Grünenthal (Unternehmen)

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Grünenthal GmbH
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Rechtsform GmbH
Gründung 1946
Sitz Aachen
Leitung Gabriel Baertschi,
Sascha Becker,
Klaus D. Langner,
Alberto Grua[1]
Mitarbeiter ca. 5.400 (2014)[2]
Umsatz 1.154 Mio. Euro (2014)[2]
Website www.gruenenthal.com

Die Grünenthal GmbH ist ein 1946 in Stolberg (Rhld.) gegründetes Pharmaunternehmen mit Sitz in Aachen, das sich in Besitz der Unternehmerfamilie Wirtz befindet. Es war das erste Unternehmen, das Penicillin auf dem deutschen Markt einführte, dessen Produktion in Deutschland damals vom Alliierten Kontrollrat untersagt war.

Größere Bekanntheit erlangte Grünenthal durch den Contergan-Skandal, verursacht durch den Wirkstoff Thalidomid im 1957 als Schlafmittel rezeptfrei erhältlichen Beruhigungsmittel, welches 1961 wegen gravierender Nebenwirkungen aus dem Verkehr genommen wurde.

Das Unternehmen hat neben den beiden Niederlassungen in Deutschland Tochtergesellschaften in Europa, Lateinamerika, den USA und China und erzielt mehr als 50 % seines Umsatzes mit Schmerzmedikamenten, wie dem von ihm entwickelten Wirkstoff Tramadol. Grünenthal investiert 2012 mehr Geld als der Durchschnitt der Pharmafirmen in Forschung und Entwicklung neuer Arzneimittel[3] und ist Mitglied im Verband forschender Arzneimittelhersteller.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kupferhof Grünenthal, das Stammhaus in Stolberg
Gebäude in Aachen

Die aus der 1845 von Andreas August Wirtz in Stolberg (Rhld.) gegründeten und von Ende 1888 bis Herbst 1889 an den Standort „Grünenthal“ verlegten Seifenfabrik Mäurer & Wirtz hervorgegangene Gesellschaft wurde 1946 als Chemie Grünenthal GmbH in Stolberg von Hermann Wirtz (offiziell von seiner Mutter Josephine Wirtz) gegründet. Am 29. Januar 1946 wurde die Firma in das Stolberger Handelsregister eingetragen.[4] Zum Produktspektrum der Nachkriegsjahre gehörten unter anderem Desinfektionsmittel, Kosmetikartikel und pflanzliche Arzneimittel. Im Juli 1948 begannen der Geschäftsführer Jakob Chauvistré und sein Forschungsleiter Heinrich Mückter mit der Herstellung von aus Zucker und Eukalyptus hergestellten „Grünetten“, welche im August 1948 63 Prozent des Monatsumsatzes ausmachten[5] Später wurde die Firma in die Grünenthal GmbH umfirmiert und der Sitz nach Aachen verlegt.

Penicillin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grünenthal GmbH führte als erstes Unternehmen in der Nachkriegszeit Penicillin auf dem westdeutschen Markt ein. Der als fast sicher eingeschätzte Konkurs der Firma konnte so verhindert und die große Nachfrage nach dem dringend benötigten Medikament gestillt werden.[6] Der Alliierte Kontrollrat hatte bis dahin deutschen Firmen die Forschung an und die Herstellung von Penicillin untersagt. Die genauen Umstände, wie Heinrich Mückter in den Nachkriegsjahren in den Besitz von Penicillin-Stämmen gekommen war, sind bis heute ungeklärt. Grünenthal hat sich dazu bisher noch nicht geäußert, ging aber in einer Festschrift auf Mückters Weg von den Fleckfieber-Experimenten im Institut für Fleckfieber und Virusforschung des Oberkommandos des Heeres in Krakau, das er als Direktor und Stabsarzt leitete, hin zur Antibiotikaforschung ein.[6] Vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen wurde die Herstellung von Penicillin durch die Firma Chemie Grünenthal am 23. Februar 1948 auf Grund der Entwicklungsarbeiten, die diese im Rahmen der durch das „Regional Research Office N. Rhine Westphalia, Research Branche Econ Sub-Commission“ erteilten „Genehmigung für ein Institut naturwissenschaftlicher oder technischer Forschung No. 10022“ durchgeführt hatte, erteilt.[7]

Contergan[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Contergan-Skandal

Bekanntheit erlangte Grünenthal im Zusammenhang mit der Herstellung des Schlafmittels Contergan, das in den 1960er Jahren Auslöser des Contergan-Skandals wurde. Das Medikament mit dem von Grünenthal entwickelten Wirkstoff Thalidomid, das 1957 auf den Markt gebracht wurde, hatte anfangs wenig beachtete Auswirkungen auf das Nervensystem Erwachsener. Bei Einnahme in bestimmten Schwangerschaftsphasen waren Missbildungen (Dysmelien) bei Neugeborenen die Folge. Diese wurden fälschlicherweise zunächst mit den damaligen Nukleartests in Verbindung gebracht. Der Zusammenhang mit Contergan wurde erst Ende 1961 bekannt und das Medikament vom deutschen Markt genommen, als die Zeitung Welt am Sonntag 1961 in einem Artikel über die Möglichkeit von Gesundheitsschäden durch Contergan berichtete. Die Eltern der geschädigten, damals noch lebenden Kinder erreichten später einen Vergleich mit Grünenthal. Nach Schätzungen von Experten führte das von der Firma Grünenthal verkaufte Medikament Contergan zum Tod von ca. 2.000 Kindern und zu schweren Missbildungen bei weltweit mehr als 10.000 neugeborenen Kindern, ca. 5.000 davon in Deutschland.

In den USA wurde Contergan die Zulassung verweigert, es wurde aber zu Testzwecken verteilt, nachdem der amerikanische Hersteller Richardson-Merrell die Zulassung im September 1960 erstmals beantragt hatte. Die zuständige Sachbearbeiterin der US-Gesundheitsbehörde FDA Frances Oldham Kelsey hatte sich nicht auf die Angaben der Firma Richardson-Merrell verlassen, die keine Testergebnisse beinhalteten. Stattdessen wurden nur generelle Aussagen Grünenthals und des Marketing-Departments von Richardson-Merrell angegeben, und Geschäftsleute und Politiker übten Druck auf Kelsey aus. Sie forderte Richardson-Merrell auf, Tests durchzuführen und die Ergebnisse mitzuteilen. Die Firma weigerte sich und verlangte insgesamt sechsmal erneut die Zulassung zu gestatten, was jedes Mal abschlägig beschieden wurde. Im Jahre 1962 zog Richardson-Merrell dann den Antrag auf Zulassung zurück. Trotzdem wurden insgesamt 17 Kinder mit Contergan-bedingten Missbildungen geboren[8].

Im Januar 1968 stand der frühere Laborleiter Heinrich Mückter und weitere verantwortliche Mitarbeiter der Grünenthal GmbH vor Gericht. Dieser Prozess endete im April 1970 mit einer Einstellung des Verfahrens wegen geringfügiger Schuld der Angeklagten und mangelndem öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung. Dies galt einigen als ein Justizskandal. Dem wird häufig entgegengebracht, dass bei den im Vorfeld durchgeführten Tierversuchen auch bei hoher Konzentration des Mittels keine fruchtschädigende Wirkung des Präparates nachgewiesen werden konnte. Die Aufdeckung habe sich unter anderem auch dadurch verzögert, dass die Öffentlichkeit inklusive des neugegründeten Bundesgesundheitsministeriums unter anderem eine mögliche Schädigung durch Kernwaffentests thematisiert hatte.[9]

Zwischen 1997 und 2008 lehnte Grünenthal weitere Zahlungen der Firma an die Contergan-Geschädigten ab, da zu diesem Zeitpunkt die durch den Hersteller in die Conterganstiftung eingezahlten 110 Millionen Mark aufgebraucht waren. Ende 2007 plante der britische Unternehmer Nicholas Dobrik zusammen mit einer Gruppe von Opfern mit einer internationalen Kampagne Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe zu erzwingen. Dobrik war zuvor schon mit der vorhergehenden Kampagne gegen Diageo, der Nachfolgegesellschaft des ehemaligen britischen Lizenznehmers für Contergan, erfolgreich. Hier wird den Opfern bereits eine monatliche Zuwendung in Höhe von durchschnittlich 2.100 Euro gewährt[10]. Am 8. Mai 2008 gab Grünenthal bekannt, freiwillig 50 Mio. Euro in die Conterganstiftung einzahlen zu wollen, um die Lebenssituation der Contergan-Geschädigten dauerhaft verbessern zu helfen.[11]

2006 und 2007 stand das Unternehmen in der Kritik, da es durch die Erwirkung einer einstweiligen Verfügung beim Landgericht Hamburg die Ausstrahlung eines Fernseh-Zweiteilers mit dem Namen Eine einzige Tablette verhindern wollte. In diesem Film wird der Contergan-Prozess aufgearbeitet, der Film sollte ursprünglich im Herbst 2006 in der ARD laufen. Im Laufe des weiteren Verfahrens wurde den Anträgen der Gesellschaft wiederholt stattgegeben, da der Fernsehfilm Fiktion mit Realität vermische und historische Daten nicht korrekt wiedergäbe. Die Gesellschaft sah sich dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt und ging bis vor das Bundesverfassungsgericht.[10] Der Opferanwalt Schulte Hillen klagte ebenfalls gegen den Film. Letztlich wurde die Verbreitung von 15 Falschdarstellungen untersagt und der Film mit einigen, nicht allen verlangten Änderungen am 7. und 8. November 2007 von ARD und ORF2 ausgestrahlt.[12]

Infolge des Contergan-Skandals wurden das Arzneimittelgesetz in Deutschland verschärft und neue Prüfungsauflagen für Pharmazeutika erschaffen. 1964 entdeckte der israelische Arzt Jacob Sheskin die positive Wirkung von Thalidomid bei der Leprabehandlung. Von den 1970er-Jahren bis 2003 gab Grünenthal Thalidomid-Tabletten ab, um Leprakrankenhäuser bei der Therapie des Erythema nodosum leprosum zu unterstützen. Die Abgabe erfolgte auf Anfrage der Weltgesundheitsorganisation (WHO).[13][14]

Geschichtlicher Kontext und öffentliche Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Zeit von 1949 bis 1953 wurden in der Bundesrepublik Deutschland wesentliche Voraussetzungen zur gesellschaftlichen Integration von NS-Tätern geschaffen. Im Unternehmen Grünenthal erhielten nach Berichten der WAZ ab den 1950er Jahren unter anderem ehemalige nationalsozialistische Chemiker und Mediziner, die an Menschenversuchen in nationalsozialistischen Konzentrationslagern beteiligt waren, Anstellungen; im Einzelnen Otto Ambros, einer der Verantwortlichen für das KZ Auschwitz III, SS Hauptsturmführer Heinz Baumkötter, Referent für das Rassenpolitische Amt der NSDAP Martin Staemmler, außerdem Hans Berger-Prinz und Ernst Günther Schenck (1964–1971).[15][16]

Diese Personalentscheidungen führten in der Folgezeit zu zahlreichen Anschuldigungen und Vermutungen, die ihren Höhepunkt während der Aufarbeitung des Conterganskandals fanden.

Exemplarisch ist eine Veröffentlichung im Spiegel vom Februar 2009:

„Der Sprecher der rund 450 britischen Contergan-Opfer behauptet, dass KZ-Ärzte den fatalen Wirkstoff Thalidomid bereits während des Krieges in Auschwitz-Monowitz als Gegenmittel zum Nervengas Sarin entwickelt hätten. Das gehe aus einem neu entdeckten Dokument hervor. […] Der Arzneihersteller Grünenthal widerspricht dem Verdacht, dass das 1957 auf den Markt gebrachte Schlafmittel Contergan in einem Nazi-Konzentrationslager entwickelt wurde.“[17]

Im juristischen Rahmen des Conterganprozesses wurden diese Thesen nie thematisiert; auch der Spiegel räumt ein: „Prüfungen ergaben jedoch, dass das Schriftstück kaum Beweiskraft hat.“ [17]

Ein Sprecher der Firma Grünenthal äußerte dazu, das Unternehmen habe bisher sein Firmenarchiv nicht zur Aufarbeitung geöffnet und sehe keinen Anlass, Verbindungen zu NS-Verbrechern zu beleuchten, „da unsere Firma erst in der Nachkriegszeit gegründet wurde“.[18]

Weitere Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen konzentrierte sich später auf Wirkstoffe gegen Schmerzen und ist in diesem Bereich mit eigener Forschung und Entwicklung tätig.[19] Der von Grünenthal entwickelte Wirkstoff Tramadol war 2009 das in Deutschland am häufigsten verordnete Opioid.[20] Weitere Geschäftseinheiten in Deutschland sind die Gynäkologie, Antiinfektiva und Dermatika. Im Ausland bestehen lokale Geschäftseinheiten.[2]

Im Jahr 2010 investierte Grünenthal 23 % des Umsatzes in Entwicklung und Forschung.[21] Ein Beispiel für Grünenthals Forschung ist die missbrauchserschwerende Formulierung INTAC Technology, eine Galenik von Tabletten, die die Manipulation des opioidhaltigen Produktes einschränkt und somit den Medikamentenmissbrauch erschwert.

Unternehmensstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen verfügt über mehrere Werkteile in Aachen und Stolberg sowie über Tochtergesellschaften im Ausland. Das Unternehmen versteht sich als Familienunternehmen. Alleiniger Gesellschafter ist zwar die Grünenthal Pharma GmbH & Co. Kommanditgesellschaft mit Sitz in Aachen, deren Anteile aber von 19 Gesellschaftern der Familie Wirtz gehalten werden.[2] Ihnen gehören auch die Dalli-Werke, ein Stolberger Unternehmen, welches Seife und Waschmittel herstellt, sowie deren Parfümerietochter Mäurer & Wirtz. Das manager magazin berichtete am 14. Februar 2005, dass sich der Umsatz der Firmengruppe Wirtz im Jahr 2003, mit rund 7.000 Mitarbeitern, auf ca. 1,3 Mrd. Euro belief.

Grünenthal wurde bis 1969 von dem Unternehmer Hermann Wirtz und anschließend bis 2005 u. a. von seinem Sohn Michael Wirtz geleitet, wobei dessen Vetter, der Chemiker Franz A. Wirtz als weiterer geschäftsführender Gesellschafter für den Bereich Forschung und Entwicklung zuständig war. Danach wurde Michaels Sohn Sebastian Wirtz als Gesellschafter Mitglied der Geschäftsführung. Ab 1977 war der Pharmakologe Klaus-Michael Wilsmann (* 1943 in Bielefeld) Leiter der Pharmakologischen Forschung (Ab 1983 leitete er das Ressort Medizinisch-Wissenschaftliche Information).[22] Im November 2008 beschloss man, einen Vorsitzenden der Geschäftsführung (CEO) zu berufen und Sebastian Wirtz verließ die Geschäftsführung. Deren Vorsitzender wurde 2009 Harald Stock, der vorher für den amerikanischen Konzern Johnson & Johnson tätig gewesen war.[23] Ende Mai 2013 trennte sich Grünenthal von Harald Stock und sein Stellvertreter, der Chemiker Eric-Paul Pâques (* 1954), welcher 1994 Leiter des Ressorts Forschung & Entwicklung geworden war und Juli 2013 Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung wurde,[24][25] führte zunächst kommissarisch die Geschäfte.[26] Nachdem Pâques zum Ende des Jahres 2016 in den Ruhestand ging, musste ein neuer CEO gesucht werden. Dieser wurde in Gabriel Baertschi, welcher vorher Leiter von AstraZeneca in Japan war, gefunden. Gemeinsam üben beide bis Ende 2016 das Amt als Vorstandsvorsitzende aus.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünenthal ist nicht nur in Deutschland (zwei Standorte), sondern auch durch Gesellschaften in derzeit 26 Ländern, vor allem in Westeuropa (Großbritannien, Irland, Niederlande, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Schweiz, Österreich, Italien) und Lateinamerika (Mexiko, Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru, Chile) vertreten; weitere Gesellschaften existieren in Zentral- und Osteuropa (Polen, Tschechien, Slowenien, Slowakei, Kroatien, Russland), in Australien, in China und den USA. 2009 wurden knapp über 80 % des Umsatzes durch die europäischen und lateinamerikanischen Landesorganisationen erwirtschaftet.

Der Geschäftsbereich Deutschland ist die operative Einheit von Grünenthal in Deutschland mit Sitz in Aachen – und ähnlich strukturiert wie eine Landesorganisation. Er übernimmt alle Aufgaben in Marketing, Medizin, Vertrieb, Market Access und Service in Deutschland.

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Produkten gehören unter anderem eine Antibabypille auf der Basis von Ethinylestradiol und verschiedene Analgetika auf der Basis der Opioide Tramadol (Tramal, Zaldiar) und Buprenorphin (Transtec, Norspan) und des Lokalanästhetikums Lidocain (Versatis), sowie das 2010 eingeführte Palexia, das sowohl ein Opioidananalgetikum als auch einen selektiven Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer darstellt. Mehr als 50 Prozent seines Umsatzes generiert Grünenthal mit Schmerzmedikamenten.[2]

1959 wurde durch Günther Sievers die Hauszeitschrift des Unternehmens, „die waage“ (entsprechend dem Firmenlogo), als anspruchsvolle Kulturzeitschrift begründet.

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1998 wurde auf Initiative von Michael Wirtz die Grünenthal-Stiftung für Palliativmedizin gegründet, mit deren Hilfe unter anderem 2010 der erste Lehrstuhl für Palliativmedizin an der RWTH Aachen und zugleich die Klinik für Palliativmedizin am Universitätsklinikum Aachen eingerichtet wurden, zu deren erstem Direktor Lukas Radbruch berufen wurde.[27]

Seit 2004 unterstützt die Grünenthal GmbH in Zusammenarbeit mit der EFIC (European Federation of Chapters of the International Association for the Study of Pain) junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der Realisierung innovativer, klinischer wie experimenteller Schmerzforschungsprojekte.[28] Der EFIC-Grünenthal-Grant ist mit einer Gesamtsumme von 200.000 Euro weltweit einer der höchstdotierten Forschungspreise im Bereich Schmerz. Pro Projekt werden einzelne Stipendien von bis zu 30.000 Euro vergeben.[29]

Seit 2009 ist Grünenthal Teilnehmer der deutschen Unternehmensinitiative „Charta der Vielfalt“.

Das Unternehmen ist zudem Gründungsmitglied des Vereins für Freiwillige Selbstkontrolle für die Arzneimittelindustrie.[30]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 50 Jahre Grünenthal. In: die waage. Zeitschrift der Grünenthal GmbH, Aachen. Band 35, 1996, Nummer 2 (S. 45–88) - mit Beiträgen von Franz A. Wirtz, Klara van Eyll, Holger Kraneis, Klaus-Michael Wilsmann und Kai Zwingenberger, Eric Pâques, Franz Gerstheimer, Wolfgang A. Günzler und Burkard Weber sowie Peter Rotheudt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alberto Grua, neues Mitglied der Konzerngeschäftführung
  2. a b c d e Grünenthal GmbH - Zahlen und Fakten am 8. Mai 2012.
  3. die Ärztezeitung über Grünenthal, aufgerufen am 17. März 2012
  4. Holger Kraneis: Pilze, Penicillin und Pioniergeist. Aus der Nothilfe der Nachkriegszeit erwächst ein modernes Pharmaunternehmen. In: die waage. Zeitschrift der Grünenthal GmbH, Aachen. Band 35, 1996, Nummer 2 (S. 45–88: 50 Jahre Grünenthal), S. 58–65, hier: S. 61
  5. Klara van Eyll: Vom Kupferhof zur Pharmaforschung. Der Hof Grünenthal und die Familie Wirtz. In: die waage. Zeitschrift der Grünenthal GmbH, Aachen. Band 35, 1996, Nummer 2 (S. 45–88), S. 48–57
  6. a b Armin D. Steuer: Der Contergan-Erfinder. auf: Spiegel online - einestages. 19. November 2007.
  7. Holger Kraneis: Pilze, Penicillin und Pioniergeist. Aus der Nothilfe der Nachkriegszeit erwächst ein modernes Pharmaunternehmen. In: die waage. Zeitschrift der Grünenthal GmbH, Aachen. Band 35, 1996, Nummer 2 (S. 45–88: 50 Jahre Grünenthal), S. 58–65, hier: S. 58
  8. Report auf der Webseite der U. S. Food and Drug Administration
  9. http://www.aerzteblatt.de/archiv/57224/ Thomann, Klaus-Dieter Die Contergan-Katastrophe: Die trügerische Sicherheit der „harten“ Daten (PDF; 150 kB) THEMEN DER ZEIT
  10. a b Contergan-Firma droht Forderung in Milliardenhöhe. auf: Spiegel online. 10. November 2007.
  11. Grünenthal bietet Contergan-Betroffenen 50 Millionen Euro an - Lösung soll Lebenssituation der Betroffenen verbessern. (Memento vom 15. April 2009 im Internet Archive) Pressemitteilung, ehemals auf der Homepage der Grünenthal GmbH.
  12. Stellungnahme des Bundesverbandes Contergangeschädigter zu dem Film
  13. Pharmazeutische Zeitung bezüglich Jacob Sheskin am 6. Juli 2011.
  14. Pharmazeutische Zeitung 30/2011: Contergan. Skandal mit Déjà-vu-Effekt
  15. Wie Nazi-Ärzte bei der Contergan-Firma Grünenthal aufstiegen Der Westen (WAZ) vom 12. März 2012
  16. Roger Williams: The Nazis and Thalidomide: The Worst Drug Scandal of All Time, auf newsweek.com vom 9. Oktober 2012, abgerufen am 5. Dezember 2015
  17. a b Der Spiegel, Nr 8/ 2009 am 16. Februar 2009.
  18. Ex-Nazis entwickelten Contergan, DerWesten vom 12. März 2012.
  19. Handelsblatt am 15. Oktober 2009: Grünenthal setzt auf Schmerztherapie. Abgerufen am 27. Oktober 2011.
  20. Annette Becker, Deutsche Angestellten-Krankenkasse Hamburg: Fokus Schmerzen: Analyse der aktuellen Versorgungssituation, S. 67f. medhochzwei Verlag, Heidelberg 2011, ISBN 978-3-86216-069-3. Online: eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  21. Bundesanzeiger, 26. November 2011.
  22. Unserer Autoren. In: die waage. Zeitschrift der Grünenthal GmbH, Aachen 35, 1996, 2, S. 89
  23. Handelsblatt am 15. Oktober 2009:. Abgerufen am 26. November 2011.
  24. Eric Pâques. In: die waage. Zeitschrift der Grünenthal GmbH, Aachen 35, 1996, 2, S. 89
  25. Internetseite der Grünenthal-Gruppe: Prof. Dr. Eric-Paul Pâques
  26. Marion Gego: Grünenthal trennt sich von Geschäftsführer Stock, In: Aachener Nachrichten vom 29. Mai 2013
  27. Grünenthal-Stiftung für Palliativmedizin
  28. EFIC-Grünenthal-Grant. (engl.)
  29. Informationen EGG EFIC GRUENENTHAL GRANT - about. (engl.)
  30. fs-arzneimittelindustrie.de, abgerufen am 26. April 2012