Gewaltfreie Intervention

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Als gewaltfreie Intervention wird entgegen der humanitären Intervention das aktive gewaltlose Eingreifen von externen unparteiischen Dritten in einen gewaltförmigen Konflikt verstanden. Des Weiteren kann der Ausdruck auch eine Klasse von Methoden für die gewaltfreie Aktion beschreiben.

Intervention von Drittparteien[Bearbeiten]

Die Intervention durch Drittparteien, auch als ziviles Peacekeeping bezeichnet, erfolgt entgegen der humanitären Intervention durch nichtstaatliche Akteure. Diese setzten dabei auf gewaltfreie Methoden wie schützende Begleitung (Accompaniment), gewaltfreies Dazwischentreten (Interpositioning), Monitoring und schützende Präsenz (Presence).[1] Die Intervention erfolgt dabei auf Einladung ziviler im Konfliktgebiet befindlicher Akteure.[2] Beispiele für gesellschaftliche Akteure sind Peace Brigades International oder Nonviolent Peaceforce.

Klasse von Methoden[Bearbeiten]

Gene Sharp und danach weitere wie Theodor Ebert klassifizieren bestimmte gewaltfreie Methoden unter den Begriff der gewaltfreien Intervention. Diese zeichnen sich, etwa entgegen dem Protest, durch direkte Konfrontation mit dem Konfliktgegenüber aus. Sharp unterteilt 40 verschiedene Methoden in psychologische, physische, soziale, ökonomische und politische Kategorien. Beispiele dafür sind Sit-ins, die Überlastung von administrativen Systemen oder Fasten.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. [1] Definition von Nonviolent Peaceforce
  2. Vgl. Akademie für Konflikttransformation, Gewaltfreie Intervention durch eine Drittpartei, Bonn: Forum Ziviler Friedensdienst, 2005.
  3. Vgl. Gene Sharp, Waging Nonviolent Struggle, Boston: Extending Horizon Books, 2005, S. 62ff.