Gerhard Maier (Theologe)

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Gerhard Maier 2013

Gerhard Maier (* 30. August 1937 in Ulm) ist ein deutscher evangelischer Theologe und Jurist. Er war von 1980 bis 1995 Rektor des Albrecht-Bengel-Hauses und von 2001 bis 2005 Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Maier studierte zunächst Rechtswissenschaft. Dieses Studium schloss er mit der Ersten Juristischen Staatsprüfung ab. Danach studierte er Kunstgeschichte, wechselte jedoch und studierte Evangelische Theologie. Von 1966 bis 1968 war er wissenschaftlicher Assistent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Tübingen. 1969 promovierte er als Schüler von Otto Michel im Fach Neues Testament mit seiner Dissertation über das Thema Mensch und freier Wille.[1]

Sein Vikariat und erstes Pfarramt verbrachte er von 1968 bis 1973 in Baiersbronn im Schwarzwald. Anschließend wurde er Studienleiter am Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen-Derendingen und war von 1980 bis 1995 dessen Rektor. Von 1971 bis 1977 und 1983 bis 1995 war er Mitglied der württembergischen evangelischen Landessynode. Er hatte den Vorsitz des Ausschusses für Kirche, Gesellschaft und Öffentlichkeit von 1983 bis 1995 inne. 1995 wurde er zum Prälaten in Ulm auf die dortige Prälatur und damit auch zum Mitglied des Oberkirchenrates gewählt.[2] Vom 7. Oktober 2001 bis zum 23. Juli 2005 war er Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Seine Mitgliedschaft im Landesbruderrat des Altpietistischen Gemeinschaftsverbandes sowie den Vorsitz der Deutschen Indianer Pionier Mission gab er mit Antritt seines Bischofsamtes zurück.

Er lehrt als Gastprofessor an der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel in Riehen (Schweiz) und seit 1991 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Heverlee/Leuven (Belgien). Er ist Vorstandsmitglied im Evangelischen Presseverband für Württemberg und im Arbeitskreis für evangelikale Theologie (AfeT) sowie Kuratoriumsmitglied des evangelikalen Vereins ProChrist[3] und Mitglied des Hochschulrates der Internationalen Hochschule Liebenzell.[4]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerhard Maier ist verheiratet mit Gudrun Maier und Vater von vier Söhnen. Er lebt in Tübingen-Derendingen.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reihen

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eberhard Hahn (Hrsg.): Dein Wort ist die Wahrheit: Festschrift für Gerhard Maier, SCM R. Brockhaus, Wuppertal, 1997, ISBN 978-3-417294248.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Maier: Kurzvita bei gerth.de, abgerufen am 30. Juni 2015.
  2. Früherer Landesbischof Gerhard Maier wird 70, elk-wue.de, Meldung vom 23. August 2007.
  3. Kuratorium ProChrist e.V., prochrist.org, abgerufen am 13. Juni 2015.
  4. Maier Mitglied des Hochschulrates der IHL, ihl.eu, Meldung vom 22. Juli 2011.
  5. Johann-Tobias-Beck-Preis, afet.de
  6. Staatsministerium Baden-Württemberg: Liste der Ordensträger 1975–2017. 6. Mai 2017, S. 51, abgerufen am 16. Mai 2017 (PDF; 153 kB).
  7. Christof Bauernfeind: Gerhard Maier: Habt Vertrauen in die Bibel! STH Basel. Am Samstag eröffnete die STH Basel ihr neues Studienjahr. Neben den Feierlichkeiten für die Absolventen wurde dem pietistischen Theologen Gerhard Maier die Ehrendoktorwürde verliehen. IdeaSpektrum 39, 28. September 2016, Seite 7