Günther von Krosigk

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Günther von Krosigk (* 13. September 1860 in Treptow an der Rega; † 16. Juni 1938 in Brumby) war ein deutscher Marineoffizier, zuletzt Admiral im Ersten Weltkrieg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Günther von Krosigk war der älteste Sohn des preußischen Generalleutnants Rudolf von Krosigk (1817–1874) und dessen Ehefrau Antoinette, geborene von Krosigk (1821–1866). Als sein Vater starb, war Krosigk keine 14 Jahre alt.

Am 14. Mai 1896 heiratete Krosigk in Destedt Marie, geborene von Veltheim (* 1875). Ihre gemeinsamen Söhne Rudolf (* 1897), Fritz (* 1901) und Günther (* 1904) traten in den Militärdienst ein oder wurden Landwirt.

Militärkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Krosigk trat im April 1877 in die Kaiserliche Marine ein. 1905 wurde er als Kapitän zur See Abteilungsleiter im Marinekabinett. Von 1911 bis 1912 war er als Konteradmiral Chef des Ostasiengeschwaders. Anschließend wurde er Direktor des Allgemeinen Marinedepartements im Reichsmarineamt. Vom 1. April 1914 bis zum 1. Januar 1919 war Krosigk als Chef der Marinestation der Nordsee und als Gouverneur der Befestigungen des Reichskriegshafens Wilhelmshaven eingesetzt. Am 22. März 1915 erfolgte seine Beförderung zum Admiral.

Während der Novemberrevolution verhandelte Krosigk mit den meuternden Matrosen unter Bernhard Kuhnt. Am 8. Januar 1919 wurde Krosigk in den Ruhestand verabschiedet und verbrachte seinen Lebensabend in Brumby.[1]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dermot Bradley (Hrsg.), Hans H. Hildebrand, Ernest Henriot: Deutschlands Admirale 1849–1945. Die militärischen Werdegänge der See-, Ingenieur-, Sanitäts-, Waffen- und Verwaltungsoffiziere im Admiralsrang. Band 2: H–O. Biblio Verlag. Osnabrück 1989, ISBN 3-7648-1499-3, S. 315–316.
  • Gotha, Reihe A, 40 (1941), S. 243–244.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wilhelmshavener Heimatlexikon. Zweiter Band. Wilhelmshaven 1987. S. 103.
  2. a b c d e f g h i j Marine-Kabinett (Hrsg.): Rangliste der Kaiserlich Deutschen Marine für das Jahr 1918. Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1918, S. 6.