Gemeinschaft Emmanuel

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Neue Ikone der Gemeinschaft Emmanuel

Die Gemeinschaft Emmanuel (franz. Communauté de l'Emmanuel) hat sich im Jahre 1976 aus einer 1972 von Pierre Goursat und Martine Catta (geb. Laffitte) gegründeten Gebetsgruppe der Katholischen Charismatischen Erneuerung gebildet.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Kirchenrecht ist die Gemeinschaft eine öffentliche internationale Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechts.[1] Ihr gehören Fraun, Männer und Ehepaare sowie Priester und gottgeweihte Schwestern und Brüder an. Ihr Ziel ist es, den von Gott an alle gerichteten Ruf zur Heiligkeit zu beantworten. Dies geschieht besonders durch eine Haltung der Anbetung, des Mitleidens und der Evangelisierung, wodurch die Mitglieder im täglichen Leben verwirklichen wollen, was der Name „Emmanuel“ („Gott mit uns“) bedeutet.

Im Jahre 2017 umfasst die Gemeinschaft ungefähr 100.000 Mitglieder in 60 Ländern.[1] Unter ihnen befinden sich ca. 240 Priester, um die 100 Seminaristen und ca. 200 gottgeweihte Brüder und Schwestern. Sie ist Mitglied im Katholischen Verbund der charismatischen Bundesgemeinschaften und -Vereinigungen. Sie untersteht der vatikanischen Behörde für Laien, Familie und das Leben.

Zum 1. Januar 2018 wurde eine eigene Klerikergemeinschaft vom Vatikan autorisiert, nach dem Diakone und Priester damit direkt in die Gemeinschaft inkardiniert werden können.[1]

Evangelisation und Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Gemeinschaft Emmanuel werden von Bischöfen auch Pfarreien anvertraut, anfänglich in Frankreich, später auch in anderen Ländern. In Deutschland gibt es solche Pfarreien in Nürnberg, Münster und München. Die Seelsorge wird dabei normalerweise von mindestens zwei Priestern wahrgenommen, die durch Geschwister der Gemeinschaft (Ehepaare, Jugendliche und ehelos lebende Schwestern und Brüder) unterstützt werden.
  • FidesCo ist eine 1980 von der Gemeinschaft Emmanuel gegründete Hilfsorganisation.
  • Die Gemeinschaft veranstaltet jedes Jahr Jugendtreffen, so zum Beispiel das Forum des Jeunes in Paray-le-Monial, Frankreich, oder das Internationale Forum in Altötting.
  • Die Gemeinschaft unterhält vier Evangelisationsschulen, in denen junge Menschen für neun Monate eine Ausbildung in Theologie, Spiritualität und Evangelisation erhalten. Die Schulen sind in Paray-le-Monial, Rom, Altötting und Manila. Außerdem gibt es in Wien ein Studienkolleg, in dem Studenten aller Studienrichtungen gemeinsam leben und das einem geistlichen Programm folgt.
  • Jedes Jahr führt die Gemeinschaft mehrere einwöchige Pfarrmissionen in Deutschland und Österreich durch, im Mai 2009 organisierte sie die Stadtmission Regensburg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Statuten der Gemeinschaft Emmanuel, Éditions de l'emmanuel, Paris, 1999, ISBN 2-911036-84-0
  • Feuer der Hoffnung: Pierre Goursat, Gründer der Gemeinschaft Emmanuel, Bernard Peyrous und Hervé-Marie Catta, Vier-Türme-Verlag, Münsterschwarzach, 1997, ISBN 3-87868-581-5
  • Worte wie Feuer, Hrsg. Martine Catta,Éditions de l'emmanuel, Paris, 2013, ISBN 978-2-35389-164-1
  • MISSION POSSIBLE Das Handbuch für die neue Evangelisation, Otto Neubauer, Sankt Ulrich Verlag, 2013, ISBN 978-3-86744-157-5

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Emmanuel Community – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c „Vatikan errichtet neue Klerikergemeinschaft“ auf katholisch.de vom 30.08.2017