Google Meet

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Google Meet

Logo meet 128px.png
Basisdaten

Entwickler Google Corp
Erscheinungsjahr 2017
Betriebssystem Windows, macOS, Linux, Android, iOS
Kategorie IP-Telefonie, Instant Messaging, Peer-to-Peer
deutschsprachig ja
meet.google.com

Google Meet ist ein von Google entwickelter Videokommunikationsdienst.

Er ist einer von zwei Diensten, welche die bisherige Version von Google Hangouts ersetzen, der andere ist Google Chat.[1]

Nachdem im Februar 2017 eine iOS-App nur auf Einladung und in aller Stille veröffentlicht wurde, startete Google Meet offiziell im März 2017. Der Dienst wurde als eine Videokonferenz-App für bis zu 30 Teilnehmer vorgestellt, die als unternehmensfreundliche Version von Hangouts beschrieben wurde. Zum Start verfügte er über eine Webanwendung, eine Android-Anwendung und eine iOS-Anwendung.

Am 29. April 2020 kündigte Google an Google Meet kostenlos allen Nutzern ab Mai zur Verfügung zu stellen.[2] In der kostenlosen Version sollen Videokonferenzen ab September 2020 auf eine Länge von 60 Minuten begrenzt werden – in der Annahme, dass die aufgrund der Coronavirus-Pandemie gestiegene Notwendigkeit von Videobesprechungen dann gesunken sein werde. Von Januar des Jahres 2020 bis April gab es einen Anstieg in der täglichen Nutzung von Meet um ein dreißigfaches. Im März fanden jeden Tag drei Milliarden Minuten an Videokonferenzen über Meet statt und kamen drei Millionen neue Nutzer täglich hinzu. Ende April überschritt die Anzahl von täglichen Videokonferenz-Teilnehmern die 100 Millionen-Marke.[2]

Zu den Funktionen gehören:

  • Bis zu 16 Teilnehmer pro Aufruf mit Bild[3] und bis zu 100 Teilnehmer ohne Bild für Benutzer der kostenlosen Version, bis zu 150 für Benutzer der G Suite Business und bis zu 250 für Benutzer der G Suite Enterprise[4]
  • Möglichkeit, an Meetings über das Web oder über die Android- oder iOS-App teilzunehmen
  • Möglichkeit, mit einer Einwahlnummer in Besprechungen anzurufen
  • Passwortgeschützte Einwahlnummern für Benutzer der G Suite Enterprise Edition
  • Integration mit Google Calendar für Besprechungsanrufe mit einem Mausklick
  • Screen-Sharing zur Präsentation von Dokumenten, Tabellenkalkulationen oder Präsentationen
  • Verschlüsselte Anrufe zwischen allen Benutzern
  • KI-generierte Untertitelung in Echtzeit
  • für freie Benutzer sind Sitzungen (nach September 2020) auf 60 Minuten beschränkt

Alle Teilnehmer müssen über ein Google-Konto verfügen.

Während Google Meet die oben genannten Funktionen einführte, um die ursprüngliche Hangouts-Anwendung zu aktualisieren, wurden einige Standardfunktionen von Hangouts überarbeitet, darunter die gleichzeitige Anzeige der Teilnehmer und des Chats.

Google Meet ist eine standardbasierte Videokonferenzanwendung, die proprietäre Protokolle für die Video-, Audio- und Datentranskodierung verwendet. Google ist eine Partnerschaft mit Pexip eingegangen, um die Interoperabilität zwischen dem Google-Protokoll und den standardbasierten SIP/H.323-Protokollen zu gewährleisten und die Kommunikation zwischen Meet und anderen Videokonferenzgeräten und -software zu ermöglichen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meet the new Hangouts. 9. März 2017, abgerufen am 30. April 2020 (englisch).
  2. a b Premium Videokonferenzen mit Google Meet jetzt für alle kostenlos verfügbar. 9. März 2017, abgerufen am 30. April 2020.
  3. heise online: Google Meet bekommt neue und verbesserte Funktionen. Abgerufen am 30. April 2020.
  4. Upgrade auf G Suite Business ausführen. In: support.google.com. Google, 2020, abgerufen am 15. Mai 2020.