Großglattbach

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Wappen

Großglattbach ist seit 1975 ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Mühlacker im Enzkreis, Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Großglattbach liegt in der ungefähr ostwärts ziehenden Talmulde des Glattbachs an dessen Unterlauf; neuere Siedlungen liegen an den beiden Talhängen. Der Bach hat weiter oberhalb oft keinen Durchfluss und wird am westlichen Gemarkungsrand von der Quelle Hummelbrunnen gespeist, nordwärts dessen sich ein größeres Waldgebiet erstreckt. Nicht viel unterhalb des Dorfes mündet er von rechts in den danach ebenfalls ostwärts und durch Aurich fließenden Kreuzbach.

Benachbarte Dörfer sind Mühlhausen an der Enz im Norden (zu Mühlacker); Roßwag im Nordosten, Aurich im Osten (beide zu Vaihingen); Sonnenberg im Ostsüdosten (zu Eberdingen); Iptingen im Süden, Serres im Südsüdwesten und Pinache im Westsüdwesten (alle drei zu Wiernsheim); sowie Lomersheim im Nordwesten (wieder zu Mühlacker).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort besteht schon in der Regierungszeit Karls des Großen. Der Name des Dorfes tritt in der Form Glatebach das erste Mal in einer Urkunde des Klosters Lorsch im Jahr 782 auf. In späterer Zeit war Großglattbach vor allem Kreuzungspunkt vieler Straßen, auf denen Waren von verschiedenen Klöstern transportiert wurden.

Der Glattbach trieb die Mühle im Forellenweg an. Auch wurde früher das Wasser des Baches, wegen seiner guten Qualität, in Flaschen abgefüllt und vermarktet.

Die ehemals selbständige Gemeinde Großglattbach gehörte zum Oberamt Vaihingen. 1934 wurde es umbenannt in Kreis Vaihingen. Bei der Kreisreform 1938 blieb die Gemeinde bei diesem Landkreis. Im Zuge der Gemeindereform wurde Großglattbach entgegen dem Ausgang eines Bürgerentscheids am 1. Januar 1975 nach Mühlacker eingemeindet.[1]

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Großglattbach gibt es ein Rathaus, die Kirchen St. Markus und St. Peter. Die Gemeinde besitzt eine funktionierende Vereinsstruktur.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 490.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 55′ N, 8° 54′ O