht. Er gewinnt Maler, Grafiker und Bildhauer, die sich wie er zum „ICH-Universum“, zu existenziellen Fragen der Menschheitsgeschichte und des Weltenlaufs, in Beziehung setzen. Premiere ist 2007 in Berlin in den Arkaden des Potsdamer Platz, täglich werden bis zu 20.000 Besucher gezählt. In Leipzig ist die Schau 2010 zu sehen. Das Projekt wird bis zum heutigen Tag mit neuen Künstlern, neuen Werken, neuen Sichten fortgesetzt. Rothe setzte sich dafür ein, dem unbekannten Werk des Künstlers Erwin Miserre (Horst Meier, 1925–2016) eine Öffentlichkeit zu geben. Als Herausgeber des Buches „Schutzraum der Heimlichkeit“ (2016) stellt er das Werk Miserres vor. Zudem berät er die Kunstgießerei Lauchhammer beim Guss von Plastiken des Künstlers, da er über Jahre in Panitzsch bei Leipzig eine Kunstgießerei betrieb, besitzt er das Fachwissen dafür.

Design[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Form folgt Funktion. Ein Satz, der für Rothe Ultima Ratio ist. Umso mehr, als dass er ihn häufig verletzt sieht. In den neunziger Jahren wendete sich Rothe u. a. Dem Design von Uhren zu. Partner sind unter anderem Gardé in Ruhla sowie die Schweizer Marke Saint Blaise. Entwürfe von Mobiliar, unter der Marke „optimento“ zu einer Serie gediehen, folgt diesem Credo. Der Multifunktionsschuhschrank, Teil der Serie, wurde auf der Designers Open 2017 in Leipzig ein Blickfang. Nach seinen Entwürfen fertigte er Prototypen. Sie sind Grundlage dafür, um Unternehmen für eine Serienfertigung zu gewinnen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das ICH-Universum – Harmonie der Kontraste, Berlin 2007, Leipzig 2010 (Ausstellung)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]