Gustav Berling

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Gustav Berling (* 6. November 1869 in Schwerin; † 17. März 1943 in Köln) war ein deutscher Ingenieur und Erfinder.

Am 4. April 1904 erteilte das Reichsmarineamt nach langem Zögern und Abwägen der Situation dem Marine-Oberbaurat Berling den Auftrag, ein U-Boot zur Seekriegsführung zu konzipieren und auch zu bauen. Daraufhin entwickelte Berling bei der Germaniawerft in Kiel ein Zweihüllen-Küsten-U-Boot. Berlings Entwurf lehnt sich dabei an die drei 1902 erfolgreich getesteten und anschließend nach Russland exportierten U-Boote der Forelle-Klasse an. Im April 1905 wurde schließlich mit dem Bau begonnen und am 16. Dezember 1906 wurde das von Berling entwickelte U-Boot als U 1 und als erstes deutsches Militär-U-Boot von der Kaiserlichen Marine in Dienst gestellt.

Berling war von 1904 bis März 1912 Chefingenieur und Leiter der U-Boot-Abteilung der Torpedoinspektion des Reichsmarineamtes. Während dieser Zeit war er maßgeblich an zahlreichen U-Boot-Entwicklungen und an dem Aufbau der deutschen U-Boot-Waffe beteiligt. Am 1. April 1912 wurde er Betriebsdirektor für Neubauten der Kaiserlichen Werft Kiel.

Gustav Berling starb im März 1943 bei einem Bombenangriff auf Köln.

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