Hamilton Fish III

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Hamilton Fish III

Hamilton Stuyvesant Fish, auch Hamilton Fish III (* 7. Dezember 1888 in Garisson, Putnam County, New York; † 18. Januar 1991) war ein amerikanischer Politiker. Von 1920 bis 1945 war er Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus und Gegner Franklin D. Roosevelts.

Fish war Sohn von Hamilton Fish II (1848–1936) und Emily Mann und der Enkel des ehemaligen US-Außenministers Hamilton Fish. Wie sein Vater besuchte er das Chateau de Lancy, ein Internat bei Genf. Den Sommer verbrachte die Familie in Bayern. 1906–1909 studierte er an der Harvard University Geschichte und Verwaltung.

Mit Eintritt der Vereinten Staaten in den Ersten Weltkrieg trat Fish in das 369th U.S. Infantry Regiment ein, welches 191 Tage an der Westfront in Frankreich stand.

Politik[Bearbeiten]

Als republikanischer Abgeordneter im Repräsentantenhaus war Fish als Antikommunist und Gegner von Roosevelts New Deal bekannt. Im Fish Committee untersuchte er ab Mai 1930 des Kommunismus verdächtige Organisationen wie die ACLU und den Präsidentschaftsbewerber William Z. Foster. Dem Justizministerium empfahl das Komitee die Stärkung der entsprechenden Immigrations- und Deportationsgesetze. Fish war Mitglied des Statuten-Ausschusses, dessen Vorsitz er zuletzt anstrebte, um gegen Roosevelt ein Impeachment-Verfahren anzustrengen. 1933 bis 1943 war er Mitglied des Auswärtigen Ausschusses im Kongress.

Fish war im Gegensatz zu Präsident Roosevelt bis zum Angriff auf Pearl Harbor „Nicht-Interventionist“, unterstützte das America First Committee und war gegen den Eintritt in den „europäischen Krieg“ (Zweiter Weltkrieg). Über seinen Büroleiter George Hill versuchte die Regierung Roosevelt Fish in die Nähe von George Sylvester Viereck und des Nationalsozialismus zu rücken. Während des Prozesses gegen Hill erschienen in den Zeitungen Time und New York Times Vorwürfe, Fish habe Geld aus pro-nazistischen Quellen angenommen. Fishs Popularität sank, so dass er für die Wahlen 1944 erstmals ein Wahlbüro in seinem Bezirk einrichtete, den er über 22 Jahre auch gegen Roosevelt gehalten hatte. Als er aus dem Kongress ausschied, äußerte er: „Den größten Teil der New-Deal-Administration, halb Moskau, 400.000$ und Gouverneur Dewey brauchte es, um mich zu schlagen.“[1]

Nach der Wahlniederlage verklagte Fish Robert F. Cutler vom Good Government Committee, das ihn mit Fritz Julius Kuhn und dem Amerikadeutschen Bund in Verbindung gebracht hatte, wegen Verleumdung. Später war er viele Jahre Sprecher von politischen und Veteranen-Verbänden. 1958 gründete er den Order of Lafayette, eine patriotische Vereinigung zur Erinnerung an die amerikanischen Kämpfer in Frankreich im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Nachdem Fish Roosevelt, Winston Churchill, Henry Morgenthau und Douglas MacArthur überlebt hatte, veröffentlichte er ein Buch über die Kriegspolitik der Vereinten Staaten vor und während des Zweiten Weltkrieges. Er wurde 102 Jahre alt.

Schriften[Bearbeiten]

  • George Washington in the Highlands, or some unwritten history. Newburgh News, Newburgh, NY 1932.
  • The challenge of world communism. The Bruce publishing company, Milwaukee 1946.
  • The Red plotters. Domestic and Foreign Affairs, New York 1947.
  • Today’s world (Periodikum im Selbstverlag, New York 1947-1948)
  • Lafayette in America during and after the Revolutionary War and other essays on Franco-American relations. Vantage Press, New York 1976. ISBN 0533023149.
  • New York State : the battleground of the Revolutionary War. Vantage Press, New York 1976. ISBN 0533021286.
  • The American people are living on top of a nuclear volcano. Vantage Press, New York 1976. ISBN 0533022363.
  • FDR, the other side of the coin : how we were tricked into World War II. Institute for Historical Review, Torrance, CA 1976. ISBN 0911038647.
  • FDR, the other side of the coin : how we were tricked into World War II. Vantage Press, New York 1976. ISBN 0533022207.
    • Deutsch: Der zerbrochene Mythos – F.D. Roosevelts Kriegspolitik 1933–1945. Grabert-Verlag, Tübingen 1982.
  • An American manifesto of freedom in answer to the manifesto on Communism (1848). Vantage Press, New York 1977. ISBN 0533022371.
  • Tragic deception : FDR and America’s involvement in World War II. Devin-Adair, Old Greenwich, Conn. 1983. ISBN 0815969171.
  • Memoir of an American patriot. Regnery Gateway, Washington, D.C. und National Book Network, Lanham, MD 1991. ISBN 0895265311.

Verweise[Bearbeiten]

  1. "Last Words", Time, 1. Januar 1945