Guenter Mokulys

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Guenter Mokulys führt den von ihm entwickelten Trick tucknee-spacewalk am Madison Square Garden in New York City vor.

Guenter Mokulys (* 30. Oktober 1963 in Bonn, Deutschland) ist ein deutscher Skateboarder. Er ist 11-facher Freestyle-Skateboarding-Weltmeister. Außerdem nahm er an über 100 Wettbewerben weltweit teil und ist daran gemessen einer der erfolgreichsten Skateboarder überhaupt.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mokulys ist in Dortmund aufgewachsen. Derzeit lebt er in Berlin. Im Alter von 18 Jahren begann Mokulys mit dem Skateboarden. Es folgten tägliches, bis zu neunstündiges Training und ein Umzug nach Münster. Sein Trainingsplatz dort war einer der ersten Outdoor-Skateparks in Deutschland.

1984 und 1985 war er Teil eines Trainingslagers mit Trainern und Skateboardern wie Rodney Mullen, Tony Hawk, Mike McGill, Lance Mountain und Per Welinder im schwedischen Täby. Motiviert durch diese Erfahrung beschloss Mokulys, noch mehr Zeit mit dem Skateboard zu verbringen.

Nach drei Jahren Training gewann Mokulys 1986 die Amateur-Weltmeisterschaft im Freestyle-Skateboarding bei der "Transworld Skateboarding Championship" in Kanada sowie die Münster Monster Mastership in Münster.[1]

1987 kam er als Profi-Skateboarder in Titus Dittmanns Titus-Skates-Team unter Vertrag. Es folgten bis 1992 europaweit ca. 50 weitere Wettbewerbe und Show-Auftritte.

Mokulys beschloss, die ersten deutschsprachigen Lehrbücher über Skateboarding zu schreiben. Anfänglich belächelt, wurden seine von 1987 bis 1994 geschriebenen sechs Bücher Erfolge.

1991 gewann Mokulys die Profi-Weltmeisterschaft in Münster in Deutschland. Ab 1994 war Skateboarding dann in den USA und Europa in einen Tiefpunkt gerutscht: Es gab so gut wie keine Wettbewerbe mehr, daher hörte Mokulys mit dem Skateboarding auf. Im Jahr 2002 in Köln kam er zurück zum Skateboarding. Nach einem Jahr Training gewann Mokulys die Weltmeisterschaft 2003 in Würzburg. Weitere 50 Wettbewerbe weltweit folgten.

2004 und 2007 schrieb er erneut Bücher über Skateboarding und gründete dafür den eigenen Sir-Marshall-Verlag.

Es folgten weltweite Showauftritte seit 2009: Mit einem Freund und Skateboard-Straßenkünstler, Eddie Hawk, gründet Mokulys die Skateboardmasters, welche auf der Bühne, im Varieté und im TV Erfolge feiern konnten, zum Beispiel 2013 Die große Chance[2], 2014 Got to Dance und 2016 Sag die Wahrheit[3].

Mit 53 Jahren zählt Mokulys unverändert zu den weltbesten Freestyle-Skateboardern und absolviert weltweit Wettbewerbe[4] und Showauftritte und erntet von seinen Mitstreitern besonders durch seine routinierten, meist fehlerfreien Läufe Respekt und Anerkennung.

Im Freestyle Skateboarding hält er mit 51 Jahren zudem den Rekord als ältester Champion[5] einer Weltmeisterschaft beim The World Freestyle Round-Up 2015 in Vancouver.

Zuletzt gewann er den Big Rio Freestyle Contest im Januar 2017 in Rio de Janeiro, Brasilien.[6]

Nebenher betreibt er außerdem einen Online-Skateboard-Shop, unter dem er auch seinen eigene Marke Marshall-Skateboarding[7] vertreibt.

Guenter Mokulys gilt als einer der erfolgreichsten Skateboarder Europas.

Spitznamen von ihm sind Der mit dem Skateboard tanzt und The German Smile.

Gewonnene Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Weltmeisterschaft Ort Foto
1986 Transworld-Championship Vancouver, Kanada 1
1991 World-Championship Münster, Deutschland 2
2003 World-Championship Würzburg, Deutschland 3
2004 World-Championship Pasadena, Vereinigte Staaten 4
2005 World-Championship São Paulo, Brasilien 5
2006 World-Championship Birmingham, Vereinigtes Königreich 6
2008 World-Championship São Paulo, Brasilien 7
2009 World-Championship Tokio, Japan 8
2010 World-Championship Philadelphia, Vereinigte Staaten 9
2013 World-Round-Up Vancouver, Kanada 10
2015 World-Round-Up Vancouver, Kanada 11

Entwickelte Tricks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984: Whirl-Trick
  • 1985: 1,1/2 Fingerflip to 50/50
  • 1985: One Armed Handstand-Rollen-Flip to 50/50
  • 1986: The San Francisco Flip
  • 1987: Impossible to Truck
  • 1987: Bonebreaker
  • 1987: Flip-Flap
  • 1988: Handstand Flip to Nohand-Casper
  • 1988: Tucknee-Spacewalk
  • 1989: Railflip 1,1/4 to Pogo
  • 1989: Incredible-Backside
  • 1990: Ollie Frontside 180° Fingerflip
  • 2014: Tucknee-Backwards
  • 2017: Tucknee-Backwards to Tucknee-Spacewalk

Zusammenstellung seiner Skateboards[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1983: Cryptonics 7.3" Freestyle Deck, Tracker Achsen, 54mm Freestyle Wheels
  • 1984: Rodney Mullen 7.2" Freestyle Deck, Tracker Achsen, 56mm Powell Freestyle Wheels
  • 1986: Per Welinder 7.2" Freestyle Deck, Tracker Achsen, 56mm Powell Freestyle Wheels
  • 1987: Guenter Mokulys 7.6" Freestyle Deck, Tracker Achsen, 56mm Powell Freestyle Wheels
  • 2002: Rodney Mullen 7.5" Street Deck, 5.0" Tensor Achsen, 54mm Street Wheels
  • 2004: Guenter Mokulys 7.5" Street Deck, 5.0" Tensor Achsen, 54mm Freestyle Wheels
  • 2006: Guenter Mokulys/Decomposed 7.5" Street Deck, 5.0" Tensor Achsen, 54mm Freestyle Wheels
  • 2015: Marshall-Sk8 7.5" Street Deck, 7.5" Tensor Achsen, 53mm Freestyle Wheels

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Guenter Mokulys: Freestyle Skateboard Book. Monster Verlag, Münster 1987, ISBN 3-927328-00-6.
  • Guenter Mokulys: Streetstyle Skateboard Book Teil 1. Monster Verlag, Münster 1988, ISBN 3-927328-01-4.
  • Guenter Mokulys: Streetstyle Skateboard Book Teil 2. Monster Verlag, Münster 1989, ISBN 3-927328-03-0.
  • Guenter Mokulys, Thilo Nawrocki: Miniramp Skateboard Book. 1990, ISBN 3-927328-04-9.
  • Guenter Mokulys, Thilo Nawrocki: Halfpipe Skateboard Book. 1991, ISBN 3-927328-05-7.
  • Guenter Mokulys: Flatland Skateboard Book. Köln 2004, ISBN 3-00-012548-5.
  • Guenter Mokulys: Streetskating & Game of S-K-A-T-E. Sir-Marshall-Verlag, Berlin 2008, ISBN 3-00-015615-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.youtube.com/watch?v=JtDlTg7i7zo
  2. Guenter Mokulys: Skateboardmasters TV-Show. 21. Januar 2013, abgerufen am 7. März 2014.
  3. Sag die Wahrheit SWR-Quizsendung. Guenter Mokulys. Abgerufen am 7. März 2017.
  4. Guenter Mokulys – The Freestyle Knowledge Base. Abgerufen am 7. März 2017.
  5. Guenter Mokulys | The World Freestyle Round-Up. Abgerufen am 7. März 2017 (amerikanisches Englisch).
  6. Big Rio Freestyle Contest
  7. Skateboards, Kinder-Skateboards, Longboards, Cruiserboards,. Abgerufen am 7. März 2017.