Gemma Pörzgen

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Gemma Pörzgen (2014)

Gemma Pörzgen (* 1962) ist eine deutsche Journalistin, Auslandskorrespondentin und Autorin mit den Themenschwerpunkten Osteuropa und Medienpolitik. Sie gehört dem Vorstand von Reporter ohne Grenzen an.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemma Pörzgen wuchs in Moskau und Bonn auf. Seit 2006 lebt sie als freie Journalistin und Autorin in Berlin.

Sie studierte Politikwissenschaften, Slawistik und Osteuropäische Geschichte in München. Während des Studiums war sie freie Mitarbeiterin beim SWF in Paris sowie in Südafrika bei Financial Mail und der als progressiv geltenden englischsprachigen Zeitung Natal Witness, in der während der Apartheid auch schwarze Journalisten, teilweise in isiZulu schrieben.[1] 1989 schloss sie ihr Studium mit einer Magisterarbeit über „Sowjetische Außenpolitik gegenüber Südafrika“ ab.[2] Sie absolvierte ein Volontariat bei der Frankfurter Rundschau und war anschließend von 1993 bis 1997 Nachrichtenredakteurin der FR mit dem Schwerpunkt Osteuropa, ab 1997 freie Journalistin auch für die Wiener Zeitung in Hamburg und Zagreb. Als Südosteuropa-Korrespondentin mit Sitz in Belgrad war sie für die Frankfurter Rundschau, Stuttgarter Zeitung und den Tagesspiegel u.a. tätig.[3] Nach der Geburt von zwei Töchtern arbeitete sie als Nahost-Korrespondentin für die FR und die Stuttgarter Zeitung in Israel und den Palästinensergebieten.[4] Sie publiziert seit 2008 in der wissenschaftlichen Zeitschrift Osteuropa[5] sowie seit 2010 im Magazin Ostpol, das vom Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung herausgegeben wird.

1994 war Gemma Pörzgen Gründungsmitglied der deutschen Sektion von Reporter ohne Grenzen. Bis 1999 war sie Vorstandsmitglied und wurde 2009 wieder in den Vorstand gewählt. Von 2010 bis 2013 war sie Medienberaterin der Uzbekistan Press Freedom Group in Berlin.[6] Sie gründete die Berliner Regionalgruppe des Verbands freier Journalisten Freischreiber.[7]

Gemma Pörzgen ist die Tochter des Journalisten Hermann Pörzgen und der Redakteurin Marie Theresa Pörzgen (geb. Körner).[8] Für ein Buchprojekt über ihren Vater Ein Leben in Moskau erhielt sie 2011 das „Grenzgänger“-Stipendium der Robert-Bosch-Stiftung sowie 2015 das Milena-Jesenska-Forschungsstipendium. Gemma Pörzgens Großeltern Heinrich Körner und Therese Körner gehörten dem Widerstand der Christlichen Gewerkschaften gegen die NS-Diktatur an.[9]

Stipendien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monografie

Aufsätze und Buchbeiträge (Auswahl)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemma Pörzgen: Journalismus als persönliches Risiko, Reporter ohne Grenzen
  2. Gemma Pörzgen: Die sowjetische Außenpolitik gegenüber Südafrika in den achtziger Jahren. Historische Grundlagen und aktuelle Entwicklungen, München 1989 (sowiport)
  3. Gemma Pörzgen im Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung
  4. Reporter ohne Grenzen e.V.: Gemma Pörzgen - Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit. In: Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit. Abgerufen am 20. April 2016.
  5. Aufsätze von Gemma Pörzgen in der Zeitschrift Osteuropa
  6. Gemma Pörzgen in: Ostpol. Das Osteuropa-Magazin
  7. Berlin – Freischreiber. In: www.freischreiber.de. Abgerufen am 20. April 2016.
  8. Von Stadtmüttern, Ratsfrauen und Emanzen. In: Kölner Stadt-Anzeiger. Abgerufen am 25. April 2016.
  9. Heinrich Körner. In: www.rheinische-geschichte.lvr.de. Abgerufen am 25. April 2016.
  10. Gemma Pörzgen, Milena Jesenská Visiting Fellow (September – November 2015), iwm.at
  11. africabib.org