Gao Kao

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Auf dem roten Banner wird den 18 besten Absolventen einer lokalen Schule gratuliert.

Das Gao Kao (chinesisch 高考, Pinyin Audio-Datei / Hörbeispiel gāo kǎo?/i ‚Hoher Test‘, Abkürzung von 普通高等学校招生全国统一考试, Nationales Examen zur Hochschul-Matrikulation) bezeichnet die Abschlussprüfung im chinesischen Schulsystem, die einen Eintritt in das Studium ermöglicht. Diese Prüfung ist die Abschlussprüfung der zwölfjährigen Schulbildung und somit vergleichbar mit dem Abitur in Deutschland. Während der Prüfungszeiten werden die Städte, in denen sich ein Prüfungszentrum befindet, in eine Art Ausnahmezustand versetzt, um den Prüflingen absolute Ruhe für ihre Abschlussprüfung zu gewährleisten. So werden nachts Bauarbeiten eingestellt, um sicherzustellen, dass die Prüflinge ruhig schlafen können. Am Tag sind in den Städten viele Polizisten verteilt, welche die im Stau steckenden Schüler zu ihren Prüfungszentren bringen.

Die Prüfung gilt als anspruchvoll, weshalb der im Juli liegende Prüfungszeitraum auch als „schwarzer Juli“ bezeichnet wird.[1][2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hanne Seelmann-Holzmann (2006): Der rote Drache ist kein Schmusetier. Strategien für langfristen Erfolg in China. München, Redline-Verlag, ISBN 978-3-636-01343-9. Seite 126.
  2. Georg Blume: Ausnahmezustand in China. taz.de. 7. Juli 2001. Abgerufen am 16. November 2016: „[...] wegen der psychischen Belastungen hat die Periode die Bezeichnung >Schwarzer Juli< erhalten.“