Girolamo Pamphilj

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Girolamo Pamphilj, auch Pamphili oder Pamfili (* 1544 in Rom; † 11. August 1610 ebenda) war ein Kardinal der Römischen Kirche. Er entstammte der italienischen Adelsfamilie Pamphilj, die eng mit der römischen Kurie verbunden war.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater war Pamphilio Pamphilj, der mit Orazia Mattei verheiratet war. Zu seinen engsten Freunden zählte Filippo Neri. Über seine priesterliche Ausbildung und seinen kirchlichen Werdegang liegen keine Erkenntnisse vor. Girolamo Pamphilj studierte Rechtswissenschaften und trat in die Dienste des Kardinals Pietro Aldobrandini ein. Papst Gregor XIII. (1572–1585) ernannte ihn zum Auditor und später zum Dekan der Rota Romana, des höchsten päpstlichen Gerichtshofs.

Auf dem Konsistorium vom 6. Juni 1604 erhielt er den Kardinalshut und wurde Kardinalpriester der Titelkirche San Biagio dell’Anello. Er nahm an den beiden Konklaven von 1605 teil, auf denen Leo XI. und später Paul V. gewählt wurde. Von 1605 bis 1610 war er Kardinalvikar von Rom. Er starb am 11. August 1610 und wurde in der römischen Titelkirche Santa Maria in Vallicella beigesetzt.

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