Gymnasium Kirchenfeld

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Gymnasium Kirchenfeld
Gymnasium Kirchenfeld.jpg
Schulform Gymnasium
Gründung 1834/1926
Adresse

Kirchenfeldstrasse 25
3005 Bern[1]

Ort Bern
Kanton Bern
Staat Schweiz
Koordinaten 600866 / 198830Koordinaten: 46° 56′ 26″ N, 7° 27′ 0″ O; CH1903: 600866 / 198830
Träger Kanton Bern
Schüler 1200
Lehrkräfte 150
Leitung Elisabeth Schenk Jenzer[2][3]
Website www.gymkirchenfeld.ch

Das Gymnasium Kirchenfeld ist ein traditionsreiches Gymnasium der Stadt Bern in der Schweiz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor 1834 gab es in Bern kein Gymnasium. Mit der Gründung der Universität Bern 1834, die aus der Akademie hervorging[4], entstand die Literarschule, die 1856 bis 1880 Kantonsschule Bern hiess. Danach wurde sie mit der Städtischen Realschule zum Städtischen Gymnasium vereinigt. Bis 1885 befand es sich in der Herrengasse 25, dann am Waisenhausplatz 30 (siehe auch Progr). 1926 wurde das Gymnasium in das neu errichtete Schulhaus im Stadtteil Kirchenfeld verlegt. Das in den Jahren 1923–1926 vom Architekturbureau Widmer (Fritz Widmer) & Daxelhoffer erbaute Schulhaus ist ein Bau in neoklassizistischem Stil. In der Aula befinden sich fünf grosse Wandgemälde grosser Berner (Theodor Kocher, Ferdinand Hodler, Philipp Emanuel von Fellenberg, Jeremias Gotthelf und Jakob Stämpfli), gemalt 1927/28 von Cuno Amiet, und im Mitteltrakt des dritten Geschosses malte Victor Surbek 1928 fünf Wandbilder nach den Irrfahrten und Heimkehr des Odysseus.[5]

Bis 2005 befanden sich im Schulhaus drei verschiedene Gymnasien mit eigenem Rektorat und Sekretariat. Es gab das MNG (Mathematisch-Naturwissenschaftliches Gymnasium), das LG (Literargymnasium) und das WG (Wirtschaftsgymnasium). 2005 wurden die drei Gymnasien vereint, behielten aber ihre jeweiligen Rektoren. Aus dem MNG wurde die Abteilung MN (Mathematik und Naturwissenschaften), das LG wurde zur Abteilung GH (Geistes- und Humanwissenschaften) und das WG wurde zur Abteilung WR (Wirtschaft und Recht).

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gymnasium hat einen Chanson- und einen Kammerchor (letzterer 2012 aufgelöst), eine Bigband und eine Theatergruppe. Vorführungen finden alljährlich in Bern statt.

Der erfolgreiche Roman des ehemaligen Schülers Peter Bieri Nachtzug nach Lissabon spielt teilweise am Gymnasium.

Entwicklung der Schülerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Progymnasium Oberabteilungen Total
1880 273 123 396
1900 398 242 640
1920 633 644 1277
1930 590 705 1295
1940 562 840 1402
1950 563 768 1331
1960 866 1204 2070
1965 765 1530 2286

Bekannte Ehemalige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Irmiger: Architekturwerke und Innenausstattungen von Widmer & Daxelhoffer. WIB-Verlag, Bern 1927.
  • Birgit Stalder: Der Gymer. Das Gymnasium Kirchenfeld von der Tradition zur Innovation. Weber Verlag, Thun/Gwatt 2018, ISBN 978-3-03818-189-7.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Gymnasium Kirchenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gymnasium Kirchenfeld: Kontakt. 4. September 2015, abgerufen am 15. Januar 2016.
  2. Drei Abteilungsleitungen und eine Vorsitzende. Gymnasium Kirchenfeld, abgerufen am 24. November 2017.
  3. Schulleitung vom Gymnasium Kirchenfeld | Jahr 2017. Gymnasium Kirchenfeld, abgerufen am 1. November 2017.
  4. Gesetz über das höhere Gymnasium und die Hochschule. Verlag nicht ermittelbar, 1834 (google.de [abgerufen am 31. Dezember 2019]).
  5. Wandbilder. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Gymnasium Kirchenfeld. Archiviert vom Original am 3. Dezember 2013; abgerufen am 3. September 2009.
  6. Hans Naef: Karl Geiser. Chronologie von Geisers Leben. In: Du – Zeitschrift für Kultur. Verlag Conzett & Huber, Oktober 1957, S. 1; Seite 41, abgerufen am 23. Mai 2019: „1917 - Herbst: Geiser besteht die Maturitätsprüfung am Berner Literargymnasium.“