Giovane Scuola

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Giovane Scuola (ital. „Junge Schule“) wird eine Gruppe italienischer Komponisten um 1900 herum genannt, die zur Hauptsache Opern schrieben.

Sie folgten auf Giuseppe Verdi, der lange Jahre die italienische Oper beherrscht hatte, orientierten sich aber mehr an französischen (Jules Massenet) oder deutschen (Richard Wagner) Vorbildern. Einige standen der Verismo-Bewegung nahe, die international als Erneuerung der italienischen Oper wahrgenommen wurde. Der Verismus in der Literatur gab der Oper wertvolle Impulse, vor allem in Bezug auf die Librettogestaltung, Dramaturgie und Stoffwahl.

Zur Giovane Scuola werden die Komponisten Francesco Cilea, Alberto Franchetti, Umberto Giordano (Siberia, 1903), Ruggero Leoncavallo, Pietro Mascagni und Giacomo Puccini gerechnet. Auch der etwas jüngere Lorenzo Perosi, der vorwiegend geistliche Musik komponierte, wird dazu gezählt.

Die Giovane Scuola als erneuernde Strömung in der italienischen Musik wird vor dem Ersten Weltkrieg von der Generazione dell’Ottanta abgelöst, die sich nur noch am Rande der Oper widmete (während Puccini nach wie vor erfolgreich war) und zu der die Komponisten Ildebrando Pizzetti, Gian Francesco Malipiero, Ottorino Respighi und Alfredo Casella gehören.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Rubens Tedeschi: Addio, fiorito asil: il melodramma italiano da Rossini al verismo, Edizione studio tesi, Pordenone 1992, S. 53ff. ISBN 88-7692-342-X