Heimerdingen

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Heimerdingen
Stadt Ditzingen
Wappen von Heimerdingen
Koordinaten: 48° 51′ 10″ N, 8° 58′ 55″ O
Höhe: 413 m
Einwohner: 3700
Eingemeindung: 1. Dezember 1971
Postleitzahl: 71254
Vorwahl: 07152
Karte
Lage der Stadt Ditzingen im Landkreis Ludwigsburg

Heimerdingen ist ein Stadtteil von Ditzingen. Der Ort liegt westlich von Stuttgart in Baden-Württemberg und gehört in der Region Stuttgart zum Landkreis Ludwigsburg.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimerdingen liegt auf einer Anhöhe nordwestlich der Kernstadt Ditzingen im am westlichen Rand des Strohgäus. Benachbarte Orte sind Hochdorf an der Enz im Norden, Schöckingen im Osten, Hemmingen im Nordosten, Rutesheim im Süden und Weissach im Westen. Die westliche Markungsgrenze bildet das tief eingeschnittene Tal des Strudelbachs. Hier wird der Ort von einem halbkreisförmigen Waldgürtel umschlossen. Der höchste Punkt der Gemarkung liegt bei 411 m ü. NN (Flur Hohwart und Melkegarten), der tiefste im Strudelbachtal bei 290 m ü. NN.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Siedlungshinweise auf der Heimerdinger Markung stammen aus der Jungsteinzeit. Reste eines hallstattzeitlichen Grabhügels wurden an der Markungsgrenze nach Hemmingen gefunden. Die archäologischen Befunde bis zur Römerzeit sind eher spärlich. Für die Zeit der römischen Besiedelung sind zwei bedeutende Fundstellen zu vermelden. Im „Ritterwald“ östlich der Landstraße nach Rutesheim, liegen die Ruinen mehrerer römischer Gebäude, genannt das „Kirchhöfle“. Weiter westlich liegen die Ruinen eines römischen Gutshofes, einer Villa rustica mit einer Hofmauer, das „Schlössle“.

Das heutige Dorf geht auf die Zeit der alemannischen Besiedlung der Region im 4. und 5. Jahrhundert zurück. Im 6. Jahrhundert fiel Heimerdingen unter fränkische Herrschaft.

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung als "Heimradingen" ist in der Schenkung eines Odaccar an das Kloster Lorsch nachgewiesen und datierte, laut einer Abschrift der Schenkungsurkunde im Codex Laureshamensis, vom 2. Juni 798.[1] Die Schenkung, die einen Hof in Heimerdingen umfasste, war dem heiligen Märtyrer Nazarius, dem Schutzpatron des Klosters, gewidmet. Der Lorscher Besitz in Heimerdingen wurde im Jahre 902 mit anderem Besitz im Glemsgau an einen nicht näher bekannten Reginboto veräußert.[2]

Die nächste Nachricht über Heimerdingen kann man dem um 870 verfassten Urkundenbuch des elsässischen Kloster Weißenburg entnehmen.[3] Danach besaß das Kloster in Heimerdingen sechs Höfe und die Kirche, eine Basilica, mit dem Zehnten. Das Kloster Weißenburg war in der zweiten Hälfte des 7. Jahrhunderts gegründet worden. Es wurde bald wie Lorsch Reichsabtei der Karolinger. Enge Verbindungen pflegte das Kloster zum Bischof von Speyer.[4] Im 8. Jahrhundert waren Äbte des Klosters Weißenburg gleichzeitig Bischof von Speyer. Der Besitz des Klosters sicherte also gleichzeitig den Einfluss des Speyer Bischofs an den Grenzen seines in Archidiakonate und Landkapitel aufgeteilten Bistums. Heimerdingen gehörte bis zur Reformation zum Landkapitel Grüningen im Archidiakonat Trinitatis.[5]

Heimerdingen wird württembergisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirche St. Peter und Paul

Neben den ortsansässigen Rittern, also den Herren von Heimerdingen, Höfingen und Nippenburg, waren auch die Grafen von Württemberg bemüht, in Heimerdingen Fuß zu fassen. Das „Urbar aus der Zeit Graf Eberhards des Greiners, 1344-1392“ gibt Einblick in die Heimerdinger Besitzverhältnisse zur Mitte des 14. Jahrhunderts. Dieses Grundbuch des Grafen enthält umfangreiche Angaben über die Abgaben der Bauern und die Einnahmen aus der Ortsherrschaft, der Leibeigenschaft und andere Steuern aus Handel und Gewerbe. Hier sind auch die Einnahmen aus der Verwaltung der Pfarreien verzeichnet, die immer auch einen Gewinn für die Herrschaft abwarfen. Nur die Einnahmen aus den Waldungen sind hier nicht verzeichnet. Im Jahre 1350 gehörte Heimerdingen zur Hälfte dem Grafen von Württemberg. In der Quelle heißt es: Nota diu zway dörfer Hemmingen und Haymertingen sind halbü miner Herren und sint min herren und vögte herren dar über. Die festen Einnahmen daraus beliefen sich auf 3 Malter und 2 Simri, das sind etwa 400 Liter Getreide sowie zwei Gülthühner pro Jahr. - Insgesamt eine eher bescheidene Abgabe. Noch besaß der Ortsadel die ertragreichen Einnahmen. Die Kirche mit ihren Einnahmen war 1316 zu einer Hälfte aus dem Besitz derer von Hemmingen und 1355 samt Patronat von Fritz Sturmfelder an die Württemberger verkauft worden. Für das Jahr 1381 ist dann auch eine gewöhnliche Ortssteuer von den Leibeigenen des Ortes in Höhe von 4 1/2 Pfund Heller an die Grafen von Württemberg zu zahlen.

Die Höhe der Einnahmen des Ortsadels ist aus den Abgaben zu ersehen, die nach Erwerb dieser Besitzungen durch die Grafen von Württemberg erhoben wurden. Bis 1462 hatte nämlich Württemberg die ganze Ortsherrschaft in Heimerdingen an sich gebracht: Der Graf war Vogt und Herr zu Heimerdingen. Nachdem die Württemberger als Inhaber der Vogtei und des Gerichts die unbestrittenen Ortsherren geworden waren, hatten die Heimerdinger dies durch die Zahlung einer speziellen Abgabe oder Steuer, das Vogtkorn, anzuerkennen. Das Vogtkorn hatte die Gemeinde zu sammeln und nach Leonberg zu liefern.

Neben den Angaben über die Abgaben, deren quantitative Bedeutung für die Menschen wir nicht recht abzuschätzen wissen, enthalten die Lagerbücher der Herrschaft Württemberg einige interessante Angaben über die Einrichtungen, über die das Dorf verfügte und deren Erträge abzuführen waren. Genannt werden ein Backhaus, in dem alle Bauern ihr Brot backen mussten, und eine Badestube. Eine Kelter und Abgaben vom Ertrag der Weinberge lassen darauf schließen, dass in Heimerdingen in nicht unbeträchtlichem Maße Wein angebaut wurde.

Das Dorf am Beginn der Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimerdingen 1682, Forstlagerbuch von Andreas Kieser

Am 18. Juni 1456 ging der letzte Rest des adligen Besitzes in die Hände der Württemberger über. Ludwig von Nippenburg hatte seinen verbliebenen Heimerdinger Besitz an Graf Eberhard im Bart für 750 Rheinische Gulden verkauft. Heimerdingen war von nun an ein württembergischer Ort im Amtsbezirk Leonberg. Nur die Kirche hatte noch eigene Rechte, auch wenn ihre Haupteinnahmen und das Recht zur Ernennung des Pfarrers seit 1316 beim württembergischen Grafen lag.

Als Herzog Ulrich im Jahre 1534 die Reformation in Württemberg einführte, musste der katholische gebliebene Pfarrer Bernhardt Schlack Heimerdingen verlassen. Die Einnahmen der Pfarrei fielen an den Landesherrn, der 1535 mit Bartholomäus Rösch den ersten evangelischen Pfarrer in Heimerdingen einsetzte.

Im 16. bis 18. Jahrhundert litt Heimerdingen wiederholt unter Epidemien und Kriegsereignissen. In den Pestjahren 1596/97 waren 125 Todesfälle zu beklagen. Der Dreißigjährige Krieg führte zu einem Rückgang der Einwohnerzahl auf weniger als 200. Zu Beginn des Krieges lag sie bei 500 bis 550; sie hat sich somit mehr als halbiert. Neben Hunger und Seuchen war auch die Flucht in die befestigten Städte Leonberg, Markgröningen und Vaihingen an der Enz ein Grund für den Einwohnerschwund. 1635 wütete erneut die Pest in der Region. Da die Kirchenbücher fehlen, lässt sich die Zahl der Pestopfer für Heimerdingen jedoch nicht feststellen. Gefolgt wurde die Krankheit von einer erneuten Hungersnot im Jahre 1635. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688–1697) war auf der Heimerdinger Markung zeitweise das Hauptquartier der Reichstruppen des Schwäbischen und Bayerischen Kreises. Als während des Spanischen Erbfolgekriegs (1701–1714) das gesamte Umland durch französische Truppen verwüstet wurde, gehörte Heimerdingen mit einem Schaden von 3200 Gulden zu den am stärksten betroffenen Orten.[6]

Im 19. und 20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimerdingen blieb bis nach dem Zweiten Weltkrieg eine überwiegend landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Neben den ortsüblichen Handwerksbetrieben (Schmiede, Wagner, Küfer; Metzger, Bäcker; Schuhmacher, Schneider) bestanden an wichtigen vorindustriellen Produktionsstätten lediglich die Haldenwaldmühle am Strudelbach, eine Ziegelhütte und bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein Kalkofen. Auch der Anschluss an das Eisenbahnnetz mit dem Bau der Strohgäubahn (1906) brachte keine nachhaltige wirtschaftliche Belebung. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am östlichen Ortsrand ein größeres Industrie- und Gewerbegebiet ausgewiesen.

Zur Hebung der Landwirtschaft wurde 1906/07 in der Rutesheimer Zelg eine erste Flurbereinigung durchgeführt.

Der Zweite Weltkrieg brachte durch Luftangriffe und Artilleriebeschuss einige Schäden im Ort mit sich. Am 20. April 1945 wurde Heimerdingen kampflos von französischen Truppen besetzt. Erst am 29. Oktober 1945 trat mit dem Gemeindebeirat wieder ein Selbstverwaltungsgremium zusammen. Am 27. Januar 1946 wurde der Gemeinderat neu gewählt. Neuer Bürgermeister wurde im März 1946 Friedrich Lehmann. Eine große Herausforderung war die Aufnahme von Heimatvertriebenen und Ostflüchtlingen, die ab 1945 für ein starkes Anwachsen der Bevölkerungszahl sorgte. 1954 wurde Alfred Ehret, der sich bei der Neuwahl gegen den Amtsinhaber durchsetzte, zum letzten Bürgermeister der selbständigen Gemeinde Heimerdingen gewählt. In seine Amtszeit fallen wichtige infrastrukturelle Veränderungen, die Ansiedlung von Gewerbe, Ausweisung neuer Wohngebiete und die Aufwertung des Heimerdinger Waldes.

Das Ende der Selbständigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bahnhofsgebäude

Am 20. Oktober 1971 unterzeichneten die Bürgermeister von Heimerdingen und Ditzingen, Alfred Ehret und Hans Scholder, die „Vereinbarung über die Eingliederung der Gemeinde Heimerdingen in die Stadt Ditzingen“. Nach Zustimmung des Regierungspräsidiums Nord-Württemberg vom 16. November 1971 trat die Vereinbarung mit Wirkung vom 1. Dezember 1971 in Kraft.[7] Damit wurde Heimerdingen nach der Eingliederung von Schöckingen zum zweiten Stadtteil der Stadt Ditzingen. Alfred Ehret wurde 1. Beigeordneter der Stadt.

Das 1200jährige Jubiläum der Ersterwähnung wurde am 7. Juni 1998 durch eine Festveranstaltung gewürdigt. Anlässlich der Feierlichkeiten investierte die Stadt Ditzingen in die Ortssanierung.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Heimerdinger Ortsadel bediente sich aus dem Wappen der Waldecker. Sie übernahmen die gekreuzten goldenen Rechen. Das heutige Ortswappen entwarf der Graphiker Gustav Eyb (Stuttgart) in Verbindung mit dem Württembergischen Staatsarchiv. Es zeigt in Blau zwei schräggekreuzte goldene Rechen, darunter einen Lundzapfen. Angenommen wurde es durch Entschließung des Bürgermeisters der Gemeinde Heimerdingen vom 7. September 1937.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Östlich der Wohnbebauung befindet sich ein größeres Gewerbegebiet. Zu den dort ansässigen Unternehmen gehören die Siegle + Epple GmbH & Co KG (Luft- und Klimatechnik), die Hermann Zeller GmbH & Co KG (Zerspanung), die WIDOS Wilhelm Dommer Söhne GmbH (Kunststoffschweißtechnik), die Bleher Folientechnik GmbH, die Piller Entgrattechnik GmbH (Maschinenbau), die Gramm Technik GmbH (Metalloberflächenveredler) und die Kienle GmbH (elektronische Orgeln). Als weiterer Betrieb ist die Bayer Fruchtsaft GmbH & Co KG in Heimerdingen beheimatet, die aus der früheren Obstverwertung Heimerdingen-Stuttgart GmbH hervorging. Die BayWa AG unterhält in Heimerdingen ebenfalls eine größere Niederlassung.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliger Zug der Strohgäubahn im Bahnhof Hemmingen (2002)

Durch Ditzingen führt die Landesstraße 1177 mit einem Verkehrsaufkommen von täglich bis zu 14.800 Fahrzeugen und einem überproportional hohen Anteil an Schwerlastverkehr. Zur Entlastung des Ortszentrums ist ab 2019 der Bau einer Südumfahrung geplant.[8]

Seit 1906 hat Heimerdingen einen Bahnhof bzw. eine Haltestelle an der Strohgäubahn, die derzeit (Stand: Juni 2017) wegen Bauarbeiten jedoch nur zwischen Korntal und Hemmingen verkehrt. Die Buslinie 620, die Heimerdingen mit Ditzingen verbindet, stellt eine Verbindung zur S-Bahn her und fährt tagsüber auch nach Weissach. Früher verkehrte auch noch zwischen Heimerdingen im Kreis Ludwigsburg und Rutesheim im Kreis Böblingen ein Bus, der aber abgeschafft wurde, da sich die Landkreise als Aufgabenträger der Buslinien nicht über die Finanzierung des Angebots einigen konnten.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgerhaus mit Sitz der Freiwilligen Feuerwehr

Heimerdingen verfügt über eine Verwaltungsstelle der Stadt Ditzingen im ehemaligen Bürgermeisteramt (Hindenburgstraße 4). Das nach dem Zweiten Weltkrieg errichtete Bürgerhaus beherbergt eine Zweigstelle der Stadtbibliothek und die Freiwillige Feuerwehr.

Forstamt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1975 war Heimerdingen Sitz eines eigenständigen staatlichen Forstamts. Ein reisiger Forstknecht wird schon 1636 im Kirchenbuch genannt. 1928 wurde in der Gutenbergstraße ein neues Forstamtsgebäude errichtet. Im Zuge der Kreisreform wurde 1975 der Sitz des Forstamts Vaihingen/Enz nach Heimerdingen verlegt und das Forstamt zum "Forststützpunkt" ausgebaut.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heimerdingen verfügt über eine eigene Grundschule und zwei Kindergärten (KiTa Wiesenäcker, Kindergarten Neue Straße). Weiterführende Schulen befinden sich in Hirschlanden (Theodor-Heuglin-Schule) und Ditzingen (Schulzentrum Glemsaue, Konrad-Kocher-Schule).

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Heimerdingen ist schon im 9. Jahrhundert eine Basilica nachgewiesen. 1534 führte Herzog Ulrich die Reformation ein. Seither dominiert das evangelische Bekenntnis mit der Peter-und-Paul-Kirche, die 1777 anstelle eines abgebrannten spätgotischen Vorgängerbaus errichtet wurde, den Ort .[9] Für die katholischen Einwohner wurde 1964 die Heilig-Geist-Kirche erbaut. Außerdem besteht eine neuapostolische Kirche.

Sport und Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TSV Heimerdingen 1910 e. V. (gegründet 1910, mit mehr als 1000 Mitgliedern der größte Verein in Heimerdingen). Die Herrenfußballmannschaft spielt in der Saison 2017/18 in der Landesliga 1 Baden-Württemberg.
  • Modellflugclub MFC-Heimerdingen e. V. (gegründet 1965, ca. 120 Mitglieder)
  • Heimerdinger Bogensport Verein e.V.
  • Tennisclub TC Heimerdingen e.V. (gegründet 1975, ca. 180 Mitglieder)

Freizeitgelände und -gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportgelände an der Weissacher Straße, mit Rasen, Kunstrasen und Tartan-Bahn/Platz (mit Basketballkorb und Sprunggrube), sowie anliegende Tennisplätze
  • Festhalle und Sporthalle am Sportgelände Heimerdingen
  • Jugendhaus Downtown
  • Waldspielplatz an den Wellingtonien; Spielplätze an der Grundschule, am Kindergarten Wiesenäckerstraße, am Bahnhof und in der Grabenstraße
  • Skatepark am Bauhof

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz einiger Verluste an historischer Bausubstanz im Zuge des Ortsumbaus der 1970er und 1980er Jahre verfügt Heimerdingen noch über eine große Zahl denkmalgeschützter Fachwerkhäuser, darunter den ehemaligen herrschaftlichen Schafhof und die früheren Schildwirtschaften „Adler“ und „Ochsen“. Bemerkenswert sind auch das Alte Rathaus und das ehemalige Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde, das sich seit 1984 in privater Hand befindet.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Schöck († 1932), Pfarrer, Verleihung der Ehrenbürgerwürde am 23. August 1929 anlässlich seiner Zurruhesetzung

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Glöckner, Karl, Codex Laureshamensis: 03. Band Kopialbuch, II. Teil: Die übrigen fränkischen und die schwäbischen Gaue Güterlisten, späte Schenkungen und Zinslisten, Gesamtregister, Darmstadt 1936, S. 151; Nr. 3562 (Reg. 2625): „Donatio Odaccar(i). Heimrading(en)“
    Deutsche Übersetzung: Minst, Karl Josef (Übers.), Lorscher Codex: deutsch; Urkundenbuch der ehemaligen Fürstabtei Lorsch, nach d. lat. Text d. Urschrift wiedergegeben von Lamey (1768 - 1770) und Glöckner (1929 - 1936), ins Dt. übertr. von Karl Josef Minst, (Band 5): Schenkungsurkunden Nr. 2911 – 3836, Lorsch, 1971, S. 216:
    "Schenkung des Odaccar in Heimerdingen unter Abt Richbod und König Karl
    Im Namen Gottes widme ich, Odaccar, dem heiligen Märtyrer N(azarius) ein Geschenk. Der Leib des Heiligen ruht im Lorscher Kloster, dessen Vorsteher der ehrwürdige Abt Richbodo ist. Ich übergebe in pago Glemisgowe (im Glemsgau), und zwar in Heimradingen (Heimerdingen n. Leonberg w. Stuttgart) fünfzig Joch Ackerland. Geschlossen und gefertigt. Geschehen Im Lorscher Kloster am 2. Juni im 30. Jahr (798) des Königs Karl."
  2. Gustav Bossert: Württembergisches aus dem Codex Laureshamensis, den Traditiones Fuldenses und aus Weissenburger Quellen. In: Dietrich Schäfer (Hrsg.): Württembergische Geschichtsquellen, Bd. 2. Stuttgart 1895, S. 1–354, Auszug als PDF (7,4 MB).
  3. Quelle: Aus dem 13. Jahrhundert überlieferte Abschrift.
  4. Hans Ammerich: Das Bistum Speyer und seine Geschichte, Band 1: Von den Anfängen bis zum Ende der Salierzeit (1125), Kehl am Rhein 1998.
  5. Das Archidiakonat Trinitatis, das dem „Stiftspropst bei Allerheiligen“ zustand, war in die Landkapitel Weil der Stadt, Grüningen (heute Markgröningen) und Vaihingen an der Enz unterteilt. Vgl. Karte des Archidiakonats Trinitatis im Bistum Speyer (um 1500)
  6. Otto Schwarz: Ortschronik Heimerdingen. Ditzingen 1982, S. 172–175.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 452.
  8. Ditzinger Anzeiger, 4. August 2016
  9. Herbert Hoffmann: Ditzingen. Sutton, Erfurt 2012, ISBN 978-3-95400-043-2. (online auf: books.google.de)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heimerdingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien