Großer Treppelsee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Großer Treppelsee
Kleine Bucht Grosser Treppelsee.jpg
an der B 246 zwischen Bremsdorf und Dammendorf
Geographische Lage Deutschland, Brandenburg
Zuflüsse Planfließ, Schlaube
Abfluss Schlaube
Daten
Koordinaten 52° 8′ 43″ N, 14° 27′ 10″ OKoordinaten: 52° 8′ 43″ N, 14° 27′ 10″ O
Großer Treppelsee (Brandenburg)
Großer Treppelsee
Fläche 71 ha
Länge 2,37 km
Breite 550 m
Volumen 1.600.000 m³
Maximale Tiefe 5,55 m

Besonderheiten

bis 1979 Intensivgewässer für die Karpfenzucht

Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-SEEBREITEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-VOLUMENVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MAX-TIEFE

Der Große Treppelsee ist ein von Schlaube und Planfließ gespeister See südlich von Müllrose und östlich von Beeskow bei Dammendorf in Brandenburg. Umgangssprachlich wird er auch Großer Treppelnsee genannt.

Das Einzugsgebiet des Sees ist 58,4 km² groß und erstreckt sich fast ausschließlich in östlicher Richtung. Er ist ein beliebtes Angelgewässer und liegt im Naturpark Schlaubetal. Zum Stillen Treppelsee besteht eine Verbindung über das Planfließ, welches mit dem Graben vom Treppelsee verbunden ist.

Namensdeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Gewässernamen liegt ein mehrdeutiges altsorbisches Hydronym Trebule zugrunde, daher ist die eigentliche Bedeutung im Dunkeln, jedoch kann man die Sprachvariationen belegen: 1316 Trebelyn maior et minor = Großer und Kleiner Trebelyn, um 1416 an dem Trebul, 1700 Trebal See, oder 1700 beym Kleinen See.

Es wäre jedoch naheliegend, auf den alten Namen der Schlaube zurückzuführen, die Übersetzung der Urkunde von 1249 ad lacum altiorem trebule = zum oberen See der Trebula (Schlaube). Dann könnte der Name auf trebiti = reinigen, roden, den Wald lichten zurückgehen. Was die Häufung dieses Wortstammes in der Region erklären ließe, da man nicht nur den drei Treppelseen begegnet, sorbisch trępļzē, sondern auch dem Ort Treppeln.[1]

Wie sehr die Deutungen auseinandergehen, zeigt sich an dem wendischen trébule von tróba = Notdurft bzw. trébasch = bedürfen, welches für eine armselige Gegend im Namen stehen kann.[2]

Fischerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1979 intensiv genutzt, wurden im See bis 1989 extensiv Graskarpfen, Silberkarpfen und Marmorkarpfen produziert. Die derzeitige Nutzung erstreckt sich auf den Besatz mit Jungfischen, Fischerei findet vor allem am Planfließ statt.[3] So gibt es vor allem Bestände von Aal, Barsch, Hecht, Karpfen, Schleien, Wels und Zander. Das Angeln ist unter besonderer Berücksichtigung der Schutzbestimmungen des Naturparks Schlaubetal gestattet.[4]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als ruhiger Waldsee beliebt, wird das Südostufer vom Campingverein Großer Treppelsee e.V. genutzt, dort findet sich eine unbewachte Badestelle am Zeltplatz. Ganz in der Nähe liegt Bremsdorf.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zeitschrift Lětopis Instituta za serbski ludospyt: rěč a literatura, Band 20–21, Institut für Sorbische Volksforschung in Bautzen, V Budyšinje Domowina, 1973, S. 185, 186, 192
  2. Alexander Buttmann: Die deutschen Ortsnamen mit besonderer Berücksichtigung der ursprünglich Wendischen in der Mittelmark und Niederlausitz, F. Dümmler, Berlin 1856, S. 102
  3. Brigitte Nixdorf, Mike Hemm u. a.: Dokumentation von Zustand und Entwicklung der wichtigsten Seen Deutschlands, Teil 5, Brandenburg, Umweltforschungsplan des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Abschlussbericht F&E Vorhaben FKZ 299 24 274, im Auftrag des Umweltbundesamtes am Lehrstuhl Gewässerschutz der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, 2004, S. 41 ff (PDF)
  4. Verordnung über das Naturschutzgebiet „Schlaubetal“ Stand: 10. April 2002