Wachtelweizen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wachtelweizen
Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)

Wiesen-Wachtelweizen (Melampyrum pratense)

Systematik
Kerneudikotyledonen
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae)
Gattung: Wachtelweizen
Wissenschaftlicher Name
Melampyrum
L.

Die Gattung Wachtelweizen (Melampyrum) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae).

Der botanische Name leitet sich vom Acker-Wachtelweizen (M. arvense) ab. Früher konnte es durch Verunreinigung mit Wachtelweizensamen zu Mehlvergiftungen und zur Schwarzfärbung des Brots kommen (griech. melas „schwarz“, pyros „Weizen“).

Die Deutung des deutschen Namens bezieht sich auf die vermeintliche Vorliebe der Wachteln für die Samen der Pflanzen.

Alle Arten der Gattung sind Halbschmarotzer.

Giftigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanzen der Gattung sind durch das Glykosid Aucubin giftig.

Arten (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense)
Hain-Wachtelweizen (Melampyrum nemorosum)
Kamm-Wachtelweizen (Melampyrum cristatum)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Christian Weber: Parasitismus von Blütenpflanzen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, ISBN 3-534-10529-X
  • Hans Christian Weber: Schmarotzer: Pflanzen, die von anderen leben. Belser, Stuttgart 1978, ISBN 3-7630-1834-4
  • Károly Rezsö Soó von Bere, David Allardice Webb: Melampyrum L. In: Thomas Gaskell Tutin u.a.: Flora Europaea, Band 3, S. 253–257. Cambridge University Press. 1972. ISBN 0-521-08489-X

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wachtelweizen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien