Heather Thomas

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Heather Thomas

Heather Anne Thomas (* 8. September 1957 in Greenwich, Connecticut) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, Autorin und politische Aktivistin. Bekannt wurde sie im deutschsprachigen Raum durch die Verkörperung der Jody Banks in der US-Fernsehserie Ein Colt für alle Fälle.

Leben[Bearbeiten]

Thomas ist die Tochter von Gladdy Lou Ryder, einer Sonderschullehrerin, die im Schulbezirk von Santa Monica und Malibu unterrichtete. Sie besuchte die Santa Monica High School bis 1975 und wechselte dann an die School of Theater, Film and Television (TFT) der UCLA. Bis zu ihrem Abschluss im Jahr 1980 war sie Mitglied der Studentinnenverbindung Chi Omega (ΧΩ).

1984 begann Thomas auf Drängen ihrer Mutter und ihres Schauspielkollegen Lee Majors eine Drogentherapie zur Überwindung ihrer Kokainabhängigkeit und trat der Selbsthilfegruppe Cocaine Anonymous (CA) bei, die mit den Anonymen Alkoholikern vergleichbar ist.[1] Im August 1985 heiratete sie Allen Rosenthal, einen der Mitbegründer von Cocaine Anonymous; die Ehe wurde allerdings bereits im September 1986 wieder geschieden.[2][3] Im selben Jahr wurde sie beim Überqueren des San Vincente Boulevard in Los Angeles von einem Auto erfasst und erlitt Frakturen an beiden Beinen; sie musste fast einen Monat im Krankenhaus verbringen und sich mehreren Operationen unterziehen.[4][5]

Ende der 1980er Jahre war sie mit Christian Anders liiert.

Am 10. Oktober 1992 heiratete Thomas den Medienanwalt Harry M. Brittenham, mit dem sie die gemeinsame Tochter India Rose (* 19. Juni 2000) hat.

Karriere[Bearbeiten]

Ihr Fernsehdebüt hatte Thomas 1971 im Alter von 14 Jahren mit der NBC-Sendung Talking with a Giant, in der sie Interviews mit berühmten Persönlichkeiten führte.[1] Schon während ihres Studiums spielte sie kleinere Fernsehrollen, unter anderem 1978 in David Cassidy: Man Under Cover und 1979 in der Sitcom Co-Ed Fever des Senders CBS. Die Serie sollte ursprünglich sechs Episoden umfassen, wurde aber nach der Ausstrahlung der ersten Folge eingestellt. Thomas sagte darüber später: „Sie wurde nach dem dritten Werbeblock eingestellt.“ (Engl. „It was cancelled after the third commercial.“)[6]

Als Jody Banks hatte sie von 1981 bis 1986 an der Seite von Lee Majors ihren größten Erfolg in der US-Fernsehserie Ein Colt für alle Fälle. Während dieser Zeit war Thomas auch ein gefragtes Pinup-Girl und wurde heroinabhängig. Nach dem Ende der Serie und der Überwindung ihrer Sucht folgten Nebenrollen in mehreren Filmen, die meisten davon „B-Movies“, sowie Gastauftritte in Fernsehserien wie Love Boat.

1987 wurde Thomas für den kanadischen Fernsehpreis Gemini Award in der Kategorie „Beste weibliche Nebenrolle“ für ihre Darstellung in dem Fernsehfilm Ford: The Man and the Machine nominiert. Im selben Jahr spielte sie Marilyn Monroe in dem Fernsehfilm Hoover vs. the Kennedys: The Second Civil War. 1998 beendete Thomas ihre Schauspielkarriere.

Danach versuchte sich Thomas als Drehbuchautorin. Nachdem sie annähernd 40 Drehbücher geschrieben hatte, kaufte Touchstone Pictures ein Skript namens School Slut für einen sechsstelligen Betrag.[7] Da es nicht zur Verfilmung kam, erwarb sie die Rechte, um es selbst produzieren zu können.[1] Im April 2008 erschien Thomas' erster Roman Trophies im Verlag HarperCollins.

Gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Medienanwalt Harry M. Brittenham, unterstützt Thomas liberale politische Kandidaten sowie Interessengruppen. Seit 2003 richtet das Paar monatlich ein als „The L.A. Cafe“ bekanntes Frühstück in ihrem Haus in Santa Monica aus, bei dem es Spenden sammelt.[8][9] Nach Angaben von newsmeat.com hat Thomas bisher mehr als 280.000 US-Dollar an Spendengeldern gesammelt.

Filmografie[Bearbeiten]

  • 1971: Talking with a Giant
  • 1978: David Cassidy: Man Under Cover
  • 1979: „Co-ed Fever“
  • 1980: B.J. und der Bär
  • 1981–86: Ein Colt für alle Fälle
  • 1982: Der Typ mit dem irren Blick (Zapped!)
  • 1983: Love Boat
  • 1984: T.J.Hooker
  • 1986: Der Stein des Todes – Death Stone
  • 1987: Cyclone/Tornado
  • 1987: Hoover vs. the Kennedys: The Second Civil War
  • 1988: The Dirty Dozen: The Fatal Mission
  • 1989: Flair
  • 1990: Dreamliners
  • 1992: Das Ding aus dem Sumpf
  • 1993: Hidden Obsession
  • 1995: Pointman
  • 1997: Mad Rex
  • 1998: My Giant – Zwei auf großem Fuß

Referenzen[Bearbeiten]

  1. a b c Serena Kappes: Former TV sex symbol Heather Thomas is a screenwriter, activist, mom. CNN. 28. Januar 2003. Abgerufen am 26. September 2009.
  2. Roped Together. Gainesville Sun. 4. August 1985. Abgerufen am 26. September 2009.
  3. Marilyn Beck: Hoffman Plans Comedy. Victoria Advocate. 19. September 1986. Abgerufen am 26. September 2009.
  4. Heather Thomas has surgery on leg after being hit by car. The Ledger. 18. September 1986. Abgerufen am 26. September 2009.
  5. Heather Thomas Leaves Hospital After Month. Ocala Star-Banner. 16. September 1986. Abgerufen am 26. September 2009.
  6. Peter Meade: Heather Thomas is a busy body. Wilmington Morning-Star. 26. Februar 1984. Abgerufen am 26. September 2009.
  7. Dan Snierson: School's In. Entertainment Weekly. 25. Juli 1997. Abgerufen am 26. September 2009.
  8. Tina Daunt: Heather Thomas' salon a top breakfast stop. Los Angeles Times. 18. April 2009. Abgerufen am 26. September 2009.
  9. Joel Stein: Activism, Hollywood-Style. TIME. 23. Juli 2009. Abgerufen am 26. September 2009.

Weblinks[Bearbeiten]