Heeresmusikkorps

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Heeresmusikkorps (HMusKorps) wurden die Einheiten des Militärmusikdienstes der Bundeswehr genannt, die den Großverbänden des Heeres zugeordnet waren. Zum 1. Oktober 2013 wurden die letzten fünf Heeresmusikkorps dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr (ZMilMusBw) in Bonn und damit der Streitkräftebasis unterstellt.

Aktuelle Heeresmusikkorps der Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle bestehenden Heeresmusikkorps tragen ihren aktuellen Namen seit dem 1. Oktober 2013.

Name Aufstellung / Umbenennungen
internes Verbandsabzeichen Heeresmusikkorps Neubrandenburg Aufstellung am 1. April 1991 als Heeresmusikkorps 14, ab 2008 Wehrbereichsmusikkorps I
internes Verbandsabzeichen Heeresmusikkorps Hannover Aufstellung am 1. Juli 1956 als Musikkorps II A, ab 16. März 1959 Heeresmusikkorps 1
internes Verbandsabzeichen Heeresmusikkorps Kassel Aufstellung am 1. Juli 1956 als Musikkorps IV A, ab 16. März 1959 Heeresmusikkorps 2
internes Verbandsabzeichen Heeresmusikkorps Koblenz Aufstellung am 1. Juli 1956 als Musikkorps IV B in Idar-Oberstein, Ende 1956 Verlegung nach Koblenz. Ab 16. März 1959 Heeresmusikkorps 5, ab 1. Mai 1985 Heeresmusikkorps 300
internes Verbandsabzeichen Heeresmusikkorps Veitshöchheim Aufstellung am 1. Mai 1962 als Luftwaffenmusikkorps 5 in Fürstenfeldbruck. Ab 1. April 1963 Heeresmusikkorps 13, zum 16. Januar 1964 Verlegung nach Nürnberg und ab 1. April 1964 Heeresmusikkorps 12. Am 1. Oktober 1965 Verlegung nach Veitshöchheim
internes Verbandsabzeichen Heeresmusikkorps Ulm Aufstellung am 1. Juli 1956 als Musikkorps V B in Ellwangen (Jagst). Am 1. Oktober 1958 Verlegung nach Ulm und Umbenennung in Heeresmusikkorps 10

Ehemalige Heeresmusikkorps der Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Standort Ehemalige Unterstellung Zuständigkeit Aufstellung/Auflösung/Verbleib
HMusKorps Hannover Wappen.png Heeresmusikkorps 1 Hannover 1. Panzerdivision Niedersachsen Aufstellung: 1. Juli 1956 (als Musikkorps II A), seit 1. Oktober 2013 HMusKorps Hannover
HMusKorps Kassel Wappen.png Heeresmusikkorps 2 Kassel 2. Panzergrenadierdivision Hessen Aufstellung 1. Juli 1956 (als Musikkorps IV), seit 1. Oktober 2013 HMusKorps Kassel
HMusKorps 3.jpg Heeresmusikkorps 3 Lüneburg 3. Panzerdivision aufgelöst
HMusKorps 4 (V1).png Heeresmusikkorps 4 Regensburg 4. Panzergrenadierdivision aufgelöst
HMusKorps 5.jpg Heeresmusikkorps 5 Koblenz 5. Panzerdivision Rheinland-Pfalz, Saarland von 1985 bis 1993; umbenannt in Heeresmusikkorps 300 der Division Spezielle Operationen; seit 1. Oktober 2013 HMusKorps Koblenz
HMusKorps 6.jpg Heeresmusikkorps 6 Hamburg 6. Panzergrenadierdivision Hamburg aufgelöst
HMusKorps 7 (V1).png Heeresmusikkorps 7 Düsseldorf 7. Panzerdivision Nordrhein-Westfalen aufgelöst
GMK Wappen.png Gebirgsmusikkorps 1 Garmisch-Partenkirchen 1. Gebirgsdivision Aufstellung am 16. März 1959 als Heeresmusikkorps 8; bis 30. September 2013 Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen; aktiv als Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr
HMusKorps 9 (V1).jpg Heeresmusikkorps 9 Stuttgart 1. Luftlandedivision aufgelöst
HMusKorps Ulm Wappen.png Heeresmusikkorps 10 Ulm 10. Panzerdivision Baden-Württemberg, Schwaben, Ober- und Niederbayern Aufstellung 1. Oktober 1958, aktiv als HMusKorps Ulm
HMusKorps 11.jpg Heeresmusikkorps 11 Bremen-Grohn 11. Panzergrenadierdivision aufgelöst
HMK 12.svg Heeresmusikkorps 12 Veitshöchheim 12. Panzerdivision Franken, Tauberfranken, Oberpfalz Aufstellung 1962 als Luftwaffenmusikkorps 5, ab 1. April 1963 Umbenennung in Heeresmusikkorps 13; später der Division Luftbewegliche Operationen unterstellt; seit 1. Oktober 2013 HMusKorps Veitshöchheim
HMusKorps 100.png Heeresmusikkorps 13 Münster 13. Panzergrenadierdivision Thüringen, Sachsen Aufstellung 1956 (als Musikkorps III B), 1959 Umbenennung in HMusKorps 7, 1962 Umbenennung in HMusKorps 13, 1985 Umbenennung in HMusKorps 100, 2001 Umbenennung in Wehrbereichsmusikkorps II, aufgelöst zum 30. Juni 2007[1]
HMusKorps 14.jpg Heeresmusikkorps 14 Neubrandenburg 14. Panzergrenadierdivision Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern Aufstellung 1. April 1991, ab 2008: Wehrbereichsmusikkorps I; seit 1. Oktober 2013 als HMusKorps Neubrandenburg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uwe Walter: Die Strukturen und Verbände des deutschen Heeres, Teil 1: I. Korps (1956-1995). Edition AVRA, Berlin 2017, ISBN 978-3-946467-32-8, S. 40 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).