Thomas Buhé

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Thomas Buhe (undatiert)

Thomas Buhé (* 26. September 1920 in Berlin; † 14. September 2015 in Leipzig [1]) war ein deutscher Jazzgitarrist, Autor und Pädagoge.

Thomas Buhé gilt als Vater der Jazzgitarrenausbildung der DDR. Er war Dozent an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar und in Leipzig und entwickelte die ersten Lehrpläne für E-Gitarre in der DDR. Zu seinen Studenten zählen viele bedeutende Gitarristen der ostdeutschen Musikszene, darunter z. B. Joe Sachse. Zahlreiche Publikationen zur Jazzgitarre wurden von ihm zwischen 1954 und 1993 verfasst und gelten als Standardwerke der ostdeutschen Gitarrenliteratur. Als Musiker war er in verschiedenen Orchestern und Ensembles sowie im Rundfunk aktiv. Seine Erlebnisse während des Dritten Reiches und in der DDR hielt er in seiner Autobiographie „Mein Kaleidoskop“ fest. Thomas Buhé war der Sohn des deutschen Malers und Grafikers Walter Buhe und der jüngere Bruder von Klaus Buhé.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1954: Vier Duette für Plektrumgitarre.Harth.
  • 1964–1968: Folge von Gitarrebearbeitungen Pop und Jazz. Lied der Zeit.
  • 1967: Chantille, Gitarrensätze zu „neuen“ Liedern. Hofmeister.
  • 1963: Schule für Plektrumgitarre. Deutscher Verlag für Musik.
  • 1970: Rhythmisch-stilistische Studien für Jazzgitarre. Deutscher Verlag für Musik.
  • 1974: Guitar A La Carte. 8 moderne Soli für Plektrumgitarre. Deutscher Verlag für Musik. Neuauflage: Bärenreiter, 1987.
  • 1976: mit Vladimir Hora: Die Bassgitarre. 4 Bände. Prag. DWM
  • 1980: All mein' Gedanken. Begleitsätze und Spielanleitung für 280 deutsche Volkslieder zur Gitarre. Edition Peters.
  • 1982: Die Beatles. Biographie von Gottfried Schmiedel. 25 Transkriptionen für Gitarrengruppe. Edition Peters.
  • 1984–1988: mit Vladimir Iliew: Die Plektrumgitarre. Kompendium für Lehrende und Lernende. 3 Bände. Deutscher Verlag für Musik.
  • 1986: Brasilianische Skizzen für Gitarre. Pro Musica.
  • 1993: Gitarrensätze für das Gltarrenbuch zum Ev. Gesangbuch.
  • 2004: Mein Kaleidoskop. Autobiografie. Revidiert 2007.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jürgen B. Wolff: Ich war ja immer ein Selfmademan. Thomas Buhé – der „Vater der Jazzgitarren-Ausbildung“. In: Leipziger Blätter. Heft 63, Seite 74. Kulturstiftung Leipzig 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige. In: Leipziger Volkszeitung, 19. September 2015. Abgerufen am 19. September 2015.