HMS Kashmir (F12)

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Kashmir Royal Navy
HMS Kashmir.jpg
HMS Kashmir (F12)
Technische Daten
Schiffstyp: Zerstörer
Verdrängung: 1690 ts Standard
1773 ts maximal
Länge: 108,6 m,
106 m (CWL),
103,4 m (zwischen den Loten)
Breite: 10,8 m
Tiefgang: 2,7 m
Antrieb:
Treibstoffvorrat: 484 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5500 sm bei 15 kn
Besatzung: 183
Bewaffnung:

HMS Kashmir (F12) war ein britischer Zerstörer der K-Klasse. Er wurde im Oktober 1937 bei John I. Thornycroft & Co. in Southampton auf Kiel gelegt, am 4. April 1939 vom Stapel gelassen und am 26. Oktober 1939 in Dienst gestellt. Nach der Indienststellung wurde er der 5. Zerstörerflottille der Home Fleet in Scapa Flow zugeteilt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammen mit den Zerstörern HMS Kingston und HMS Icarus griff die Kashmir am 29. November 1939 in der Nordsee das deutsche U-Boot U 35 mit Wasserbomben an und zwang es zum Auftauchen. Ohne Möglichkeit zum Entkommen befahl der deutsche Kommandant die Selbstversenkung auf der Position 60° 53′ N, 2° 47′ O. Die gesamte Besatzung wurde durch die britischen Zerstörer aufgenommen und ging in Kriegsgefangenschaft.[1]

Am 11. Oktober 1940 lief die Kashmir zusammen mit ihren Schwesterschiffen, den Zerstörern HMS Javelin, HMS Jupiter, HMS Kelvin, HMS Kipling, HMS Jackal und HMS Jaguar, aus Plymouth aus, um das Schlachtschiff HMS Revenge bei der Beschießung des im Juli von deutschen Truppen besetzten französischen Hafens Cherbourg zu unterstützen. Am 20. Oktober patrouillierte die Kashmir zusammen mit der Jaguar, der Broke und dem polnischen Zerstörer Błyskawica im Ärmelkanal. Dabei wurden vier deutsche Zerstörer gesichtet. Bei der Annäherung der Alliierten drehten die deutschen Boote ab und kehrten zu ihrer Basis zurück. Die Verfolgung blieb erfolglos.

Ende April 1941 wurde die Kashmir mit ihren Schwesterschiffen Kelly, Kelvin, Kipling, Jersey und Jackal ins Mittelmeer befohlen, wo sie Zerstörer der 14. Zerstörerflottille ablösten. Am 23. Mai 1941 wurde die Kashmir südlich von Kreta auf der Position 34° 40′ N, 24° 10′ O durch deutsche Ju-87-Stukas mit Bomben angegriffen und versenkt. Die Kelly wurde beim gleichen Fliegerangriff versenkt. Die Kipling konnte einige Überlebende bergen.

Bewaffnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewaffnung bestand aus sechs 12-cm-Kanonen in Doppellafetten Mk XII zum Einsatz gegen See- und Luftziele (zwei Türme vor der Brücke, der hintere in überhöhter Position; eine Lafette auf einer Plattform hinten). Als Flakbewaffnung besaß der Zerstörer ein 2-Pfünder-Vierlingsgeschütz Mk VIII auf einer Plattform hinter dem Schornstein, sowie acht 0,5-inch-(12,7-mm)-Fla-MGs. Zehn Torpedorohre in zwei Sätzen von je fünf Rohren komplettierten die Bewaffnung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Mair's Gedenkseite für U 35

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. J. Whitley: Zerstörer im Zweiten Weltkrieg. Motorbuch Verlag, 1995, ISBN 3-613-01426-2 (engl. Original: Destroyers of World War Two. Arms & Armours Press, London)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]