Gustav Stürtz

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Gustav Stürtz (* 4. April 1915 in Frankfurt am Main) war ein hessischer Politiker (NPD) und ehemaliger Abgeordneter des Hessischen Landtags.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gustav Stürtz besuchte 1921 bis 1925 die Volksschule und 1925 bis 1931 die Mittelschule. Anschließend war er 1932 bis 1938 Lehrling und Versicherungsangestellter in Frankfurt am Main. Seit 1. Dezember 1934 war er Mitglied der NSDAP (Mitgliedsnummer 3.185.194)[1][2]. 1938 leistete er Reichsarbeitsdienst und 1939 bis 1945 Kriegsdienst, zuletzt als Unteroffizier. 1945 bis 1948 war er in sowjetischer Kriegsgefangenschaft. Seit 1948 arbeitete er wieder als Versicherungsangestellter in Frankfurt am Main.

Gustav Stürtz war 1953 bis 1964 Mitglied der DRP und seit 1965 Mitglied der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), in der er Landesschatzmeister des Landesverbandes Hessen war. Vom 1. Dezember 1966 bis zum 30. November 1970 gehörte er dem Hessischen Landtag an. 1969 war er Mitglied der 5. Bundesversammlung.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Lengemann: Das Hessen-Parlament 1946–1986. Biographisches Handbuch des Beratenden Landesausschusses, der Verfassungsberatenden Landesversammlung und des Hessischen Landtags (1.–11. Wahlperiode). Hrsg.: Präsident des Hessischen Landtags. Insel-Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-458-14330-0, S. 404–405 (hessen.de [PDF; 12,4 MB]).
  • Hans-Peter Klausch: Braunes Erbe. NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter der 1.–11. Wahlperiode (1946–1987). Die-Linke-Fraktion im Hessischen Landtag, Wiesbaden 2011, S. 25 (Download [PDF; 4,2 MB]).
  • Jochen Lengemann: MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index (= Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen. Bd. 14 = Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen. Bd. 48, 7). Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 377.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Albrecht Kirschner: Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur Vorstudie „NS-Vergangenheit ehemaliger hessischer Landtagsabgeordneter“ der Kommission des Hessischen Landtags für das Forschungsvorhaben „Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen“. Hrsg.: Hessischer Landtag. Wiesbaden 2013, S. 25 (online [PDF; 479 kB]).
  2. Hans-Peter Klausch: Braunes Erbe. NS-Vergangenheit hessischer Landtagsabgeordneter der 1.–11. Wahlperiode (1946–1987). Die-Linke-Fraktion im Hessischen Landtag, Wiesbaden 2011, S. 7 (Download [PDF; 4,2 MB]).