Gabriel de Avilés

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Gabriel de Avilés

Gabriel de Avilés Itúrbide y del Fierro, Zweiter Marquis von Avilés (* 1735 in Barcelona; † 19. September 1810 in Valparaíso, Chile) war ein spanischer Offizier und Kolonialverwalter in Südamerika.

Biographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon in jungen Jahren trat Avilés der spanischen Armee bei und wurde 1768 als Ausbilder für Kavallerierekruten nach Chile geschickt. Nach zweijährigem Aufenthalt in Arauco wurde er nach Peru berufen, um dort als Unterinspekteur der Armee zu arbeiten. Er heiratete dort Mercedes del Risco y Ciudad, die in Peru einen sehr guten Ruf genoss.

1780 führte José Gabriel Condorcanqui eine Rebellion an, die bald das ganze Vizekönigreich hätte erschüttern können. Nach anfänglichen Erfolgen der Aufständischen wurde Avilés, nun im Rang eines Obersts, nach Cusco geschickt, um die Stadt halten zu können. Einen Tag vor Beginn der Belagerung traf Avilés in Cusco ein. Die Situation in der Stadt gestaltete sich als denkbar schwierig für die Spanier: 60.000 Mann standen ihnen außerhalb der Stadtmauern gegenüber und man musste befürchten, dass die Indianer innerhalb der Stadtmauern ebenfalls zu den Waffen greifen könnten.

Wappen von Gabriel de Avilés, VII Vizekönig des Río de la Plata.[1]

Doch der Plan Avilés' erwies sich als gut: José Gabriel Condorcanqui war gezwungen, die Belagerung aufzuheben und sich zurückzuziehen, außerdem wurde ihm vom Vizekönig eine 22.000 Mann starke Armee aufgehetzt.

Als Dank für das erfolgreiche Einmischen in diese Rebellion wurde Alivés 1785 mit dem Amt des Gouverneurs von Callao gewürdigt.

1795 kehrte er nach Chile zurück und verhalf dort Ambrosio O’Higgins zurück in sein Amt in Peru. Er wurde im September 1795 selber zum Gouverneur von Chile ernannt und begann die Hauptstadt Santiago zu modernisieren. Er errichtete Brücken, ließ Straßen pflastern und die Stadt erhielt ein öffentliche Beleuchtung. Er bereiste das Land und startete auch dort in vielen Städten den Bau von Kirchen und öffentlichen Einrichtungen.

Aber schon im Oktober 1796 wurde er Gouverneur von Río de la Plata in Buenos Aires. Dort blieb er bis 1801, als er zum Vizekönig von Peru ernannt wurde. Seine dortige Amtszeit endete 1806. Er blieb noch in Lima und wollte 1810 nach Spanien zurückkehren. Auf der Rückreise verstarb er in Valparaíso.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gonzalo Demaría / Diego Molina de Castro: Historia Genealógica de los Virreyes del Río de la Plata. Junta Sabatina de Especialidades Históricas, Buenos Aires 2001, ISBN 987-1042-01-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gabriel de Avilés y del Fierro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Demaría/Molina de Castro: Historia Genealógica de los Virreyes del Río de la Plata. 2001, S. 231.
Vorgänger Amt Nachfolger
Antonio de Olaguer y Feliú Vizekönig des Río de la Plata
1799–1801
Joaquín del Pino Sánchez de Rojas
Manuel Arredondo y Pelegrín Vizekönig von Peru
1801–1806
José Fernando Abascal y Sousa