Getz/Gilberto

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Getz/Gilberto
Studioalbum von Stan Getz, João Gilberto
Veröffentlichung März 1964
Aufnahme 18.19. März 1963
Label Verve Records
Format LP, CD, MC, SACD, BD
Genre Bossa Nova, Latin Jazz
Anzahl der Titel 8 / 10
Laufzeit 39:21

Besetzung

Produktion Creed Taylor
Studio A&R Studios, New York City
Chronologie
Getz/Gilberto Getz/Gilberto Vol. 2
(1964)

Getz/Gilberto ist ein 1964 veröffentlichtes Jazz-Album von Stan Getz und João Gilberto mit Antônio Carlos Jobim am Piano.

Das Album[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Platte spielt Stan Getz, der schon 1962 auf dem Album Jazz Samba Bossa-Nova-Stücke interpretiert hatte, mit zwei Begründern dieses Stils, dem Sänger und Gitarristen João Gilberto sowie dem Pianisten Antônio Carlos Jobim, aus dessen Feder die meisten Kompositionen stammen. Es wurde eines der meistverkauften Alben aller Zeiten. Die Sängerin Astrud Gilberto, die bei den Stücken The Girl from Ipanema und Corcovado sang, erlangte dadurch Weltruhm. Interessanterweise hat Produzent Creed Taylor die Aufnahme aus unbekannten Gründen über ein Jahr liegenlassen, bevor er das Album veröffentlichte.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle Bewertung
Allmusic [1]
Laut.de [2]

Der Erfolg des Albums markiert einen Höhepunkt der Bossa-Nova-Welle in den USA; der Stil wurde gerade durch Getz/Gilberto auch in Europa und der übrigen Welt sehr populär. Die LP gewann 1965 sowohl den Grammy Award für das „Beste Album des Jahres“, den für das „Beste Jazz Instrumental Album“ als auch den Grammy für die „Beste technische Aufnahme“ (Toningenieur: Phil Ramone). Die Single-Version von „The Girl from Ipanema“ gewann den Grammy für die „Single des Jahres“.

Die Musikzeitschrift Jazzwise nahm das Album in die Liste The 100 Jazz Albums That Shook the World auf; Keith Shadwick schrieb:

“This is perhaps the coolest, most definitively etched marriage of melody and latin rhythm ever achieved, and it was achieved by the towering genius of Tom Jobim’s tunes and spare piano accompaniment, Gilberto’s uniquely intimate voice and guitar, a rhythm section that breathes life and colour, all of it topped by the supreme melodist, Stan Getz. All that plus Joao’s wife Astrud as a last minute show stealer and you have a classic on your Hands.”

„Dies ist vielleicht die coolste, definitiv einprägsamste Verbindung von Melodie und Latin-Rhythmen überhaupt, und es wurde erreicht durch das überragende Genie von Tom Jobims Melodien und sparsamer Klavierbegleitung, Gilbertos einzigartig intimen Gesang und Gitarrenspiel, einer Rhythmusgruppe, die das Leben und die Farbe atmet, all das gekrönt durch den obersten Melodiker, Stan Getz. Das und Joao´s Ehefrau Astrud als Last Minute-Showdieb, und Sie haben einen Klassiker in Ihren Händen.“

Keith Sandwick.[3]

Das Magazin Rolling Stone wählte das Album 2013 in seiner Liste Die 100 besten Jazz-Alben auf Platz 22.[4] In der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten des Magazins belegt es Platz 447.[5] Pitchfork Media führt Getz/Gilberto auf Platz 103 der 200 besten Alben der 1960er Jahre.[6] The Girl from Ipanema wählte die Website auf Platz 63 der 200 besten Songs des Jahrzehnts.[7]

2001 wurde Getz/Gilberto in die Latin Grammy Hall of Fame aufgenommen.

Titelliste[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Aufnahmen fanden am 18. und 19. März 1963 statt.

Seite A:

  1. The Girl from Ipanema (Jobim, Vinícius de Moraes, Norman Gimbel) – 5:24
  2. Doralice (Dorival Caymmi, Antonio Almeida) – 2:46
  3. Para Machucar Meu Coração (Ary Barroso) – 5:05
  4. Desafinado (Jobim, Newton Mendonça) – 4:15

Seite B:

  1. Corcovado (Jobim, Gene Lees) – 4:16
  2. Só Danço Samba (Jobim, Moraes) – 3:45
  3. O Grande Amor (Jobim, Moraes) – 5:27
  4. Vivo Sonhando (Jobim) – 3:04

Bonustracks (CD):

  1. The Girl from Ipanema (Jobim, Moraes, Gimbel) – 2:54
  2. Corcovado (Jobim, Lees) – 2:20

Bei den beiden Bonustracks handelt es sich um die Single-Versionen, die auf der LP nicht enthalten waren und erst auf der 1997 erschienenen CD als Bonusmaterial veröffentlicht wurden. Die CD führt Tommy Williams als Bassisten auf. Andere Quellen nennen Sebastião Neto (siehe Quellen). Auf der CD wird außerdem Dori Caymmi, der Sohn von Dorival Caymmi, als Komponist von Doralice genannt. Richtig ist jedoch Dorival Caymmi[8].

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Review von Steve Huey auf AllMusic.com (abgerufen am 7. Februar 2018)
  2. Review von Ulf Kubanke auf laut.de (abgerufen am 7. Februar 2018)
  3. The 100 Jazz Albums That Shook The World
  4. Rolling Stone: Die 100 besten Jazz-Alben. Abgerufen am 16. November 2016.
  5. 500 Greatest Albums of All Time auf rollingstone.com (abgerufen am 7. Februar 2018)
  6. The 200 Best Albums of the 1960s auf pitchfork.com (abgerufen am 7. Februar 2018)
  7. The 200 Best Songs of the 1960s auf pitchfork.com (abgerufen am 7. Februar 2018)
  8. Biografische Daten von Dorival Caymmi