Hackbraten

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Hackbraten, Faschierter Braten, Falscher Hase oder Heuchelhase ist ein Braten aus Hackfleisch, der in verschiedenen Varianten in vielen Ländern bekannt ist. Die Bezeichnungen falscher Hase bzw. Heuchelhase (heucheln wie vortäuschen) kommen vermutlich von den kupfernen[1] oder irdenen Hasenformen (-pfannen)[2], in welchen Hackbraten in vergangenen Jahrhunderten gebacken wurde, bzw. war es üblich von Hand einen „Hasen formiren“. [3] [4] [5] Die meisten kupfernen Hasenformen und Hasenbratpfannen dürften den Kriegsmetallsammlungen während des Ersten Weltkrieges zum Opfer gefallen sein. [6] [7]

Zubereitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zubereitung wird zuerst Hackfleisch (meist gemischt aus Schweine- und Rindfleisch) mit Paniermehl oder eingeweichten Brötchen und Ei sowie Zwiebeln, Salz und Pfeffer zu einer Masse verarbeitet. Weitere Gewürze können je nach Rezept hinzukommen, ergänzende Zutaten wie angebratene Speckwürfel oder – als Füllung – geschälte, hartgekochte Eier sind üblich. Die Masse wird zu einem Laib geformt und eventuell in Paniermehl gewendet. Je nach Rezept kann der Hackbraten von allen Seiten angebraten werden. Zu Ende gegart wird der Hackbraten entweder auf dem Herd oder im Backofen, mit oder ohne Zugabe von Flüssigkeit. Der Bratensatz wird oft mit Flüssigkeit wie Wasser oder Brühe gelöst und mit weiteren bindenden Zutaten wie saurer Sahne oder Stärke zu einer Sauce verarbeitet.

Serviert wird Hackbraten in Scheiben mit der Sauce und z. B. Salzkartoffeln und in der Schweiz fast obligaterweise mit Kartoffelstock (Kartoffelpüree) oder Hörnli (Teigwarenart bestehend aus kleinen, gekrümmten Röhrchen). Kalt kann er als Aufschnitt verwendet werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hackbraten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Hackbraten – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Faschirter Hase (Liévre farci). In: Allgemeines österreichisches oder neuestes Wiener Kochbuch. 1831, S. 252, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  2. Hasenpfanne, Irdenware /emailliertes Eisenblech. In: Gefäße und Formen - eine Typologie für Museen und Sammlungen. Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, 2006, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  3. Faschirter Hase. In: Die wahre Kochkunst oder neuestes geprüftes und vollständiges Pesther. 1835, S. 136, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  4. Faschierter Hasenrücken. In: Die süddeutsche Küche. 1890, S. 236, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  5. Faschirter Hase. In: Die praktische Köchin: Ein Kochbuch auf jahrelange Erfahrungen. 1856, S. 77, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  6. Beschlagnahme und Enteignung von Hausrat aus Buntmetall, 1915. Abgerufen am 8. Oktober 2017.
  7. Kriegsmetallsammlungen. Virtuelles Museum Oberösterreich, abgerufen am 8. Oktober 2017.