Giovanni Visconti (Erzbischof)

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Giovanni Visconti, anonymer Stich des 18. Jahrhunderts
Grab.

Giovanni Visconti (* 1290 in Mailand; † 5. Oktober 1354 ebenda) aus der Familie Visconti war ein jüngerer Sohn des Matteo I. Visconti, des Herrn über Mailand, und als solcher für den Dienst in der katholischen Kirche vorgesehen.

Er wurde bereits 1329 durch den Gegenpapst Nikolaus V. zum Kardinal erhoben, söhnte sich aber noch Ende 1329 mit Papst Johannes XXII. aus und trat daher wieder von seinem hohen geistlichen Amt zurück. 1331 wurde er Bischof und Signore von Novara, sodann 1342 Erzbischof von Mailand und folgte seinem Bruder Luchino Visconti 1349 auch in der weltlichen Herrschaft über die Stadt. 1353 wurde er darüber hinaus noch zum Dogen von Genua gewählt.

Giovanni war einer der bemerkenswerten Charaktere seiner Zeit. Er unterstützte Francesco Petrarca, dehnte die Herrschaft der Visconti über Bologna aus (1350), widersetzte sich Papst Clemens VI. (regierte 1342–1352) und annektierte Genua (1353); bei seinem Tod hatte er die Herrschaft seiner Familie über ganz Norditalien außer Piemont, Verona, Mantua, Ferrara und Venedig ausgedehnt. Die Visconti der Zeit des Erzbischofs Giovanni waren keine Rivalen der della Torre mehr, auch nicht abhängig von kaiserlichen Launen, sondern echte souveräne Herrscher mit der anerkannten Macht über Mailand und seine Umgebung. Der Staat wurde bei Giovannis Tod unter den drei Söhnen Stefano Viscontis, Matteo II., Galeazzo II. und Bernabò, aufgeteilt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Giovanni Visconti (Erzbischof) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Luchino Visconti Stadtherr von Mailand
1349–1354
Bernabò Visconti
Aicardo da Intimiano Erzbischof von Mailand
1342–1354
Roberto Visconti