Militärmusikdienst

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Militärmusikdienst
Verbandsabzeichen des Militärmusikdienst

Internes Verbandsabzeichen (Wappen)
Aktiv 1. Januar 1956
 bis 24. August 2009
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Streitkraeftebasis with lettering.svg Streitkräftebasis
Typ Fachdienst
Unterstellte
Truppenteile

StMusKorpsBwWappen.svg StMusKorpsBw
MusKorpsBw.jpg MusKorpsBw
BigBandBw.png Big Band
AusbMusKorpsBw.jpg AusbMusKorpsBw

Stärke 000000000000000000000
Unterstellung BMVg.svg SKA
Stationierung Bonn-Hochkreuz
Führung
Letzter Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr Oberst Christoph Lieder

Der Militärmusikdienst war einer von drei militärischen Fachdiensten der Bundeswehr. Der Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr gehörte bis zur Reorganisation 2009 zum Streitkräfteamt. Die Militärmusik bildete hier ein eigenes Element und war dem General Weiterentwicklung der Streitkräftebasis und Leiter der Fachabteilungen im Streitkräfteamt unterstellt. Der Leiter des Militärmusikdienstes war oberster Fachvorgesetzter aller Militärmusiker in der gesamten Bundeswehr und in dieser Eigenschaft verantwortlich für die fachliche Weiterentwicklung. Im Militärmusikdienst waren 14 Musikkorps der Teilstreitkräfte Heer, Marine, Luftwaffe und Streitkräftebasis sowie vier Musikkorps mit besonderen Aufgaben organisiert.

Mit der Neuausrichtung der Bundeswehr wurden alle Musikkorps dem Organisationsbereich Streitkräftebasis und dort dem Zentrum Militärmusik der Bundeswehr unterstellt. Fünf Musikkorps wurden Zug um Zug aufgelöst, aktuell (2015) gibt es noch neun.[1]

Struktur und Auftrag[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die fachliche Leitung aller Musikkorps lag beim Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr, der gleichzeitig Leiter des Zentrums Militärmusik der Bundeswehr in Bonn war. Ab 2001 hatte Oberst Michael Schramm dieses Amt inne und übernahm anschließend das Führungskommando über das neugegründete Zentrum Militärmusik der Bundeswehr. Er wurde und wird dabei vom Dezernat Militärmusikdienst unterstützt. Organisatorisch unterstehen die Musikkorps weiterhin u. a. den Divisionen oder Wehrbereichskommandos.

die nachfolgenden Listen stellen die Situation vor der Reorganisation dar, zur Auflistung der aktiven Truppenteile siehe:Truppenteile des Zentrum Militärmusik der Bundeswehr

Musikkorps mit besonderen Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Standort Derzeitige Unterstellung Aufstellung
StMusKorpsBwWappen.svg Stabsmusikkorps der Bundeswehr Berlin Standortkommando Berlin 1. April 1991
MusKorpsBw.jpg Musikkorps der Bundeswehr Siegburg Streitkräfteamt 16. Februar 1957
BigBandBw.png Big Band der Bundeswehr Euskirchen Streitkräfteamt 29. März 1971
AusbMusKorpsBw.jpg Ausbildungsmusikkorps Hilden Streitkräfteamt 1. Juli 1960

Musikkorps der Streitkräftebasis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Standort Derzeitige Unterstellung Zuständigkeit Aufstellung
GMK Wappen.png Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr Garmisch-Partenkirchen Streitkräfteamt Süddeutschland 1. Juli 1956 (als Musikkorps der 1. Gebirgsdivision)
HMusKorps 1.jpg Heeresmusikkorps Hannover Hannover Streitkräfteamt Niedersachsen 1. Juli 1956
(als Musikkorps II A)
HMusKorps 2 (V1).jpg Heeresmusikkorps Kassel Kassel Streitkräfteamt Hessen, Thüringen, Sachsen 1. Juli 1956
(als Musikkorps IV A)
HMusKorps 300 (V1).jpg Heeresmusikkorps Koblenz Koblenz Streitkräfteamt Rheinland-Pfalz, Saarland 1. Juli 1956
(als Musikkorps IV B)
WBMusKorps I.jpg Heeresmusikkorps Neubrandenburg Neubrandenburg Streitkräfteamt Norddeutschland 1. April 1991 (als Heeresmusikkorps 80)
HMusKorps 12.svg Heeresmusikkorps Veitshöchheim Veitshöchheim Streitkräfteamt Unter- und Oberfranken, Oberpfalz 1. Mai 1962
(als Luftwaffenmusikkorps 5)
HMusKorps 10 (V1).jpg Heeresmusikkorps Ulm Ulm Streitkräfteamt Baden-Württemberg, Schwaben, Ober- und Niederbayern 1. Juli 1956
(als Musikkorps V B)

Musikkorps der Luftwaffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Standort Derzeitige Unterstellung Zuständigkeit Aufstellung
Luftwaffenmusikkorps 2.svg Luftwaffenmusikkorps Erfurt Erfurt Streitkräfteamt Mitteldeutschland (als Wehrbereichskommandos VII bzw. am 1.7.1994 als Heersmusikkoprs 13 )
Luftwaffenmusikkorps 3.svg Luftwaffenmusikkorps Münster Münster Streitkräfteamt Westdeutschland 11. Juli 1956 (als LwMusKorps 1)

Musikkorps der Marine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Dienstwagen" des MMusKorps Ostsee
Name Standort Zuständigkeit Aufstellung
MMusKorps O.jpg Marinemusikkorps Ostsee Kiel Norddeutschland 1956
MMusKorps N.jpg Marinemusikkorps Nordsee Wilhelmshaven Norddeutschland 1956

Laufbahnen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannschaftsdienstgrade wurden als Wehrdienstleistende und Soldaten auf Zeit (SaZ) eingesetzt. Es bestand aber auch vor deren Aussetzung die Möglichkeit, als Freiwillig länger Dienender seinen Grundwehrdienst zu verlängern.

  • Unteroffiziere wurden als Orchestermusiker mit einer Verpflichtungszeit von mindestens vier Jahren eingesetzt.
  • Feldwebel erhielten bei einer Verpflichtungszeit von mindestens 12 Jahren ein viersemestriges Bachelor-Studium an der Robert-Schumann-Hochschule für Musik in Düsseldorf.
  • Offiziere waren ausgebildete Diplom-Kapellmeister und mussten sich für mindestens 15 Jahre verpflichten. Sie waren Chefs der Musikkorps, Einheitsführer und Disziplinarvorgesetzte der ihnen unterstellten Soldaten.
  • Feldwebel und Offiziere wurden für alle Teilstreitkräfte übergreifend beim Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr in Hilden ausgebildet.

Besetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Musikkorps der Bundeswehr sind in der Lage, flexibel, auftrags- und situationsgerecht aufzutreten. Nicht nur Blasmusik, sondern auch Klassik, Oper, Operette, Musicals, Rock, Pop, Jazz u. v. m. gehören zum ständigen Repertoire. Ein Musikkorps kann über folgende Besetzungen verfügen:

Des Weiteren verfügen einzelne Musikkorps über Besetzungen, die musikalische Besonderheiten ihrer Standorte oder ihrer Truppe widerspiegeln (z. B. Alphornbläser).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Vorbereitungsphase der Aufstellung neuer deutscher Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland ist mehrfach überliefert, dass Bundeskanzler Konrad Adenauer der Aufstellung von Militärmusikkorps einen hohen Stellenwert beimaß („Vergeßt mir die Musike nicht!“). Er verlangte, dass zum Jahreswechsel 1955/56 wenigstens ein Musikkorps aufgestellt sein müsse. Mit Aufstellungsbefehl vom 4. Oktober 1955 wurde zum 1. Januar 1956 die Aufstellung eines Musikkorps in Andernach angeordnet. Insgesamt sollten in kurzer Zeit sechs Musikkorps aufgestellt werden.

Aufstellung der Musikkorps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufstellungen der Heeresmusikkorps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Musikkorps der Bundeswehr wurde am 2. Januar 1956 als Musikkorps III A in Andernach aufgestellt. Am 16. März 1959 erfolgte seine Umbenennung in Heeresmusikkorps 12 und 1961 die Verlegung nach Düsseldorf. Am 1. April 1964 wurde es in Heeresmusikkorps 7 umbenannt. Das Heeresmusikkorps 7 (HMK 7) wurde Ende 2006 im Zuge der Transformation der Bundeswehr bzw. der Auflösung der 7. Panzerdivision außer Dienst gestellt und am 30. Juni 2007 aufgelöst.

Im Weiteren wurden folgende Musikkorps aufgestellt:

Das Heeresmusikkorps 1 in Hannover wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps II A in Hannover aufgestellt. Es trug seine Bezeichnung ab 16. März 1959.
Das Heeresmusikkorps 2 wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps IV A in Kassel aufgestellt und trug ab 16. März 1959 diesen Namen.
Das Heeresmusikkorps 4 wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps VI B in Sonthofen aufgestellt und am 1. August 1956 nach München verlegt. Im Oktober 1956 wurde das Musikkorps aufgeteilt in das Musikkorps VI A in München (daraus entstand am 16. März 1959 das Heeresmusikkorps 4 in Regensburg) und in das Musikkorps VI B (daraus wurde am 16. März 1959 das Heeresmusikkorps 8, das spätere Gebirgsmusikkorps). Das Heeresmusikkorps 4 in Regensburg wurde am 31. Dezember 2006 im Zuge der Umstrukturierung der Bundeswehr außer Dienst gestellt und am 30. Juni 2007 aufgelöst.
Das Heeresmusikkorps 300 wurde zum 1. Juli 1956 als Musikkorps IV B in Idar-Oberstein aufgestellt und Ende 1956 nach Koblenz verlegt. Am 16. März 1959 wurde es in Heeresmusikkorps 5 und am 1. Mai 1985 in Heeresmusikkorps 300 umbenannt.
Das Heeresmusikkorps 5 wurde am 1. Oktober 1985 in Gießen aufgestellt und am 31. März 1993 im Zuge der Wiedervereinigung aufgelöst.
Das Heeresmusikkorps 6 in Hamburg wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps I B in Hamburg aufgestellt und zum 16. März 1959 in Heeresmusikkorps 6 umbenannt. Zum 31. Dezember 1992 wurde es aufgelöst.
Das Heeresmusikkorps 9 in Stuttgart wurde am 1. April 1956 als Musikkorps V A in Böblingen aufgestellt und 1959 in Heeresmusikkorps 9 umbenannt. Im Oktober 2003 wurde es aufgelöst.
Das heutige Heeresmusikkorps 10 wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps V B in Ellwangen/Jagst aufgestellt. Am 1. Oktober 1958 erfolgte mit der Verlegung nach Ulm die Umbenennung in Heeresmusikkorps 10.
Das Heeresmusikkorps 11 wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps II B in Bremen aufgestellt und 1959 in Heeresmusikkorps 11 umbenannt. 1993 wurde es aufgelöst.
Das Heeresmusikkorps 12 wurde am 1. Mai 1962 als Luftwaffenmusikkorps 5 in Fürstenfeldbruck aufgestellt. Am 1. April 1963 erfolgte die Umbenennung in Heeresmusikkorps 13. Zum 16. Januar 1964 erfolgte ein Standortwechsel nach Nürnberg und am 1. April 1964 erfolgte die Umbenennung in Heeresmusikkorps 12. Am 1. Oktober 1965 wurde das Heeresmusikkorps 12 nach Veitshöchheim verlegt.
Das Heeresmusikkorps 14 war seit seiner Aufstellung als Heeresmusikkorps 80 (?) am 1. April 1991 in Neubrandenburg stationiert. Es wurde 2008 in Wehrbereichsmusikkorps I umbenannt.
Heeresmusikkorps 70: siehe Wehrbereichsmusikkorps III

Aufstellung sonstiger Musikkorps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr wurde am 1. Juli 1960 als Ausbildungszug beim Stabsmusikkorps in Siegburg aufgestellt, 1963 in Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr umbenannt und zum 5. Mai 1969 nach Hilden verlegt.
Die Big Band der Bundeswehr wurde am 29. März 1971 als Schauorchester der Bundeswehr in Euskirchen aufgestellt und am 15. Februar 1973 in Big Band der Bundeswehr umbenannt.
Das Musikkorps der Bundeswehr in Siegburg wurde am 16. Februar 1957 als Lehrmusikkorps der Bundeswehr in Rheinbach aufgestellt, am 16. Februar 1959 nach Siegburg verlegt und zum 1. Juni 1959 in Stabsmusikkorps der Bundeswehr umbenannt. Am 1. Juli 2000 erfolgte die Umbenennung in Musikkorps der Bundeswehr.
Das Gebirgsmusikkorps in Garmisch-Partenkirchen wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps VI B in Sonthofen aufgestellt und am 1. August 1956 nach Mittenwald verlegt. Im Oktober 1956 wurde das Musikkorps aufgeteilt in das Musikkorps VI A in München, daraus wurde am 16. März 1959 das Heeresmusikkorps 4 in Regensburg, und in das Musikkorps VI B, daraus wurde am 16. März 1959 das Heeresmusikkorps 8. Am 23. März 1963 erfolgte die Verlegung nach Garmisch-Partenkirchen. Es erfolgten noch die Umbenennungen in Gebirgsmusikkorps 8 und in die spätere Bezeichnung Gebirgsmusikkorps.
Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr wurde am 1. April 1991 als Heeresmusikkorps Ost in Potsdam aufgestellt. Im Januar 1994 wurde es in Heeresmusikkorps 400 umbenannt und am 1. April 1995 nach Berlin verlegt. Am 1. Juli 1996 erfolgte die Umbenennung in HMK 400/Stabsmusikkorps Berlin und am 1. Juli 2000 in Stabsmusikkorps der Bundeswehr.
Das Wehrbereichsmusikkorps I wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps I A in Rendsburg aufgestellt, am 20. August 1956 nach Bad Eilsen, am 1. Oktober 1957 nach Bielefeld und am 3. September 1958 nach Göttingen verlegt. Zum 16. März 1959 wurde das Musikkorps I A in Heeresmusikkorps 3 umbenannt und am 10. September 1959 nach Lüneburg verlegt. Ab Oktober 2001 trug es die Bezeichnung Wehrbereichsmusikkorps I. Es wurde dann im Zuge der Transformation am 30. Juni 2007 aufgelöst. Neues Wehrbereichsmusikkorps I wurde am 2. Mai 2008 das bisherige Heeresmusikkorps 14 (Neubrandenburg).
Das Wehrbereichsmusikkorps II wurde am 1. Juli 1956 als Musikkorps III B in Münster aufgestellt. Es wurde 1959 in Heeresmusikkorps 7, 1964 in Heeresmusikkorps 13 und 1985 in Heeresmusikkorps 100 umbenannt. Ab Oktober 2001 trug es die Bezeichnung Wehrbereichsmusikkorps II. Auch dieses Musikkorps wurde am 30. Juni 2007 aufgelöst.
Das Wehrbereichsmusikkorps III wurde am 15. März 1991 als Heeresmusikkorps 70 in Erfurt aufgestellt. Später wurde es in Heeresmusikkorps 13 und im Oktober 2001 in Wehrbereichsmusikkorps III umbenannt.

Aufstellungen von Luftwaffenmusikkorps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Luftwaffenmusikkorps 1 wurde am 1. April 1958 als Luftwaffenmusikkorps 4 in Neubiberg aufgestellt und 1959 in Luftwaffenmusikkorps 1 umbenannt.
Das Luftwaffenmusikkorps 2 wurde am 1. August 1956 als Musikkorps der Luftwaffe Nummer 2 in Uetersen aufgestellt und im Dezember 1957 nach Karlsruhe verlegt. Die Umbenennung in Luftwaffenmusikkorps 2 erfolgte 1959.
Das Luftwaffenmusikkorps 3 wurde am 11. Juli 1956 als Luftwaffenmusikkorps 1 in Münster aufgestellt. Die Umbenennung in Luftwaffenmusikkorps 3 erfolgte 1959.
Das Luftwaffenmusikkorps 4 wurde am 1. April 1958 als Luftwaffenmusikkorps 3 in Hamburg aufgestellt und 1959 in Luftwaffenmusikkorps 4 umbenannt. 1992 erfolgte seine Auflösung. Das spätere Luftwaffenmusikkorps 4 in Berlin wurde 1991 als Luftwaffenmusikkorps 5 aufgestellt. Es trug seinen Namen seit dem 1. April 1995.

Aufstellungen von Marinemusikkorps[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Marinemusikkorps Ostsee in Kiel wurde am 1. Juni 1956 in Eckernförde aufgestellt. Es wurde nach seiner Aufstellung geteilt, womit zusätzlich das Marinemusikkorps Nordsee in Wilhelmshaven entstand.
Das Marinemusikkorps Nordsee ging nach dessen Teilung aus dem Marinemusikkorps Ostsee hervor.

Auflösung und Überführung der Truppenteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem das Zentrum Militärmusik der Bundeswehr 2009 gegründet wurde, führte dies anfangs drei der Musikkorps. Nach der Auflösung, teilweisen Verlegung und Umbenennung einiger Klangkörper, führte es ab 2014 alle der verbliebenen 14 Musikkorps der Bundeswehr, bzw. deren Big Band.

Zeittafel der Aufstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bei der Auflösung in das Zentrum Militärmusik der Bundeswehr überführten Truppenteile nach deren Aufstellung sortiert:

  • 1956: Gebirgsmusikkorps, Heeresmusikkorps 1, Heeresmusikkorps 2, Heeresmusikkorps 10, Heeresmusikkorps 300, Luftwaffenmusikkorps 2, Luftwaffenmusikkorps 3, Marinemusikkorps Nordsee, Marinemusikkorps Ostsee
  • 1957: Musikkorps der Bundeswehr
  • 1958: Luftwaffenmusikkorps 1
  • 1960: Ausbildungsmusikkorps der Bundeswehr
  • 1962: Heeresmusikkorps 12
  • 1971: Big Band der Bundeswehr
  • 1991: Wehrbereichsmusikkorps III, Heeresmusikkorps 14, Luftwaffenmusikkorps 4, Stabsmusikkorps der Bundeswehr

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verteidigungsfall werden Militärmusiker bis heute im Sanitätsdienst eingesetzt. Jeder Musiker hat dazu neben seiner musikalischen auch eine seiner Laufbahn entsprechende Sanitätsausbildung. Die sanitätsdienstlichen Laufbahnlehrgänge für Unteroffiziere und Feldwebel finden an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München statt. Die dort erworbenen Fähigkeiten werden regelmäßig aufgefrischt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Militärmusikdienst – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Musik bei Bundeswehr, Bundespolizei, Polizei und Zivildienst. In: Deutscher Musikrat (Hrsg.): Musik-Almanach 2007/08. Daten und Fakten zum Musikleben in Deutschland. ConBrio, 2006, ISSN 0930-8954, S. 820–823.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Militärmusikdienst der Bundeswehr in neuer Struktur. blasmusik.de, 19. September 2009, abgerufen am 2. August 2013.