Landkreis Forchheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Forchheim Deutschlandkarte, Position des Landkreises Forchheim hervorgehoben49.7211.17Koordinaten: 49° 43′ N, 11° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Verwaltungssitz: Forchheim
Fläche: 642,96 km²
Einwohner: 113.900 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 177 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Kreisschlüssel: 09 4 74
Kreisgliederung: 29 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Am Streckerplatz 3
91301 Forchheim
Webpräsenz: www.landkreis-forchheim.de
Landrat: Hermann Ulm (CSU)
Lage des Landkreises Forchheim in Bayern
Weiden in der Oberpfalz Straubing Würzburg Schwabach Schweinfurt Regensburg Rosenheim Nürnberg Nürnberg Passau Landshut Memmingen Kaufbeuren Kempten (Allgäu) Ingolstadt Fürth Hof Erlangen Coburg Bayreuth Bamberg Augsburg München Aschaffenburg Amberg Ansbach Landkreis Würzburg Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Weilheim-Schongau Landkreis Unterallgäu Landkreis Traunstein Landkreis Tirschenreuth Landkreis Straubing-Bogen Landkreis Starnberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Schwandorf Landkreis Rottal-Inn Landkreis Roth Landkreis Rosenheim Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Regensburg Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Landkreis Regen Landkreis Passau Landkreis Ostallgäu Landkreis Oberallgäu Landkreis Nürnberger Land Landkreis Neu-Ulm Landkreis Neustadt an der Waldnaab Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis München Landkreis Mühldorf am Inn Landkreis Miltenberg Landkreis Miesbach Landkreis Main-Spessart Landkreis Lindau (Bodensee) Landkreis Lichtenfels Landkreis Landshut Landkreis Landsberg am Lech Landkreis Kulmbach Landkreis Kronach Landkreis Kitzingen Landkreis Kelheim Landkreis Hof Landkreis Haßberge Landkreis Günzburg Landkreis Garmisch-Partenkirchen Landkreis Fürth Landkreis Fürstenfeldbruck Landkreis Freyung-Grafenau Landkreis Freising Landkreis Forchheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Erding Landkreis Eichstätt Landkreis Ebersberg Landkreis Donau-Ries Landkreis Dingolfing-Landau Landkreis Dillingen an der Donau Landkreis Deggendorf Landkreis Dachau Landkreis Coburg Landkreis Cham Landkreis Berchtesgadener Land Landkreis Bayreuth Landkreis Bamberg Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen Landkreis Bad Kissingen Landkreis Augsburg Landkreis Aschaffenburg Landkreis Ansbach Landkreis Amberg-Sulzbach Landkreis Altötting Landkreis Aichach-Friedberg Bodensee Schweiz Österreich Baden-Württemberg Hessen Tschechien Sachsen ThüringenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Forchheim liegt im Süden des Regierungsbezirks Oberfranken in Bayern.

Geografie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Ein großer Teil des Landkreises liegt in der Fränkischen Schweiz. Den Westen des Landkreises durchfließt, von Nürnberg/Erlangen kommend, von Süd nach Nord die Regnitz, die bei der Kreisstadt Forchheim die von Osten kommende Wiesent und weiter flussabwärts, an der Kreisgrenze zum Landkreis Bamberg, die von Westen kommende Aisch aufnimmt. Etwa parallel zur Regnitz durchzieht der Main-Donau-Kanal das Kreisgebiet. Der höchste Punkt des Landkreises ist die Silberecke (602 Meter über NN) bei Hiltpoltstein.

Nachbarkreise[Bearbeiten]

Der Landkreis grenzt im Uhrzeigersinn im Norden beginnend an die Landkreise Bamberg, Bayreuth, Nürnberger Land und Erlangen-Höchstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Landgerichte[Bearbeiten]

Der größte Teil der Gegend um Forchheim stand bis zur Besetzung des Hochstifts Bamberg durch bayerische Truppen am 29. November 1802 fast 800 Jahre lang unter der Oberhoheit des Bischofs von Bamberg. Nach der Eingliederung in Bayern wurden 1803 im heutigen Kreisgebiet die Landgerichte Forchheim und Gräfenberg gegründet, die sowohl für die Justiz als auch für die Verwaltung zuständig waren. Sie gehörten zunächst zum Pegnitzkreis, ab 1808 zum Rezatkreis und ab 1817 zum Obermainkreis, der 1838 in Oberfranken umbenannt wurde.

Bezirksamt[Bearbeiten]

Das Bezirksamt Forchheim wurde im Jahr 1862 durch den Zusammenschluss der Landgerichte älterer Ordnung Forchheim und Gräfenberg neu gebildet.[2]

Am 1. Januar 1889 schied die Stadt Forchheim aus dem Bezirksamt aus.

Am 1. Januar 1932 mussten Gemeinden an das Bezirksamt Lauf an der Pegnitz abgetreten werden.

Landkreis[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt.[3] So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Forchheim.

Am 1. April 1940 wurde die Stadt Forchheim in den Landkreis eingegliedert. Am 1. April 1948 wurde Forchheim wieder kreisfrei.

Der Landkreis Forchheim gehörte bereits vor der Gebietsreform zum Regierungsbezirk Oberfranken. Der Landkreis hatte 62 Gemeinden, davon eine Stadt und einen Markt. Die Stadt Forchheim selbst war kreisfrei, verlor diesen Status jedoch und wurde zur Großen Kreisstadt. Der Landkreis blieb am 1. Juli 1972 größtenteils erhalten und bekam einige Gemeinden aus den aufgelösten Landkreisen Ebermannstadt und Pegnitz zugeschlagen.

Zum 1. Januar 1977 wurde Rosenbach, eine bis dahin selbständige Gemeinde im Landkreis Erlangen, nach Neunkirchen eingemeindet und gehört damit zum Landkreis Forchheim.

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Städte

  1. Ebermannstadt
  2. Forchheim
  3. Gräfenberg

Märkte

  1. Eggolsheim
  2. Egloffstein
  3. Hiltpoltstein
  4. Igensdorf
  5. Neunkirchen am Brand
  6. Pretzfeld

Gemeinden

  1. Affalterthal (heute Markt Egloffstein)
  2. Bammersdorf (heute Markt Eggolsheim)
  3. Buckenhofen (heute Große Kreisstadt Forchheim)
  4. Burk (heute Große Kreisstadt Forchheim)
  5. Kunreuth
  6. Dachstadt (heute Markt Igensdorf)
  7. Dobenreuth (heute Gemeinde Pinzberg)
  8. Dormitz
  9. Effeltrich
  10. Ermreus (heute Gemeinde Kunreuth)
  11. Ermreuth (heute Markt Neunkirchen am Brand)
  12. Gaiganz (heute Gemeinde Effeltrich)
  13. Gosberg (heute Gemeinde Pinzberg)
  14. Großenbuch (heute Markt Neunkirchen am Brand)
  15. Großengsee (heute Gemeinde Simmelsdorf, Landkreis Nürnberger Land)
  16. Guttenburg (heute Stadt Gräfenberg)
  17. Hallerndorf
  18. Hausen
  19. Heroldsbach
  20. Hetzles
  21. Hundshaupten (heute Markt Egloffstein)
  22. Kappel (heute Markt Hiltpoltstein)
  23. Kauernhofen (heute Markt Eggolsheim)
  24. Kersbach (heute Große Kreisstadt Forchheim)
  25. Kirchehrenbach
  26. Kleinsendelbach
  27. Langensendelbach
  28. Leutenbach
  29. Lilling (heute Stadt Gräfenberg)
  30. Mittelehrenbach (heute Gemeinde Leutenbach)
  31. Neuses (heute Markt Eggolsheim)
  32. Oberehrenbach (heute Gemeinde Leutenbach)
  33. Oesdorf (heute Gemeinde Heroldsbach)
  34. Pautzfeld (heute Gemeinde Hallerndorf)
  35. Pettensiedel (heute Markt Igensdorf)
  36. Pinzberg
  37. Pommer (heute Markt Igensdorf)
  38. Poxdorf
  39. Rettern (heute Markt Eggolsheim)
  40. Reuth (heute Große Kreisstadt Forchheim)
  41. Rödlas (heute Markt Neunkirchen am Brand)
  42. Rüsselbach (heute Markt Igensdorf)
  43. Schlaifhausen (heute Gemeinde Wiesenthau)
  44. Schlammersdorf (heute Gemeinde Hallerndorf)
  45. Schnaid (heute Gemeine Hallerndorf)
  46. Stöckach (heute Markt Igensdorf)
  47. Thuisbrunn (heute Stadt Gräfenberg)
  48. Thurn (heute Gemeinde Heroldsbach)
  49. Walkersbrunn (heute Stadt Gräfenberg)
  50. Weißenohe
  51. Weppersdorf (heute Gemeinde Adelsdorf, Landkreis Erlangen-Höchstadt)
  52. Wiesenthau
  53. Markt Wiesenttal
  54. Wildenfels (heute Gemeinde Simmelsdorf, Landkreis Nürnberger Land)
  55. Willersdorf (heute Gemeinde Hallerndorf)
  56. Wimmelbach (heute Gemeinde Hausen)
  57. Zaunsbach (heute Markt Pretzfeld)

Seit 1972[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1977 kam die Gemeinde Rosenbach aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt zum Landkreis Forchheim. Sie wurden in den Markt Neunkirchen am Brand eingegliedert.

1991 schenkte Gudila Freifrau von Pölnitz den 1975 eingerichteten Wildpark bei Schloss Hundshaupten dem Landkreis Forchheim. Am 23. September 2008 erhielt der Kreis den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Politik[Bearbeiten]

Landratsamt in Forchheim (2012)

Landräte[Bearbeiten]

Kreistag[Bearbeiten]

Kreistagswahl 2014[4][5][6]
Wahlbeteiligung: 66,7 % (2008: 70,9 %)
 %
40
30
20
10
0
37,8 %
20,1 %
14,8 %
10,4 %
8,5 %
3,5 %
2,6 %
2,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,0 %p
-3,3 %p
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+1,8 %p
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-0,4 %p
-0,8 %p
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Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Kreistag:[4][5][6]

2002 2008 2014
CSU 25 22 23
SPD 11 10 9
Freie Wähler (FW) 13 14 12
Grüne 3 5 6
Junge Bürger (JB) 4 5 5
Wählerinitiative Landkreis Forchheim (WLF) 2 2 2
Die Republikaner 1 1 1
FDP 1 1 2
Summe 60 60 60

Wappen[Bearbeiten]

Das aktuelle Wappen zeigt über silbernem Schildfuß, darin ein roter Fisch, gespalten von Gold und Rot; vorne ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe, hinten ein schräg liegender silberner Schlüssel in Erinnerung an die Familie von Schlüsselberg.

Altes Wappen

Das ehemalige Wappen (bis 1974) zeigt gespalten von Gold und Rot; vorne ein linksgewendeter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe; hinten eine goldene Brautkrone mit abhängenden Bändern über zwei durch die Stiele verbundenen goldenen Kirschen.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Patenschaften bestehen mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin, der französischen Stadt Biscarrosse und dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Die Hauptachse des Fernverkehrs bildet das Regnitztal, in dem schon 1844 das Königreich Bayern die Strecke Nürnberg – Bamberg der Ludwigs-Süd-Nord-Bahn bauen ließ.

Von der Kreisstadt Forchheim aus nahmen die Bayerischen Staatseisenbahnen zwei Lokalbahnen in Betrieb. Die erste führte 1891 im Wiesenttal aufwärts zur ehemaligen Kreisstadt Ebermannstadt, die zweite 1892 hinüber in den Aischgrund nach Höchstadt.

Von Ebermannstadt aus sollten die Täler der Fränkischen Schweiz erschlossen werden. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs konnte 1915 noch die Strecke im Leinleitertal nach Heiligenstadt eröffnet werden. Dagegen zog sich der Bau der Strecke nach Behringersmühle in Etappen bis 1930 hin; danach gab die Deutsche Reichsbahn den Plan auf, die Verbindung über Pottenstein nach Pegnitz herzustellen.

Der Süden des Kreises wurde 1886 durch die Secundairbahn Erlangen–Eschenau–Gräfenberg bedient, die unter dem Namen Seekuh bekannt geworden ist.

Heute dienen dem regulären Personenverkehr noch Strecken von 34 Kilometer Gesamtlänge. Dagegen wurden vier Lokalbahn-Teilstrecken mit 39 Kilometer Länge stillgelegt:

  • 1960: Gasseldorf – Unterleinleiter – Heiligenstadt
  • 1961/63: Erlangen – Neunkirchen am Brand – Eschenau
  • 1976: Ebermannstadt – Behringersmühle
  • 1984: Forchheim – Poppendorf – Hemhofen – Höchstadt (Aisch)

Im Wiesenttal zwischen Ebermannstadt und Behringersmühle bedient die Dampfbahn Fränkische Schweiz e. V. den touristischen Verkehr mit ihrer Museumsbahn.

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)[Bearbeiten]

  • Geschichte
Der Landkreis Forchheim war bereits früh (1987) dem Zweckverband Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) beigetreten. Bis zur „Reformation“ des ÖPNV, die durch einen Kreistagsbeschluss im Jahre 2001 ausgelöst wurde, bestand der öffentliche Buslinienverkehr im Landkreis Forchheim aus teils eigenwirtschaftlich betriebenen und teils vom Landkreis bezuschussten Linien. Überwiegend waren die Konzessionen im Besitz des heimischen Bahnbus-Unternehmens Omnibusverkehr Franken (OVF), einzelne hielten kleinere Familienbetriebe.
  • Neuorganisation der öffentlichen Buslinien
Im Jahr 2005 begann der Landkreis Forchheim als erster Landkreis Bayerns mit der europaweiten Ausschreibung seiner öffentlichen Buslinienverkehre in Form von Linienbündeln (LB). Drei LB bzw. Linien wurden zusammen mit Nachbarlandkreisen (Bayreuth, Erlangen-Höchstadt) federführend ausgeschrieben. Bis dahin hatte nur der Landkreis München bereits einzelne Linien auf dieselbe Weise neu vergeben. Unabdingbare Voraussetzung für die Ausschreibung war die Aufstellung eines den Bayerischen Nahverkehrsleitlinien entsprechenden Nahverkehrsplanes, der erstmals unter Anleitung der VGN GmbH entwickelt wurde. Insbesondere waren darin die „ausreichende Verkehrsbedienung“ sowie das Konzept der Linienbündelung festzulegen.
Im ersten Schritt gelangten 6 Linienbündel mit 20 Einzellinien und einer Gesamtverkehrsleistung von ca. 1,7 Millionen Bus-Kilometern zur Ausschreibung. Mit Ausnahme eines einzigen LB (Linie 208) gingen sämtliche Zuschläge an einheimische (Regional-) Busunternehmen, die auch bis dahin zum größten Teil die Linien schon betrieben hatten. Neben OVF erhielt erstmals auch ein Familienunternehmen den Fahrtauftrag für zwei kleinere Linien (LB 4, VGN-Linien 235, 236). Zwar verloren einige Familienbetriebe teilweilweise ihre eigenen Linien, jedoch konnte der Fortbestand aller örtlichen Unternehmen entgegen anfänglicher Befürchtungen als Subunternehmer gesichert werden. Die Neubetriebsaufnahme nach der ersten Ausschreibungsrunde erfolgte am 1.  Juni 2006.
In den Folgejahren wurden die Linienverkehre schrittweise optimiert, was bis zur Ausschreibung nur in sehr geringem Umfang möglich war. Mit VGN-Fahrplanwechsel 2007/08 wurden LB 1 (Stadtverkehr Forchheim) zum 30-Minuten-Takt und LB 2 (Regionallinien Nord: Hallerndorf und Eggolsheim) zum 1-Stundentakt in der Hauptverkehrszeit (HVZ) ausgebaut. Die zentrale Verknüpfung („Rendezvous“) aller Linien ist seitdem am neuen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) Forchheim eingerichtet.
2008/09 wurden die LB 3, 4 und 5 ebenfalls zum 60-Minuten-Takt (HVZ) ausgeweitet. Zugleich wurden mit Beginn der VGN-Freizeitsaison neue Freizeitlinien im 2-Stunden-Takt („Trubachtalexpress“ Linie 229: Gräfenberg–Obertrubach/Egloffstein–Gößweinstein, „Wildparkexpress“ Linie 235: Bahnhof Ebermannstadt–Wildpark Hundshaupten–Egloffstein) bzw. im 1-Stundentakt („Wiesenttalexpress“ Linie 389: Bhf Ebermannstadt–Pegnitz) geschaffen. Sie sind alle miteinander verknüpft und erschließen zusammen das für den gesamten Großraum Nürnberg bedeutende Naherholungsgebiet der (Forchheimer) Fränkischen Schweiz und stellen eine wichtige Grundlage des regionalen Tagestourismus an den Wochenenden dar.
Eine vierte Wochenendlinie wurde mit dem „Hallerndorfer Kellerexpress“ (VGN-Linie 265) im Jahr 2010 eingerichtet. Diese fährt in der VGN-Sommersaison (1. Mai–1. November) die beliebten zwei Linien in den Jahren 2012 und 2013 nun drei im Jahr 2014 als die Spitzenreiter der „VGN-Freizeitlinien-Charts“ etabliert.
Die Gesamtleistung des Busverkehrs im Landkreis Forchheim erhöhte sich nach Abschluss aller Optimierungsstufen von ehemals zwei auf zunächst ca. drei Millionen Kilometer. Weitere Leistungssteigerungen ergaben sich mit der erstmaligen Ausschreibung der LB 7 (Regionallinien West) und 8 (Regionallinien Süd), wobei sich der Umfang des LB 8 (DB Regiobus) nur gering veränderte, jener des LB 7 (Kraus, Buckenhofen) dagegen durch Verdichtung der Taktungen der Linie 206 abends und an den Wochenenden sowie durch Neuausrichtung der VGN-Linie 216 zum neuen S-Bahnhalt Kersbach wesentlich erweitert wurde. Eine weitere Mehrung brachte die Integration der bis dahin vom ÖPNV frei gestellten Schulbuslinie 206 S ein Jahr später in den ÖPNV.
Die letzte Leistungssteigerung brachte die zweite Ausschreibungsrunde, die mit der Neubetriebsaufnahme der LB 3 (Klemm, Ebermannstadt), 4 und 5 (Schmetterling-Reisen, Obertrubach) im Dezember 2012 eröffnet wurde. Dabei wurden drei weitere, bis dahin noch eigenwirtschaftlich betriebene Linien in die Neuvergabe einbezogen. Mit VGN-Fahrplanwechsel 2013 wurden die LB 1(DB Regiobus), 2 (Klemm) und 6 (Schmetterling-Reisen) neu vergeben. LB 6 (VGN-Linie 208, bis dahin Effeltrich–Erlangen) wurde neu zum Bahnhof Baiersdorf ausgerichtet und die Bus-Kilometer-Leistung damit ebenfalls bedeutend erweitert.
Zum 1. Dezember 2015 betrug die auf dem Gebiet des Landkreises Forchheim erbrachte Gesamtleistung aller öffentlicher Buslinien ca. 3,6 Millionen Kilometer. Mit der geplanten Neubetriebsaufnahme der LB 7 und 8 im Dezember 2018 endet die zweite Vergaberunde, mit der alle Grundtaktverkehre von neuen und behindertengerechten Niederflurbussen gefahren werden. Sie sind durchgängig klimatisiert und RBL- und damit DEFAS-fähig. Die im Schulverkehr benötigten sonstigen Busse sind auf ein Höchstalter von 19 Jahren begrenzt.
  • Busverkehr in Zahlen (Stand:VGN-Fahrplanwechsel 13. Dezember 2015)
Jährliche Linienkilometer: ca. 3,66 Millionen
Anzahl der eingesetzten Busfahrzeuge: 96
    • davon:
Standardbusse (SL): 83
Niederflur (NF): 46
Gelenkzüge (GL): 6
Klein- oder Midibusse: 8
    • Beförderte Fahrgäste (jährlich): ca. 3,6 Millionen
  • Rufbus und Anrufsammeltaxi
Das Busliniennetz des Landkreises wird durch ein Anrufsammeltaxi (AST)- und Rufbus (RBus)-System ergänzt. Während der RBus lediglich als Ersatz oder wirtschaftlichere Lösung in Form von Klein- anstelle von Standardlinienbussen fungiert, deckt das AST die sogenannten gesamten Schwachverkehrszeiten (SVZ) im Zwei-Stunden-Takt ab. Damit wird das Landkreisgebiet in nachfrageschwachen Verkehrszeiten außerhalb der regulären Busfahrplanzeiten mit Taxi- und Kleinbusfahrten versorgt. Seit dem VGN-Fahrplanwechsel 2015/16 sind diese in den regulären Busfahrplänen abgebildet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Landkreis Forchheim sind 22.161 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte tätig (Stand: Juni 2004). Im Gegensatz zu anderen Landkreisen Nordbayerns verzeichnet Forchheim eine relativ stabile Beschäftigtenentwicklung.

Im verarbeitenden Gewerbe (Industrie + Produzierendes Handwerk) waren 2005 6477 Mitarbeiter in Betrieben mit 20 und mehr Arbeitnehmern beschäftigt, die 2,27 Milliarden Euro umsetzten. 72,3 % des Umsatzes entfielen auf das Ausland.

Größte Arbeitgeber sind laut Industrie- und Handelskammer (IHK) für Oberfranken die Siemens AG (Forchheim/Medizintechnik), die Kennametal GmbH & Co. KG (Ebermannstadt/Werkzeugbau), die Huhtamaki Forchheim GmbH& Co. KG (Forchheim/Verpackungen) und das Krankenhaus Forchheim der Vereinigten Pfründnerstiftungen (Forchheim).

Sehr viele Einwohner aus der Stadt und dem Landkreis Forchheim pendeln zum Arbeiten nach Erlangen.

Schulen[Bearbeiten]

Im Landkreis gibt es folgende weiterführende Schulen:

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 31. Dezember 2014[8])

Städte

  1. Ebermannstadt (6931)
  2. Forchheim, Große Kreisstadt (31.139)
  3. Gräfenberg (4030)

Märkte

  1. Eggolsheim (6469)
  2. Egloffstein (2008)
  3. Gößweinstein (4043)
  4. Hiltpoltstein (1526)
  5. Igensdorf (5004)
  6. Neunkirchen a.Brand (7924)
  7. Pretzfeld (2428)
  8. Wiesenttal (2463)

Gemeinden

  1. Dormitz (2073)
  2. Effeltrich (2570)
  3. Hallerndorf (4094)
  4. Hausen (3669)
  5. Heroldsbach (5012)
  6. Hetzles (1282)
  7. Kirchehrenbach (2259)
  8. Kleinsendelbach (1475)
  9. Kunreuth (1364)
  10. Langensendelbach (3014)
  11. Leutenbach (1658)
  12. Obertrubach (2152)
  13. Pinzberg (1899)
  14. Poxdorf (1485)
  15. Unterleinleiter (1221)
  16. Weilersbach (2032)
  17. Weißenohe (1057)
  18. Wiesenthau (1619)
Landkreis Nürnberger Land Erlangen Landkreis Bamberg Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Bayreuth Bamberg Landkreis Bamberg Wiesenttal Igensdorf Hiltpoltstein Gräfenberg Hallerndorf Forchheim Hausen (bei Forchheim) Heroldsbach Eggolsheim Weißenohe Wiesenthau Weilersbach (Oberfranken) Unterleinleiter Pretzfeld Poxdorf (Oberfranken) Pinzberg Obertrubach Neunkirchen am Brand Leutenbach (Oberfranken) Langensendelbach Kunreuth Kleinsendelbach Kirchehrenbach Hetzles Gößweinstein Effeltrich Ebermannstadt Dormitz IgensdorfMunicipalities in FO.svg
Über dieses Bild

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Dormitz
    (Gemeinden Dormitz, Hetzles und Kleinsendelbach)
  2. Ebermannstadt
    (Stadt Ebermannstadt und Gemeinde Unterleinleiter)
  3. Effeltrich
    (Gemeinden Effeltrich und Poxdorf)
  4. Gosberg
    (Gemeinden Kunreuth, Pinzberg und Wiesenthau)
  5. Gräfenberg
    (Stadt Gräfenberg, Markt Hiltpoltstein und Gemeinde Weißenohe)
  6. Kirchehrenbach
    (Gemeinden Kirchehrenbach, Leutenbach und Weilersbach)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Landkreis Forchheim befinden sich u. a. folgende Sehenswürdigkeiten:

Linde Effeltrich.jpg Tanzlinde in Effeltrich Verwaltungsgemeinschaft Effeltrich
Walberla 2008.jpg Ehrenbürg (Walberla)
Burg Forchheim - Kaiserpfalz - 2012.jpg Burg Forchheim (Kaiserpfalz) Stadt Forchheim
Burg Gößweinstein.jpg Burg Gößweinstein Markt Gößweinstein
Wiesent Museumseisenbahn.jpg Tal der Wiesent Gemeinde Wiesenttal

Die Stadt Forchheim ist auch durch das in der Adventszeit zum schönsten Adventskalender der Welt umgestaltete Rathaus bekannt.

Schutzgebiete[Bearbeiten]

Im Landkreis Forchheim gibt es fünf Naturschutzgebiete, vier Landschaftsschutzgebiete und 92 ausgewiesene Geotope. (Stand Dezember 2015)

Freizeit und Sport[Bearbeiten]

Freizeit[Bearbeiten]

Das Forchheimer Annafest im Kellerwald zählt um die 500.000 Besucher.

In der Nähe von Ebermannstadt befindet sich der Flugplatz Burg Feuerstein, ein Verkehrslandeplatz für Kleinflugzeuge.

Sport[Bearbeiten]

Vom Sportamt des Landkreises Forchheim wird der Fränkische Schweiz-Marathon veranstaltet, mit Start in Forchheim, Wendepunkt ist die Sachsenmühle und das Ziel Ebermannstadt.

Seit Sommer 2010 ersetzt das Ganzjahresbad Königsbad das Hallenbad und das beheizte Freibad in Forchheim. Im Westen der Stadt befindet sich die 21 Hektar große Sportinsel mit umfangreichem Freizeitangebot.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen FO zugewiesen. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Seit dem 10. Juli 2013 sind auch die Unterscheidungszeichen EBS (Ebermannstadt) und PEG (Pegnitz) erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Forchheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 434.
  3.  Wilhelm Volkert, Richard Bauer (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 97.
  4. a b Landkreis Forchheim Kreistagswahl 2002. Landkreis Forchheim, 27. August 2007, abgerufen am 9. April 2014.
  5. a b Vorläufiges Wahlergebnis Landkreis Forchheim Kreistagswahl 2008. Landkreis Forchheim, 4. März 2008, abgerufen am 9. April 2014.
  6. a b Ergebnis zur Kreistagswahl 2014 am 16.03.2014 Landkreis Forchheim. Landkreis Forchheim, 19. März 2014, abgerufen am 9. April 2014.
  7. Partnerschaften des Landkreises auf landkreis-forchheim.de
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).