Guus Janssen

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Guus Janssen (2017 beim Kölner Acht Brücken Festival-Konzert der David Kweksilber Big Band im Funkhaus des WDR)

Guus Janssen (* 13. Mai 1951 in Heiloo) ist ein niederländischer Komponist, Pianist und Cembalo-Spieler der improvisierenden Musik, der Neuen Musik und des Jazz.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Janssen studierte Klavier und Kompositionslehre am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam bei Ton de Leeuw (Komposition) und Jaap Spaanderman (Klavier).[1] Schon seit Anfang der 1980er Jahre spielt er meist in eigenen Gruppen, von 11-piece Bigbands bis Opernorchestern, aber auch als Solist, zum Beispiel auf dem North Sea Jazz Festival, dem „Holland Festival“, dem „Warschau Herbst Festival“ und dem „Wien Modern“ Festival. Dabei spielt er meist eigene Kompositionen oder er improvisiert. Als Jazzmusiker spielte er u. a. mit John Zorn, Theo Loevendie, Han Bennink und Georg Lewis; in den letzten Jahren trat er mit Bo van de Graafs I Compani, im Duo mit David Kweksilber und mit dem ICP Orkest auf.

Janssen komponierte unter anderem „Verstelwerk“ als Auftragsarbeit der Donaueschinger Musiktage, dort aufgeführt vom Ensemble Loos und dem niederländischen Radiokammerorchester. Für Gidon Kremer und das Schönberg Ensemble komponierte er „Klotz“ (bei dem er selbst auf dem Hi-Hat mitspielte), „Passevite“ ebenfalls für das Schönberg Ensemble im Auftrag des WDR, „Mikado“ für das „Trio di Milano“ von Bruno Canino und „Basset“ für Sabine Meyer und ihr „Trio di Clarone“. Für die Hundertjahrfeier der Juilliard School of Music arrangierte er sein Klarinettenkonzert von 2003 für drei improvisierende Klarinettisten. Kompositionen von ihm wurden auch vom Concertgebouw-Orchester gespielt (und in Auftrag gegeben), vom Mondriaan Quartet, dem Kronos Quartet, der Ebony Band, dem Geiger Mark Feldman und der Flötistin Eleonore Pameijer. Mit dem Librettisten Friso Haverkamp schuf er die Opern „Fausts Licht“ von 1985 (1998 und 1994 revidiert, für Streichquartett, Rezitatoren und Mezzosopran), „Noach“ (Noah) von 1994 und „Hier“ („Opera bouffa deep down A.P. in 32 scene’s Amsterdam in Aeternum“ 1996–2000). Schließlich erstreckt sich die Bandbreite seiner Kreativität auch auf die chinesische Mundorgel Sheng; 2008 schrieb er für den Virtuosen Wu Wei die "Four Songs" für Sheng und Orchester.

1981 erhielt er den Boy-Edgar-Preis und 1984 den „Matthijs Vermeulen Preis“ für seine Kompositionen.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Klankast (Geestgronden, rec. 1987–1991)
  • Lighter (Geestgronden, rec. 1992–1995) mit Ernst Glerum, Wim Janssen
  • Chamber & Solo (Geestgronden/Donemus rec. 1982–1996, ed. 1997)
  • Zwik (Geestgronden, 1996–1997)
  • Hollywood o.K. Pieces (Geestgronden, 2001)
  • Guus Janssen David Kweksilber (Geestgronden, 2006)
  • Out of Frame (Geestgronden, 2008)
  • Meeting Points (Bimhuis, 2015, mit Oene van Geel, Lee Konitz, Michael Moore, Ernst Reijseger, Ernst Glerum, Wim Janssen, Han Bennink u.a.)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.draaiomjeoren.com/taketen/taketenjanssen.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Guus Janssen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien