Hans Senn

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Hans Senn (* 6. Juli 1918 in Aarau; † 22. September 2007 in Bern; heimatberechtigt in Zofingen) war ein Schweizer Historiker, Unternehmer und Offizier. Von 1977 bis 1980 war er Generalstabschef der Schweizer Armee.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Senn war Sohn des Forstingenieurs Max Emanuel Senn. Er studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und der Germanistik an den Universitäten Zürich und Bern und promovierte 1945 über General Hans Herzog.

Er absolvierte den Aktivdienst 1939–1945 als Mitrailleur-Zugführer. Er gründete 1939 in Pfäffikon ZH die Kartonfabrik Hans Senn (heute Hans Senn AG) und führte diese bis 1949, als die zweite Generation die Leitung übernahm.

Seine militärische Ausbildung absolvierte er an der École supérieure de guerre in Paris. In den sechziger Jahren war er als Chef der Operationssektion ein Verfechter eines möglichen Atomschlages, genauso wie der Bundesrat in den 1950er Jahren. Er war von 1977 bis 1980 Generalstabschef der Schweizer Armee und Korpskommandant des Feldarmeekorps 4.

Er war Mitglied der Schweizerischen Vereinigung für Militärgeschichte und Militärwissenschaft und der Schweizerischen Gesellschaft für militärhistorische Studienreisen. Er verfasste mehrere militärhistorische Arbeiten.

Hans Senn war seit 1950 verheiratet mit Marion Aerni.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • General Hans Herzog [1819–1844]. Sein Beiträge zur Entwicklung der schweizerischen Armee. Sauerländer, Aarau 1945.
  • Die Entwicklung der Führungsstruktur im Eidgenössischen Militärdepartement (= Gesamtverteidigung und Armee. Bd. 9). Huber, Frauenfeld u.a. 1982, ISBN 3-7193-0828-6.
  • Erhaltung und Verstärkung der Verteidigungsbereitschaft zwischen den beiden Weltkriegen (= Der schweizerische Generalstab. Bd. 6). Mit einem Vorwort von Kaspar Villiger, Hier und Jetzt, Verlag für Kultur und Geschichte, Baden 1991, ISBN 3-7190-1152-6.
  • Anfänge einer Dissuasionsstrategie während des Zweiten Weltkrieges (= Der Schweizerische Generalstab. Bd. 7). Mit einem Vorwort von Kaspar Villiger. Verlag Helbing & Lichtenhahn, Basel 1995, ISBN 3-7190-1398-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]