Hans-Peter Siebenhaar

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Hans-Peter Siebenhaar (* 1. Mai 1962 in Thurn, Landkreis Forchheim) ist ein deutscher Journalist und Buchautor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur studierte Siebenhaar in Erlangen, Kalamazoo (USA) und Madrid Politikwissenschaft, Theater- und Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Neuere Geschichte. Ab dem 17. Lebensjahr arbeitete er als freier Mitarbeiter für die Nürnberger Nachrichten und des Fränkischen Tages. Von 1985 bis 1988 war er freier Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks.

Nach dem Magister (M.A.) im Jahr 1989 volontierte er beim Fränkischen Tag in Bamberg. Von 1991 bis 1993 war er Redakteur des Evangelischen Presseverbands für Bayern (Sonntagsblatt, epd) in München. 1994 promovierte er in Erlangen-Nürnberg zur europäischen Medienpolitik in Politikwissenschaft und ging anschließend als Robert-Schuman-Stipendiat zum Europäischen Parlament nach Luxemburg. Von 1995 bis 2000 war er Politik- und Wirtschaftsredakteur beim Fränkischen Tag. Im Jahr 2000 wechselte Siebenhaar zum Handelsblatt nach Düsseldorf. Dort arbeitete er als Medienexperte. Von 2006 bis 2011 betrieb er den Blog „Mediawatcher“ auf Handelsblatt.com, 2006 bis 2008 produzierte er den Medien-Podcast Bel Etage, seit Februar 2013 schreibt er die Medienkolumne Medien-Kommissar auf Handelsblatt.com. Im Oktober 2013 wechselte er für das Handelsblatt als Korrespondent für Österreich und Südosteuropa nach Wien. Im Februar 2015 wurde Siebenhaar in den Vorstand des Verbandes der Auslandspresse in Wien gewählt.[1] Im Dezember 2015 löste er die ARD-Korrespondentin Susanne Glass als Präsident der Auslandspresse in Wien ab.[2] Siebenhaar schreibt Reisebücher mit Schwerpunkt Süddeutschland, Griechenland und Spanien. Er ist Autor des Michael Müller Verlags.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit seinem Buch "Die Nimmersatten" anlässlich der Umstellung der Rundfunkfinanzierung für (ARD) und (ZDF) gilt er als Kritiker der seit 2013 geltenden Haushaltsgebühr. Um die Kosten für Bürger und Unternehmen zu senken, fordert er eine Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, mehr Transparenz bei den Finanzen und eine Entpolitisierung der Aufsichtsgremien.[3]

Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinem Buch "Österreich - Die zerrissene Republik" plädiert Siebenhaar für eine umfassende Modernisierung der Alpenrepublik durch eine umfassende Entbürokratisierung, tiefe Reformen in der Wirtschafts-, Arbeits- und Rentenpolitik und eine Ökonomisierung des politischen Handelns. Er kritisiert, dass ungehemmter Populismus die politisch-sachliche Atmosphäre vergiftet habe.[4]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Susanne Glass als Präsidentin des Verbandes der Auslandspresse wiedergewählt. Presseaussendung des Verbands der Auslandspresse, Wien, 26. Februar 2015, abgerufen am 23. August 2016.
  2. Auslandspresse in Wien wählte neuen Präsidenten und Vorstand. Presseaussendung des Verbands der Auslandspresse, Wien, 1. Dezember 2015, abgerufen am 23. August 2016.
  3. Siebenhaar, Hans-Peter, Besseres Fernsehen für weniger Geld, Focus, 12. November 2012, Nr. 46, Seite: 148-149; "Wir brauchen Qualität statt Quote", Interview mit Hans-Peter Siebenhaar, Neue Westfälische vom 27. November 2012
  4. Umschlagsrückseite, Siebenhaar, Hans-Peter, "Österreich - Die zerrissene Republik", Zürich, 2017