Grabmal Herzog Wilhelms von Jülich-Kleve-Berg

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Das Grabmal des Herzogs Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg in der Düsseldorfer Lambertuskirche ist ein Kunstwerk in „Stilformen der italienischen Hochrenaissance nach dem durch Andrea Sansovino festgestelltem Schema des Triumphbogens“. Das Kunstwerk wird den Meistern Gilles de Rivière und Niccolo Pippi von Arras oder Gerhard Scheben aus Köln zugeschrieben. Es liegt in der Mitte des Chorumgangs der Hallenkirche.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über einem Unterbau, vor dem der Herrscher als Greis vollplastisch auf einem Sarkophag liegend dargestellt ist, erhebt sich das in antiken Architekturformen symmetrisch aufgebaute und mit Skulpturen reich ausgestaltete Grabdenkmal. Vier korinthische Säulen sind vorgestellt und tragen das Gebälk des Giebelaufsatzes in zwei Geschossen. Gekrönt wird das Denkmal von weiblichen Figuren, Engeln und von dem auferstehenden Christus. Im Halbrund des Triumphbogens befindet sich ein Relief, das das Jüngste Gericht darstellt. In den Nebennischen sind die Figuren der vier Kardinaltugenden dargestellt: die Klugheit mit der Schlange, die Gerechtigkeit als Justitia mit Waage und Schwert, die Tapferkeit mit einer gebrochenen Säule und die Mäßigung mit zwei Gefäßen. Zum Grabdenkmal führt eine Treppe hinauf. Auf ihr stehen, symmetrisch gestaffelt, sechs Löwen, die Wappenschilde von sechs Territorien des Herrschers halten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]