Guillaume Delisle

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Guillaume de l'Isle
Mappe-Monde, 1707 (verbesserte Version seiner ersten Weltkarte von 1700)

Guillaume Delisle, (* 28. Februar 1675 in Paris; † 25. Januar 1726 ebenda), war ein französischer Kartograph.

1702 wurde er Mitglied der Pariser Académie des sciences, erhielt dazu den Titel eines königlichen Geographen und von Ludwig XIV. den Auftrag, seinen Urenkel (späterer König Ludwig XV.) in der Erdkunde zu unterrichten. Im Auftrag Peters den Großen lieferte er eine große Karte des Kaspischen Meers, dessen wahre Lage und Gestalt erst dadurch bekannt wurde. Delisle war der erste, der eine wissenschaftlich vergleichende Geographie anbahnte, indem er bei seinen Werken auch Reiseberichte und die Werke von Naturforschern benutzte. Er gab zahlreiche Landkarten heraus, die sich durch Eleganz und Schärfe von den früheren Karten unterschieden.

Sein Vater Claude Delisle (1644−1720) war ebenfalls ein Kartograph, Historiker und Geograph. Sein Bruder Joseph Nicolas Delisle (1688−1768) war ein bekannter Astronom. Sein jüngster Bruder Louis De l'Isle de la Croyère (1690−1741) war ebenfalls Astronom und Teilnehmer der von Vitus Bering geleiteten Großen Nordischen Expedition.

Ehrung[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

  • Insulæ et regni Siciliæ novissima tabula / inventa par G. de lIsle, et edita par Joachim Ottens ; J. Keyser sculptor. - Amsterdam : Ioachim Ottens, circa 1717. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Traité du cours des fleuves (Par. 1720).
  • Africa : Concinnata Secundum Observationes Membror. Acad. Regal. Scientiarum et nonnullorum aliorum, et iuxta recentissimas annotationes. Augustae Vindelicorum, nach 1756 (Digitalisat)
  • Gallia : Concinnata ad magnum numerum mapparum particularium manu scriptarum vel impreßarum iuxta genuinum situm locorum et collatarum cum Itinerariis veteribus et recentioribus. Seutter, Augustae Vindelicorum zwischen 1730 u. 1760 (Digitalisat)
  • Nieuwe Kaart van Muskovien. Ratelband, Amsterdam 1732 (Digitalisat)
  • Partie meridionale de la Souabe. Covens & Mortier, Amsterdam ca. 1740 (Digitalisat)

Weblinks[Bearbeiten]