Hans Dahs (Rechtsanwalt, 1904)

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Hans Dahs sen. (* 4. Februar 1904 in Bonn; † 1. Mai 1972 ebenda) war ein deutscher Rechtsanwalt.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Rechtswissenschaft legte Hans Dahs beide Staatsexamina ab. Er promovierte an der Universität Bonn zum Dr. jur. und ließ sich 1929 als Rechtsanwalt in Bonn nieder. Er war einer der bekanntesten deutschen Strafverteidiger. 1953 wurde er Honorarprofessor für Bürgerliches Recht und Zivilprozessrecht an der Bonner Universität. Im Jahre 1954 gründete er mit seinem früheren Referendar Konrad Redeker eine Sozietät, die heute als Partnerschaftsgesellschaft Redeker Sellner Dahs firmiert. Er war einer der Verteidiger im Prozess um das Massaker im Arnsberger Wald 1957/58.[2]

Dahs war seit Ende der 1940er Jahre bis zu seinem Tod Vorsitzender des Strafrechtsausschusses des Deutschen Anwaltvereins sowie des Strafrechtsausschusses der Bundesrechtsanwaltskammer. Er war seit 1946 Mitglied des Deutschen Juristentags. In die Große Strafrechtskommission des Bundesjustizministeriums wurde er 1954 als einziger Anwalt berufen. Er gehört der „Association Internationale de Droit Pénal“ ebenso wie dem Kuratorium der Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg an.

Die Hans-Dahs-Plakette ist die höchste Auszeichnung der deutschen Anwaltschaft und wird vom Deutschen Anwaltverein an Rechtsanwälte verliehen, die sich sowohl um die Anwaltschaft als auch um deren Verbindung zur Wissenschaft verdient gemacht haben.

Sein Sohn Hans Dahs trat 1964 als Anwalt in die Kanzlei Redeker Sellner Dahs ein.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Handbuch des Strafverteidigers. Verlag Otto Schmidt, Köln 1969.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Dahs auf munzinger.de, abgerufen am 24. März 2013.
  2. Westfalenpost 1/1958, 1. Januar 1958.
  3. Rezension von Heinrich Ackermann in Die Zeit. Abgerufen am 24. März 2013.