Gerd Uhlig

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Gerd Uhlig (* 13. Februar 1927) ist ein ehemaliger deutscher Polizeioffizier. Er war Generalleutnant und Stellvertreter des Chefs der Deutschen Volkspolizei.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg schloss sich Uhlig der SED an und wurde am 1. Januar 1947 Angehöriger der Deutschen Volkspolizei (DVP). Er begann seinen Dienst bei der Schutzpolizei und schlug die Offizierslaufbahn ein. Von 1954 bis 1959 war er Stellvertreter des Chefs der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei (BDVP) Cottbus. Von 1959 bis 1967 war er als Oberst der VP Chef der BDVP Dresden (Nachfolger von Heinrich Hertel) und Mitglied der SED-Bezirksleitung Dresden. Der Vorsitzende des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, Walter Ulbricht, ernannte ihn am 3. Juli 1967 zum Generalmajor und Stellvertreter des Chefs der DVP.[1] Als solcher war er für die Schutz- und die Kriminalpolizei zuständig und Leiter der zentralen Arbeitsgruppe „Sicherheit im Straßenverkehr“.

Uhlig wurde als Leiter des Einsatzes der Schutzpolizei für die Panne beim Erfurter Treffen von Willi Stoph und Willy Brandt im März 1970 auf dem Bahnhofsplatz vor dem Tagungshotel verantwortlich gemacht und im November 1970 von seiner Funktion als Stellvertreter des Chefs der DVP entbunden.[2]

Im Januar 1974 wurde er erneut Stellvertreter des Chefs der DVP und war kurzzeitig als Nachfolger von Ewald Eichhorn Leiter der Politischen Verwaltung im Ministerium des Innern der DDR (MdI).[3] Anschließend war er weiter als General im Ministerium des Innern tätig, zuletzt als Leiter des Büros des Ministers. Am 27. Juni 1988 wurde er vom Vorsitzenden des Nationalen Verteidigungsrates der DDR, Erich Honecker, zum Generalleutnant befördert.[4]

Uhlig lebt in Wildau.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günther Buch: Namen und Daten wichtiger Personen der DDR, 3. Auflage, Dietz Berlin (West)/Bonn 1982, ISBN 3-8012-0081-7, S. 323.
  • Armin Wagner:Walter Ulbricht und die geheime Sicherheitspolitik der SED: Der Nationale Verteidigungsrat der DDR und seine Vorgeschichte (1953-1971), Christoph Links Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-86153-280-8, S. 228.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Neues Deutschland, 7. Juli 1967, S. 2.
  2. Walter Ulbricht und die geheime Sicherheitspolitik der SED (Google Books).
  3. Junge Welt, 6. Februar 1974, S. 2 und Neues Deutschland, 4. Mai 1974, S. 5.
  4. Neues Deutschland, 28. Juni 1988, S. 1.
  5. Gratulation zum 80. Geburtstag in ISORaktuell Nr.2/2007