Haqqi al-Azm

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Haqqi Bey al-Azm

Haqqi al-Azm (arabisch حقي العظم Ḥaqqī al-‘Aẓm; * 1864 in Damaskus, Osmanisches Reich; † 1955 ebenda) war ein syrischer und osmanischer Politiker. Er war unter anderem Ministerpräsident und Innenminister.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sunnit entstammte der al-Azm-Familie und erhielt seine Ausbildung an der osmanischen Militärakademie in Istanbul. Bereits im osmanischen Reich war er Mitglied der Regierung, setzte sich für Föderalismus ein und befürwortete eine Eigenständigkeit der arabischen Gebiete. Er war Mitgründer der Osmanischen Partei für Verwaltungsdezentralisierung.[2]

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Beginn der Mandatsherrschaft Frankreichs über Syrien wurde Haqqi Bey zunächst 1921 erster Gouverneur des Staats Damaskus.[3] Am 7. Juni 1932, nach der Wahl von Mohamed Ali al-Abed zum Präsidenten, wurde er zum Ministerpräsidenten ernannt und mit der Bildung einer Regierung beauftragt. Allerdings erntete seine Herrschaft, die bis zum 16. März 1934 andauerte, viel Kritik vom oppositionellen Nationalen Block.[4]

Bibliografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sami Moubayed: Haqqi al-Azm (1864–1955), the first Prime Minister in republican Syria, in July 1932
  2. Philip S. Khoury: Urban Notables and Arab Nationalism: The Politics of Damascus 1860–1920. Cambridge 2003, S. 69.
  3. Eliezer Tauber: The Formation of Modern Syria and Iraq. Ilford 1995, S. 170.
  4. Sanderson Beck: Syria, Lebanon, and Jordan 1516–1950