Gustave Singier

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gustave Singier (* 11. Februar 1909 in Warneton, Belgien; † 10. Mai 1984 in Paris) war ein belgischer Maler. Er gehört zu den Vertretern der Abstrakten Malerei der “École de Paris“.

Biographie[Bearbeiten]

Gustave Singier wuchs in einem kleinen flämischen Dorf auf. Im Jahr 1919 zog seine Familie nach Paris um. Singier begann mit 14 Jahren mit seiner Malerei.

Von 1923 bis 1926 besuchte er besuchte er Kurse an der Ecole Boulle in Paris. Er wurde dort in der malerischen Umsetzung von Naturdarstellungen und der Kopie von Werken bekannter Meister geschult.

Von 1927 bis 1936 arbeitete er als Zeichner für verschiedene Unternehmen und Agenturen in Paris.

Ab dem Jahr ab 1936 begann er, seine Werke in den Pariser Salons auszustellen und konnte von da ab von seiner Malerei leben. Bald begannen Galerien in ganz Frankreich seine Werke zu zeigen.

1939 lernte er die Maler Alfred Manessier, Elvire Jan und Jean Le Moal kennen. Aus dieser Bekanntschaft sollte eine langjährige Freundschaft werden.

Im Jahr 1941 beteiligt sich Singier an der Ausstellung “Vingt jeunes peintres de tradition française”, die von Jean Bazaine organisiert wurde. Es war die erste Ausstellung avantgardistischer Malerei in Paris während der deutschen Besatzung Frankreichs.

Von 1951 bis 1954 lehrte er an der Académie Ranson. Nach dieser Zeit wurden seine Werke auf Biennalen und Ausstellungen in ganz Europa ausgestellt z. B. 1957 in der Kestner-Gesellschaft in Hannover. Gustave Singier war auch Teilnehmer der documenta 1 1955, und danach, 1959 der documenta II in Kassel.

In den 60er Jahren gründete er zusammen mit anderen Künstlern und Förderern des Kunstbetriebs in Paris den "Salon de la jeune peinture indépendante", mit dem Ziel, jungen Malerinnen und Malern ein Forum für deren Kunst anzubieten.

Werk[Bearbeiten]

Die Bilder Singiers zeichnen sich häufig durch monochrome Flächen aus, die er in verschiedensten Größen und Formen einsetzt.

Bei seine Bildern werden meist höchstens drei Farbtöne eingesetzt, die aber deutlich verschieden sind und in Farbnuancen von dunkel bis hell erscheinen.

Singier hinterließ ein bedeutendes Œuvre aus Malerei, Zeichnungen und Grafik. Neben diesem Werk schuf er Wandteppiche, entwarf Kirchenfenster und Mosaiken und ließ Kostüme und Ausstattungen für das Nationaltheater in Paris fertigen.

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

(Auswahl auf französisch)

  • Camille Bourniquel, Trois peintres: Le Moal, Manesssier, Singier, Paris, Editions de la Galerie René Drouin, 1946.
  • Georges Charbonnier, Singier, Paris, Le Musée de Poche, Georges Fall éditeur, 1957.
  • Bertholle, Chastel, Singier [texte sur Singier de Jean Lescure], Ecole nationale supérieure des Beaux-Arts, Paris, 1982 (ISBN 2903639019).
  • Jean Lescure, Gustave Singier, Canicule à Patmos, Paris, Editions Guitardes et Galerie Arnoux, 1988.
  • Lydia Harambourg, Gustave Singier, dans L'École de Paris 1945-1965, Dictionnaire des peintres, Neuchâtel, Ides et Calendes, 1993 (ISBN 2825800481).
  • Philippe Leburgue, Gustave Singier, Neuchâtel, Ides et calendes, 2002 (ISBN 2825801992).

(deutsch)

  • Werner Schmalenbach: Gustave Singier, Ausstellungskatalog 1957, Kestner-Gesellschaft, Hannover

Weblinks[Bearbeiten]