Hans Dieter Huber

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Hans Dieter Huber (2013)

Hans Dieter Huber (* 17. November 1953 in München) ist ein deutscher Kunstwissenschaftler, Künstler, Hochschullehrer und Autor über Kunst, Kunstwissenschaft, Philosophie und Soziologie.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Dieter Huber studierte Malerei und Graphik an der Akademie der bildenden Künste in München; Kunstgeschichte, Philosophie und Psychologie an der Universität München und Heidelberg. Im Fach Kunstgeschichte wurde er 1986 zum Thema System und Wirkung: Fragen der Interpretation und Bedeutung zeitgenössischer Kunst. Ein systemtheoretischer Ansatz (Rauschenberg – Twombly – Baruchello) promoviert. 1994 habilitierte Huber mit der Arbeit Paolo Veronese. Kunst als soziales System.[1]

Zwischen 1997 und 1999 lehrte er als Professor für Kunstgeschichte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig; seit Oktober 1999 den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Gegenwart, Ästhetik und Kunsttheorie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Leitung des Modellprojektes Visuelle Kompetenz im Medienzeitalter an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart vom Sommer 2000 bis zum Frühjahr 2004. Es fand im Rahmen des von der Bund-Länder-Kommission geförderten Programms Kulturelle Bildung im Medienzeitalter statt. 2006 beteiligte er sich an der Gründung und Leitung bis 2011 des Studienganges Konservierung Neuer Medien und digitaler Information. 2007 war er Senior Fellow am IFK Wien. Huber ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für interdisziplinäre Bildwissenschaft.[2]

Er ist verheiratet mit der Kunstwissenschaftlerin Hannelore Paflik-Huber, hat eine Tochter und lebt in Stuttgart.

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen den Jahren 1982 bis 1989 war Huber freier Künstler und arbeitete in verschiedenen künstlerischen Medien. Er stellte unter anderem Zeichnungen und Druckgrafiken aus und nahm mit seinen Kurzfilmen sowie Filminstallationen in Super 8 an verschiedenen Experimentalfilmfestivals teil. Des Weiteren realisierte Huber performative Installationen u.a. mit Günther Erny, Jörg Burkhard und Dirk Mantei.[3]

Er nahm an zahlreichen Ausstellungen und Filmfestivals teil, u.a. im Württembergischen Kunstverein Stuttgart (WKV), InterFilm (Berlin), Experimentalfilmfestival Osnabrück. Er hatte einen Beitrag im Super-8-Film Über Nacht berühmt von Hannelore Kober, Jonnie Döbele und Stiletto, BRD 1986.[4] Huber war Kurator zeitgenössischer Ausstellungen, u.a. Forum Junger Kunst, Kunsthalle Mannheim 1986.

Kunsttheorie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seinen Veröffentlichungen befasst sich Huber vor allem mit der zeitgenössischen Kunst, Systemtheorie, Bildwissenschaft und Kunsttheorie. Er verfasste zahlreiche Schriften unter anderem über Karl Schmidt-Rottluff, Edvard Munch, Joseph Beuys, Bruce Nauman, Dan Graham, Markus Schinwald,[5] Gianfranco Baruchello und publizierte zur Netzkunst sowie zur Medientheorie und Mediengeschichte. Seit den 1980er Jahren verfasst er Texte zur Systemtheorie.[6]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Dieter Huber, in: perlentaucher.de (zuletzt aufgerufen am 8. Januar 2014)
  2. Hans-Dieter Huber, in: zkm.de (zuletzt aufgerufen am 8. Januar 2014)
  3. Heidelberger Kunstverein (Hrsg.): Ausstellungskatalog Hans Dieter Huber. Arbeiten 1977–1987. 1987.
  4. Über Nacht berühmt auf Youtube: ÜBER NACHT BERÜHMT – OVERNITE FAME (Memento vom 19. Oktober 2013 im Internet Archive) (zuletzt aufgerufen am 8. Januar 2014)
  5. Ausstellungskatalog des Kunsthaus Bregenz: Markus Schinwald: Vanishing Lessons, zuletzt aufgerufen am 8. Januar 2014 (PDF).
  6. Hans Dieter Huber: Schriften, in: hgb-leipzig.de (zuletzt aufgerufen am 8. Januar 2014)