Gerhard Hennige

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Gerhard Hennige (* 23. September 1940 in Karlsruhe) ist ein ehemaliger deutscher Leichtathlet und Olympiamedaillengewinner, der von 1966 bis 1971 zu den weltbesten 400-Meter-Hürdenläufern gehörte.

Bei den Olympischen Spielen 1968 in Mexiko-Stadt gewann er zwei Medaillen für die Bundesrepublik: In seiner Spezialdisziplin wurde er Zweiter in 49,0 s und mit der 4-mal-400-Meter-Staffel wurde er Dritter (zusammen mit Helmar Müller, Manfred Kinder und Martin Jellinghaus/Gerhard Hennige als zweiter Läufer).

Dafür wurde er am 27. November 1968 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[1]

Auch bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1969 gewann er mit der Staffel der Bundesrepublik die Bronzemedaille (zusammen mit Horst-Rüdiger Schlöske, Ingo Röper und Martin Jellinghaus/Gerhard Hennige als dritter Läufer).

Deutscher Meister über die 400 m Hürden wurde Hennige nie, allerdings viermal hintereinander Vizemeister (1967, 1968, 1969 und 1970). Dafür erlangte er dreimal den Meistertitel mit der 4 × 400 m-Staffel (1967, 1968 und 1969).

Aufgewachsen ist Hennige in Aulendorf in Baden-Württemberg, wo er bei der SG Aulendorf mit der Leichtathletik begann. Er startete dann für den Karlsruher SC, danach für den ASV Köln, für Bayer 04 Leverkusen und ab 1969 für den ASC Darmstadt. Bei einer Körpergröße von 1,89 m betrug sein Wettkampfgewicht 82 kg.

Bis 2004 war der Diplom-Sportlehrer danach als hauptamtliche Lehrkraft am Hochschulsportzentrum der TU Darmstadt tätig. Daneben betreute er Ende der 1990er Jahre als Konditionstrainer den Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sportbericht des Bundesregierung vom 29. September 1973 an den Bundestag - Drucksache 7/1040 - Seite 66

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]