Hassan Moustafa

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Hassan Moustafa (2013)

Hassan Moustafa (arabisch حسن مصطفى, DMG Ḥasan Muṣṭafā; * 1944) ist ein aus Ägypten stammender Sportwissenschaftler und Handballfunktionär.[1] Er ist seit dem Jahr 2000 Präsident der Internationalen Handballföderation (IHF).

Moustafa studierte in Leipzig[2] und stand als aktiver Handballspieler im Aufgebot der ägyptischen Handballnationalmannschaft. Danach war er Präsident der Ägyptischen Handballföderation und Chef des Organisationskomitees der Handball-Weltmeisterschaft der Herren 1999, bevor er Ende November 2000 beim IHF-Kongress in Estoril zum Präsidenten der IHF gewählt wurde. Im Juni 2009 wurde er in Kairo für weitere vier Jahre wiedergewählt; 115 Mitglieder der IHF stimmten für ihn, 25 für seinen Gegenkandidaten Jean Kaiser. 2013 wurde er für vier Jahre ohne Gegenkandidat wiedergewählt.[3]

Gegen Moustafa ermittelte die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt wegen des Verdachts der Untreue[4].

Kritisiert wird Moustafa auch aufgrund seiner Beteiligung (durch CAS bestätigt)[5] an verschiedenen Spielmanipulationen im Rahmen der Olympia-Qualifikation 2008 in Asien.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hassan Moustafa auf der Seite der IHF
  2. „Heimrecht für den Pharao“, Der Spiegel, 15. Juni 2009
  3. Handball: Moustafa bleibt IHF Präsident, Tagesspiegel, 26. Oktober 2013
  4. „Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Handballchef Moustafa“, Der Spiegel, 30. Januar 2009
  5. Urteil "Arbitration CAS 2008/O/1483 Asian Handball Federation (AHF), Kazakhstan Handball Federation (KzHF), Kuwait Handball Association (KHA) v. International Handball Federation (IHF), award of 20 May 2008" (Memento vom 30. April 2015 im Internet Archive) (PDF; 422 kB)
  6. „Im Reich des Pharao“ Süddeutsche, 17. Mai 2010