Bundesrechtsanwaltskammer

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Bundesrechtsanwaltskammer
– BRAK –
Bundesrechtsanwaltskammer Logografie.png
Stellung Berufsständische Körperschaft der deutschen Anwaltschaft
Rechtsform Körperschaft des öffentlichen Rechts
Aufsichtsbehörde Bundesministerium der Justiz
Hauptsitz Berlin
Behördenleitung Ekkehart Schäfer, Präsident
Website www.brak.de

Die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) ist die Dachorganisation der 27 regionalen Rechtsanwaltskammern (Berufsständische Körperschaft) und der Rechtsanwaltskammer beim Bundesgerichtshof (BGH). Mitglieder sind daher nur die genannten Kammern und nicht die einzelnen Rechtsanwälte. Die Bundesrechtsanwaltskammer ist eine gemäß §§ 175 ff. Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) errichtete Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie hat ihren Sitz in Berlin. Die Rechtsaufsicht obliegt dem Bundesministerium der Justiz.

Die Bundesrechtsanwaltskammer vertritt auf Bundesebene die berufspolitischen Interessen von 163.772 Rechtsanwälten und etwa 1.000 weiteren Mitgliedern (Stand: 1. Januar 2016).[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Satzungsversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer ist quasi das Parlament der Anwaltschaft und hat die Aufgabe, die Berufsordnung für Rechtsanwälte als Satzung zu erlassen und fortzuschreiben. Die Beschlüsse der Satzungsversammlung werden an das Bundesministerium der Justiz übermittelt. Dieses prüft die beschlossene Satzung und kann diese oder Teile der Satzung aufheben. Geschieht dies nicht, tritt die beschlossene Satzung drei Monate nach Übermittlung an das Bundesministerium der Justiz in Kraft.

Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer ist seit September 2015 Ekkehart Schäfer.[2]

Die vorherigen Präsidenten waren:

Karikaturpreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1998 verleiht die Bundesrechtsanwaltskammer den Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft.[3] Träger des im November 2016 verliehenen 10. Karikaturpreises der deutschen Anwaltschaft ist das Karikaturistenduo Greser & Lenz.[4]

Schlichtungsstelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesrechtsanwaltskammer unterhält seit 2011 die Schlichtungsstelle der Rechtsanwaltschaft für den Streit zwischen Anwälten und deren Mandanten. Zunächst leitete Renate Jaeger diese Stelle. Sie war zuvor Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Seit September 2015 hat die frühere Präsidentin des Kammergerichts Berlin, Monika Nöhre, das Amt der Schlichterin übernommen.[5] Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle ist Rechtsanwältin Sylvia Ruge.

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BRAK-Mitteilungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die BRAK-Mitteilungen (Abkürzung: BRAK-Mitt.) sind das offizielle Publikationsorgan der Bundesrechtsanwaltskammer. Die zweimonatlich erscheinende juristische Fachzeitschrift informiert über aktuelle anwaltsrelevante Themen. Besondere Schwerpunkte sind die Arbeit der Bundesrechtsanwaltskammer, Anwaltsrecht, Anwaltshaftung, Anwaltsvergütung, Anwaltsmarkt und das Berufsrecht der Rechtsanwälte. Unter www.brak-mitteilungen.de ist eine Online-Recherche in den Ausgaben ab Jahrgang 1996 möglich.

BRAK-Magazin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BRAK-Magazin ist die regelmäßige Beilage der BRAK-Mitteilungen, die in unterhaltsamer Weise praxisbezogene anwaltliche Themen und neue Entwicklungen darstellt und über die Arbeit der BRAK berichtet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gerhard Baatz, 125 Jahre Geschichte deutscher Rechtsanwaltskammern, BRAK-Mitteilungen 2008, S. 190–195
  • Rudolf Lauda, 130 Jahre Aufgaben der Rechtsanwaltskammern, BRAK-Mitteilungen 2008, S. 195–201

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesrechtsanwaltskammer: Große Mitgliederstatistik zum 1.1.2016. Abgerufen am 7. April 2017.
  2. Pressemitteilung der BRAK vom 18. September 2015.
  3. Die BRAK zum Karikaturpreis.
  4. Bundesrechtsanwaltskammer: Presseerklärung v. 4.11.2016. Abgerufen am 7. April 2017.
  5. Personalwechsel in der Schlichtungsstelle, Pressemitteilung der Bundesrechtsanwaltskammer vom 16. Januar 2015, abgerufen am 17. März 2015.
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