Heinrich Herrmanns

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Heinrich Herrmanns (* 9. April 1939 in Łódź, Polen) ist ein lutherischer Theologe und langjähriger Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herrmanns wurde nach Studium und Vikariat 1969 zunächst Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Kulmbach. 1979 erhielt er die Berufung zum Landesjugendpfarrer der Bayerischen Landeskirche und übernahm 1985 das Amt eines Dekans in Memmingen.

Im Jahre 1991 wählte ihn die Synode der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe zum Landesbischof. Er trat die Nachfolge von Joachim Heubach an.

In diesem Amt mit Sitz in Bückeburg war er bis zum Jahre 2001 tätig und übergab es dann an Jürgen Johannesdotter.

In seiner bischöflichen Amtszeit führte die Schaumburg-Lippische Landeskirche 1991 die Ordination von Frauen ein – als letzte deutsche Landeskirche. Auch trug Herrmanns dazu bei, dass die – wegen Meinungsverschiedenheiten unter Bischof Heubach ruhen gelassene – Mitgliedschaft der Landeskirche im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) im Jahre 1994 reaktiviert wurde.

Im Ruhestand ist er im Verwaltungsrat der Landeskirchlichen Gemeinschaft Memmingen (die Apis) tätig.

Sonstige Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Herrmanns war lange Jahre Vorsitzender des Kuratoriums des Theologischen Studienseminars der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche in Deutschland (VELKD) in Pullach, führte den Vorsitz im Theologischen Konvent Augsburgischen Bekenntnisses, war Vorsitzender der Evangelischen Familienerholung und Mitglied im Beirat der Militärseelsorge der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Krüger, Carola Wolf, Udo Hahn (Hg.): Wer ist wo in der evangelischen Kirche? Personen und Funktionen. Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-932194-29-2.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]