Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr

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Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr
— GebMusKorpsBw —
GMK Wappen.png

internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1956
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Organisationsbereich Bundeswehr Logo Streitkraeftebasis with lettering.svg Streitkräftebasis
Truppengattung Militärmusikdienst
Stärke ~60
Unterstellung Zentrum Militärmusik der Bundeswehr.jpg Zentrum Militärmusik der Bundeswehr
Standort Garmisch-Partenkirchen
Logo des Gebirgsmusikkorps
Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr beim Flugplatzkonzert 2014 auf dem Fliegerhorst Kaufbeuren

Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr (GebMusKorpsBw), bis 30. September 2013 Gebirgsmusikkorps Garmisch-Partenkirchen (GebMusKorps) wurde als Musikkorps der 1. Gebirgsdivision 1956 in Sonthofen aufgestellt. Nach zwischenzeitlicher Stationierung in München und Mittenwald fand es 1963 seine endgültige Heimat in Garmisch-Partenkirchen. Im Zuge der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde das Gebirgsmusikkorps dem Streitkräfteamt unterstellt und ist somit Teil der Streitkräftebasis.

Repertoire[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Repertoire der bis zu 60 Soldaten ist ebenso vielfältig wie die musikalischen Besetzungen, mit denen sie auftreten. Das Musikkorps kann als klassisches Holz- und Blechbläserensemble oder in Tanzmusikbesetzungen wie der Jazz-Combo oder der Big Band auftreten. Folkloristische Töne kann man von der Oberkrainer- und der Blasbesetzung hören. Für typisch alpenländische Musik sorgt die „Alphorngruppe“, die „Hüttn-Musi“ sowie die „Stubn Musi“.

Blasorchester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kernstück des Traditionsverbandes ist das große symphonische Blasorchester. In zahlreichen Städten und Regionen sind die Konzerte fester Bestandteil des Kulturkalenders; viele Millionen Euro wurden in der Vergangenheit für wohltätige Zwecke eingespielt.

Neben den ca. 160 Einsätzen pro Jahr, die überwiegend im bayerischen Raum stattfinden, gehören auch Tourneen und Einladungen zu internationalen Militärmusikfestivals ins Ausland zum Einsatzspektrum. Kanada, USA, Finnland, Schweiz, Großbritannien stehen stellvertretend für viele Einsätze im internationalen Bereich. Mit Einsätzen in Kabul, Afghanistan und Termez, Usbekistan war das Gebirgsmusikkorps 2002 und 2003 in bisher einmaligen Missionen mit der Betreuung deutscher Soldaten im Einsatzgebiet beauftragt.

Bedeutende Auftritte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den bekanntesten Auftritten des Gebirgsmusikkorps zählt die musikalische Mitgestaltung der Olympischen Spiele 1972 in München oder die Teilnahme an einer der bedeutendsten Militärmusikshows der Welt in den Jahren 1989 und 1998 in Halifax, Kanada. Die Gebirgsmusiker haben vor jeweils über 20.000 Zuhörern anlässlich der Internationalen Soldatenwallfahrt in Lourdes/Frankreich 1994 und 2007 gespielt, auf den NATO-Musikfestivals 1995 und 2002 und im Jahre 1996 auf dem Internationalen Tattoo in Hamina/Finnland. Weitere Auslandsreisen führten die Militärmusiker nach Krakau in Polen, nach Avenches und Basel in die Schweiz und als Deutscher Glückwunschbeitrag zum EU-Beitritt Ungarns 2004 nach Budapest. Das Gebirgsmusikkorps ist zudem seit 2003 ständiger Gast bei den Innsbrucker Promenadenkonzerten in der kaiserlichen Hofburg. Weitere Konzerte und Einsätze waren:

Im Jahr 2007:

  • eine Konzertreise nach Montpellier/Frankreich[1]

Im Jahr 2008:

  • ein Auftritt beim Norsk Militær Tattoo in Oslo/Norwegen
  • und ein Auftritt in Veliko Tarnovo/Bulgarien

Im Jahr 2009:

  • The Netherland Military Tattoo in Rotterdam/ Niederlande

Im Jahr 2011:

Das Musikkorps nimmt regelmäßig an dem seit 1996 alle zwei Jahre im Olympia-Eissportzentrum in Garmisch-Partenkirchen veranstalteten Internationalen Militärmusikfestival in Bayern teil. Zusammen mit der Gemeinde Garmisch-Partenkirchen ist das Musikkorps der Hauptorganisator des renommierten Festivals. In einer beeindruckenden Choreographie präsentieren dort regelmäßig rund 500 Militärmusiker aus den verschiedensten Nationen ihre Darbietungen und stellen sich gemeinsam in den Dienst einer guten Sache.

Dirigenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neun Dirigenten leiteten bisher das Gebirgsmusikkorps.[4]

  1. Hauptmann Adalbert Muhs ab 5. April 1956 (Entlassung aus der Bundeswehr im Juni 1957 wegen einer Anklage wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen im Raum Wjasma im April 1942)[5]
  2. Oberstleutnant Werner Zimmermann ab 1. November 1956
  3. Oberstleutnant Heinz Dieter Paul ab 1. April 1978
  4. Hauptmann Christoph Lieder ab 1. April 1987
  5. Oberstleutnant Michael Euler ab 1. Dezember 1992
  6. Oberstleutnant Christoph Scheibling ab 1. Oktober 2001
  7. Oberstleutnant Martin Kötter ab 1. April 2007
  8. Oberstleutnant Christian Prchal ab 26. März 2010
  9. Oberstleutnant Karl Kriner seit 20. Mai 2014

Bekannte Musiker[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gebirgsmusikkorps – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. augsburger-allgemeine.de
  2. vafest.org (Memento des Originals vom 10. Mai 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vafest.org
  3. edintattoo.co.uk (Memento des Originals vom 10. August 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.edintattoo.co.uk
  4. Die Historie des Gebirgsmusikkorps auf der offiziellen Website der Deutschen Bundeswehr. Der Hinweis auf Hauptmann Muhs fehlt.
  5. Andreas Eichmüller: Keine Generalamnestie: Die Strafverfolgung von NS-Verbrechen in der frühen Bundesrepublik. Oldenbourg, München 2012, S. 330, Fn. 197.

Koordinaten: 47° 29′ 7,8″ N, 11° 3′ 38,9″ O